Artischocken

Artischocke - Mehr als Pizzabelag

05. Juli 2017 Nadine

Die Artischocke ist ein echtes Sommergemüse. Das weiss fast niemand, weil die meisten die gute alte Artischocke einfach nicht auf dem Menuplan haben. Der Grund: Sieht eher aus wie eine Blume als ein schmackhaftes und gesundes Gemüse.

«Kann man das überhaupt essen?» Das geht wohl den meisten Otto-Normal-Gemüseverbrauchern beim Anblick der Artischocke durch den Kopf. Und nicht ganz zu Unrecht: Sie ist mit der Distel verwandt, was nicht gerade angenehme Assoziationen hervorruft. In der neuen Videorezeptreihe «FeldFood» zeigen wir, wie es geht - ganz einfach nämlich. 

Zum Rezept

Das Rezeptvideo

Etwas Geschichte

Bereits die alten Ägypter kannten die Artischocken und nutzten sie als Diätmittel. Bei den Römern war sie als ein Gemüse bekannt, welches nur die Reichen essen konnten. Das Sommergemüse war und ist zudem in der Floristik beliebt. Denn wenn sie nicht rechtzeitig geerntet wird, wächst daraus eine grosse violette Blüte.

Wir bauen die Artischocke auf unseren Feldern in Rafz an. Warum? Weil sie ein saisonales Gemüse ist, das fast von hier kommt. Eigentlich stammt sie aus dem Mittelmeerraum, ist also ein mediterranes Gemüse. Und sie ist etwas frostempfindlich. Sie hat den Frost diesen April jedoch relativ gut überstanden.

In Europa wird sie heute primär in Italien, Spanien und Frankreich angebaut. Die Farbe der Pflanze deutet auch die Herkunft hin: Spanien und Italien grün, Frankreich violett. Vor allem in der Bretagne, dort gilt sie als Spezialität. Artischocken gedeihen, so sagt man, besonders in Regionen, in denen auch Wein angebaut wird.

So wachsen unsere Artischocken
Auch als Deko ein Blickfang vom Feinsten

Wirkung

Die Blätter der Artischocke – jene die am Stängel wachsen, nicht am Kopf – dienen als Arznei. Sei können z.B. zu Saft, Tee oder Tinkutren weiterverarbetet werden. Sie sollen appetitanregend und verdauungsfördernd sein, gut für Galle und Leber sowie cholesterinsenkend sein. Während der Renaissance schrieb man dem Gemüse sogar aphrodisierende Wirkung zu. Ob das stimmt, ist nicht erwiesen. 

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