An apple a day keeps the doctor away

06. März 2017 Valérie

Was ist dran an dem Sprichwort? Man kann definitiv dümmere Sachen essen als einen Apfel. Tatsächlich hält sich der Apfel bis heute hartnäckig als grossmütterliches Hausmittelchen gegen eine Vielzahl von Wehwehchen. Lustiger Fakt: Eine Untersuchung des deutschen Pomologen-Vereins (Pomum lat. = Bamfrucht, Pomologie = «Obstbaukunde») über das Lebensalter von Pomologen im 19. Jahrhundert ergab ein Durchschnittsalter von 75 Jahren, was zu dieser Zeit erheblich über dem Durchschnitt der restlichen männlichen Bevölkerung lag.

Tatsächlich enthält der Apfel – wie die meisten anderen Früchte und Gemüse – eine Vielzahl von Spurenelementen und Vitaminen, die einen positiven Einfluss auf den Körper haben können. Wir haben sie für euch zusammengetragen:

Tolle Haut

Organische Säuren erhalten der menschlichen Haut ihre Elastizität, stimulieren die Zirkulation der Körpersäfte und helfen, Abfallstoffe zu eliminieren.

Toll Schlafen

Der Phosphorgehalt des Apfels hat eine positive Wirkung auf das Gehirn und das Nervensystem. Apfelschalentee wird in der Volksmedizin seit jeher gegen Schlaflosigkeit empfohlen.

Tolle Zähne

Fluor festigt die Zähne. Die Fruchtsäure unterdrückt Bakterien und hilft bei der Zahnpflege zwischendurch.

Tolle Verdauung

Unbestritten ist, dass der Apfel fantastische Wirkungen auf die Verdauung hat. Apfelpektine binden im Darm giftige Abfallstoffe und unerwünschte Bakterien. Ausserdem wirken die Nahrungsfasern des Apfels verdauungsregulierend. Nicht ohne Grund ist ein altes Hausmittelchen gegen Durchfall, geriebene Äpfel zu essen. Ausserdem sind geriebene Äpfel wichtigster Bestandteil des berühmten Birchermüslis von Maximilian Oskar Bircher-Benner (1900 n.Chr.). Der Aargauer Arzt und Pionier der Vollwerternährung nannte die Kreation die er den Gästen seines Sanatoriums vorsetzte anfänglich «Apfeldiätspeise». Als Vertreter der vegetarischen Rohkosternährung waren für Bircher die mit Schale und Kerngehäuse frisch geriebenen Äpfel das Wichtigste, nicht etwa die Getreideflocken (Quelle Wikipedia).

Last but not least: Toller Geist

Friedrich Schiller soll immer einen etwas angefaulten Apfel in der Schreibtischschublade liegen gehabt haben. Der Geruch habe ihn angeblich zu höchsten literarischen Leistungen inspiriert.

Zum Vitamingehalt des Apfels

Ein Apfel enthält eine Vielzahl an Vitaminen und Spurenelementen, unter anderem decken 3 bis 4 ungeschälte Äpfel den Tagesbedarf an Vitamin C. Allerdings variiert der Vitamin-C-Gehalt von Sorte zu Sorte stark. Ebenfalls haben Wetter und Standort bei der Produktion einen grossen Einfluss. Allerdings ist der Apel nicht die unangefochtener Vitamin C-König. Da gibt es noch einige andere Gemüse und Beeren, die wesentlich mehr Vitamin C enthalten. Beispielsweise rote Peperoni oder Sanddorn Quelle rohkostwiki.de).

Das Sprichwort «an apple a day keeps the doctor away» dürfte vor allem deshalb populär geworden sein, weil es zu Ur-ur-Omas Zeiten eben einfach keine grosse Auswahl an Alternativen gab. Im Winter ass man eben Äpfel um genügend Vitamine zu sich zu nehmen und die Auswahl an erschwinglichen (und effektiven) Arnzeimitteln für die breite Bevölkerung war eher dürftig. Was blieb, war also der tägliche Biss in den Apfel. Sicher auch heute keine schlechte Idee.

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