Die grössten Event-Pannen

01. April 2016 Valérie

Man würde es kaum glauben – aber vor ziemlich genau 10 Jahren wurden die ersten Firmenevents auf dem Juckerhof abgehalten. Und manchmal schlitterten wir und unsere Gäste knapp an einer Katastrophe vorbei. De Erfahrung hat uns vor allem eins gelehrt: Ganz ohne Pannen im Eventbusiness - gibt's nicht. Viel Spass beim Lesen!

1. "De Otti"

Es war ein Geburtstagsfest im Dezember. Eigentlich war der Anlass schon vorbei, die Gäste befanden sich bereits im Car, in dem alle zusammen heimfahren wollten. Aber dann fehlte der Otti.

Niemand hatte den Otti weggehen sehen und alle machten sich Sorgen um den älteren Herrn. Man hat sich wirklich gesorgt. Die Polizei kam, die Feuerwehr und eine grosse Suchaktion wurde eingeleitet. Man wollte bereits die Seepolizei informieren, als nach 2 bangen Stunden endlich ein Lebenszeichen kam: Der Otti ist in Winterthur! Gottseidank!

Aber wie zum Henker ist er da hingekommen? Er war einem Wandergrüppli auf den Zug gefolgt und nach Winterthur gefahren. Dort war er per Zufall auf eine Bekannte getroffen, die ihn erstaunt gefragt hatte, was er denn hier mache am Bahnhof, er fahre doch sonst nie Zug. 

2. So geht Erlebnisgastronomie 

Eines der ersten Weihnachtsessen fand in der Remise in Seegräben statt. 2 Firmen à ca. 30 Gäste sollten gleichzeitig beherbergt werden. Der Raum wurde kurzerhand in der Mitte durch eine Blache unterteilt. Es war saumässig kalt, eine richtige Heizung gab es nicht. Nur eine einfache Zeltheizung, die bei weitem nicht gereicht hat. Zu allem Überfluss fiel diese kurz nach dem Hauptgang auch noch aus und war nicht mehr zum Laufen zu bringen.

Was macht der schlaue Bauer?

Die erste Gruppe durfte für ein Überraschungs-Programm zum Dessert in die PuureStube – aus der die Eltern Jucker gerade erst ausgezogen waren. Die zweite Gruppe durfte als „Special“ in der Küche Dessert essen – da wo schon die Familie Jucker gegessen hatte. Erlebnisgastronomie im eigentlichen Sinne – geschickt verkauft by Beat Jucker ;-). 

3. "David, the cake is not good!"

Hochzeit 2008, im Sommer. Eine Hochzeitstorte landet im Kühlschrank statt im Tiefkühler. Es ist eine Eistorte. Als sie um 23 Uhr serviert werden soll, kommt Carmino aus der Küche ganz aufgelöst zu unserem Event-Manager Dave: „David, the cake is not good“… Dave: „Wieso, was heisst not good?!?“ „Kommst du schauen…“. Es war nur noch ein undefinierbarer Klumpen süsses Etwas. Dave hatte dann den Job, das die Braut über den Zustand ihrer Hochzeitstorte zu informieren. Die meinte: „Nei,nei, die gaht scho no..!“ – wohl auch dank wiederholten Besuchen an der Gin Tonic Bar, die zu diesem Zeitpunkt schon gut in Betrieb war. Als sie jedoch das Dessert in Augenschein nahm, war man sich einig, dass das nicht mehr gehe. Zum Glück nahm es das Hochzeitspaar mit Humor…

4. Stromausfall im dümmsten Moment

Zum Glück gibt es Hannes. Denn ohne Hannes wäre so mancher Event in die Hose gegangen. 2011 nahm ihn Beat mit an einen Grossanlass mit 500 Gästen auf dem Bächlihof mit den Worten: „Heute kannst du grad mal schauen, wie dein neuer Job aussehen wird“. Dass Hannes an dem Tag direkt mit anpacken müsste, hätte er sich nicht träumen lassen.

Plötzlich, 15 Minuten vor Servieren des Hauptgangs stürmten 12 Köche aufgebracht aus der Küche – es herrschte totaler Stromausfall. Das Netz war zusammengebrochen, weil viel zu viele Geräte gleichzeitig angeschlossen waren. 

5. Der Anfängerfehler

2006 – in den Anfängen der Firmenevents auf dem Juckerhof: Zu Gast waren über 300 Leute. Eventmanager Dave hatte frisch im Event-Team angefangen.

Erster Fehler: Es gab 1 Buffet. Viel zu wenig Platz für 300 Leute, die sich gleichzeitig Essen holen wollen.

Zweiter Fehler: Es war direkt an die Wand gebaut.

Das Resultat: Der Zugang zum Buffet war komplett verstopft, als alle sich ihr Essen holen wollten. Weder die Gäste, noch der Service konnte ans Buffet, um wieder aufzufüllen. Das Ergebnis: unendliche Wartezeiten. Die Küche konnte erst wieder ans Buffet, als das Essen komplett ausgegangen war. 

6. er unsägliche Salzstreuer

Es war ein lauer Abend im Mai 2015. Ein renommierter Kunde kam mit 250 anspruchsvollen Gästen auf den Juckerhof in Seegräben – ein High-End-Anlass, bei dem es darum ging, das Beste zu geben. Alles schien gut zu sein. Aber dann kam der kapitale Fehler: Wir hatten die falschen Salz- und Pfefferstreuer. Der Kunde wollte sie sofort ausgetauscht haben – zwei Stunden vor Anlass. Woher kriegt man für so viele Leute in so kurzer Zeit andere Pfefferstreuer her? Eventmanagerin Sandra ist dann im ganzen Züri Oberland rumgedüst und schlussendlich in Pfäffikon pünktlich zum Anlass fündig geworden - bei Gastro Borgo. Und alles ward gut.

7. Luffffffftballon

Es sollte ein romantischer Moment werden, an der Hochzeit auf dem Bächlihof. Die Hochzeitsgesellschaft hatte sich auf der Alpenblick-Terrasse oberhalb des Heugade versammelt, um 55 Luftballons steigen zu lassen. „Eins – Zwei – Drei – LOOOOS!“ Alle Leute wendeten den Blick nach oben, um den aufsteigenden Luftballons beim davonschweben zuzusehen. Aber da kam keiner. Stattdessen schwappten die Luftballons in einer trägen Welle gerade so knapp über das Geländer der Terrasse und ergossen sich in Zeitlupe in die Obstanlagen des Bächlihof – einem lauen Wind sei Dank. Das Paar hatte die Ballone bereits am Tag davor aufblasen lassen. Ein fffffataler Fehler.

8. Melonen-Kaltschale by chuck norris

Es war ein schöner Sommerevent auf dem Bächlihof in Jona letztes Jahr. Zur Vorspeise gab es Melonen-Kaltschale – im Sommer perfekt. Glücklicherweise war Melonen-Saison und sie waren im Hofladen in rauen Mengen vorhanden. Denn während dem Servieren der Vorspeise realisierte der Koch vor Ort, dass er 20 Portionen zu wenig hatte. „Sandra, hol Melonen!!“, hiess es zur Event-Managerin. Sandra rannte also in die Küche, nahm einen Arm voll Melonen und rannte zum Koch zurück, wo sie zusammen mit dem Chef de Service schneller als Chuck Norris Melonen entzweischnitt, entkernte und pürierte. Und es gab an dem Abend doch noch für alle Melonen-Kaltschale.

9. Der gar nicht so wilde Westen aka „Dä Höipltling schlaaft ja nur…!“

In den Anfängen der Kürbiszeit. Man wollte unseren Besuchern wieder mal ein richtiges Gaudi bieten und organisierte einen Wildwest-Tag. Das Juckerhof-Team hatte sich extra in Cowboys und Indianer verkleidet und machten den Hof unsicher. Die Kinder sollten einen richtig unterhaltsamen Tag erleben. Rund herum war Action. Nur im Zelt des Indianerhäuptlings tat sich gar nichts – der Häuptling, unser damaliger Chef de Service – war von einem Anlass am Vorabend derart müde, dass er es sich auf seinem Wigwam erstmal bequem gemacht hatte und den gesamten Tag im Tipi verschlief. „Is Indianerzält muesch nöd, dä schlaft nur!“ war von enttäuschten Kindern immer wieder zu hören. Der Satz war auch noch viele Wochen später in aller Munde.

10. Viel Gold, wenig Fieber

Eine gross angelegte Aktion mit SEARCH.CH: Goldfieber auf dem Juckerhof!! Die Gebrüder Jucker vergraben Gold auf dem Juckerhof – jede Menge davon! Es wird mit Tausenden von Leuten gerechnet, alle Mitarbeiter wurden mobilisiert, um diesen Riesenevent zu realisieren.

Und es kamen: 20 Leute. Ein Grossteil des Goldes wurde nie gefunden und man munkelt, es sei noch immer in den Äckern des Juckerhofs begraben und warte dort auf die nächste Steinzeit :-).

11. 500 Frösche festgenommen!

2011 an einem lauen Sommerabend. Es schien alles friedlich auf dem Bächlihof. Ein Event fand nicht statt. Nur die Frösche veranstalteten ihr Brunftkonzert. Doch trotzdem stand um 22 Uhr plötzlich die Polizei vor der Tür, sie hätten vom Zeltplatz eine Lärmklage erhalten. Vor Ort waren allerdings nur Beat und Martin Jucker mit zwei Mitarbeitern für eine Besprechung beim Teichhüsli. Sie hatten ihre Besprechung ins Innere verlegt, da sie sich wegen dem Gequake nicht mehr unterhalten konnten.

Der Lärm wurde eindeutig von den rund 500 Fröschen verursacht, die den Frühling spürten. Sie wurden nicht verhaftet.