Das Mädchen vom Lande – aber so richtig! :-)

19. Juli 2016 Valérie

Erika schmeisst fast die ganze Obstproduktion auf dem Juckerhof alleine. Bei uns ist sie Madame ÖpfelGarte und verbringt nicht wenige Stunden auf dem Rasenmäher. Eine typische Bauerntochter, die viel arbeitet, aber daraus keine grosse Sache macht.

Sie kommt vom Land, arbeitet auf dem Land und verbringt ihre Freizeit gern auf dem Land. Und was man ihr auf den ersten Blick nicht gibt: Sie hat ein Faible für GAAANZ schnelle Autos ;-).

Seit wann arbeitest du hier?

Seit Ende April 2012. Sind jetzt schon 4 Jahre. Wie schnell die Zeit doch vergeht.

Was ist dein Job? Beschreibe einen Arbeitstag…

Ich bin in der Obstproduktion tätig. Mein Job ist sehr vielfältig. Kein Tag ist wie der andere. Darum ist es schwierig einen Arbeitstag so zu beschreiben. Meine Arbeiten sind sehr wetterabhängig, man muss das Wetter immer beobachten, um die folgenden Tage zu planen. Der Unterhalt unseres ÖpfelGarte nimmt viel Zeit in Anspruch. Ein- bis zweimal wöchentlich bin ich dort am Mähen, damit der Untergrund schön und kräftig bleibt. Für einmal mähen brauche ich fast einen halben Tag, da hab ich dann auf dem Rasenmäher Arbeit und „Sünnele“ in einem. ;-) Dazu kommen im ÖpfelGarte noch Arbeiten wie Ordnung halten, heruntergefallene Äpfel auflesen und im Winter das Schneiden der ca. 6'000 Säulenbäume.

>> Erika beim Rasenmähen zuschauen 

Die Pflege der Beeren gehört nebst vielen anderen Dingen rund um den Unterhalt der Obstanlagen auch zu meinen Aufgaben. An einem Tag pro Woche lass ich die Mostpresse rattern. Viele Kilos Äpfel lasse ich dann jeweils durch unsere mobile Mostpresse, damit wir für unsere Gäste immer genug frisch gepressten Most haben.

Meine Arbeitstage sind manchmal lang, manchmal kurz. Wenn es regnet und „huddlet“ kann ich am Morgen schon mal ein wenig länger schlafen oder am Abend früher nach Hause, so kann ich lange Tage kompensieren.

Beginnen und enden tut jedoch jeder meiner Arbeitstage gleich; mit dem Tiere füttern. Nebst der Obstproduktion bin ich noch zuständig für unsere Zwerggeissli und Zwerghäsli.

Erika's Häslinachwuchs vom 12. April 2016
Zorro in guten Händen

Wie bist du bei Jucker Farm gelandet? Warum arbeitest du hier?

Nach meiner Ausbildung als Landwirtin habe ich zuerst ein paar Monate auf dem Hof meiner Eltern gearbeitet und noch ein paar Wochen auf einem Hof mit Gemüsebau und Mastviehhaltung. Da ich aber auch was anderes sehen wollte und auf dem Hof zu Hause sowieso zu wenig Arbeit war für zwei Personen, hab ich mich auf die Suche nach einem Job gemacht. Im Internet bin ich dann auf eine Anzeige gestossen von der Jucker Farm.

Was magst du an deiner Arbeit am liebsten?

Draussen zu arbeiten in der Natur mit der Natur.

Im Frühling zuzusehen wie alles zum Leben erwacht.

Die Erntezeit, die frischen knackigen Äpfel und die feinen Beeren. Sie sind das Resultat der Pflege während dem Jahr.

Man sieht viel Schönes, Lustiges, Interessantes, manchmal auch Komisches, wenn man draussen auf dem Hof oder in den Obstanlagen ist. Die wunderschöne Lage ist natürlich auch nicht zu vergessen.

Was würdest du anders machen? Was nervt dich hier?

Was mich manchmal nervt ist das Chaos in den Lagern. In der Hochsaison hat es viel Ware herumstehen und man hat nicht immer Zeit, das gleich zu versorgen, und dann werden die Sachen einfach irgendwo dazwischen gestellt. Was dann aber nervig ist für den nächsten, der etwas braucht.

Wie entspannst du dich in der Freizeit? Was machst du am liebsten, ausserhalb der Arbeit?

Das Landleben auf dem Bauernhof zu Hause, wo wir Milchwirtschaft betreiben und ich ab und zu auch mithelfe ist mein liebster Ort in der Freizeit. Gerne setz ich mich auch mal in mein tolles, starkes Auto und cruise über einen Pass. Sonst bin ich mehr der Typ Mensch, der die Freizeit geniesst und spontan gestaltet.

Hast du Zukunftsträume, die du uns verraten magst?

Irgendwann einen eigenen Bauernhof haben.

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