Die Jucker-Saga - Teil 1

17. April 2018 Valérie

Wie kamen die Juckers eigentlich nach Seegräben? Und wie war es damals, das Leben auf dem Bauernhof?

Der Vater von unserem Ueli Jucker, Walter Jucker hat 1992 eine Familienchronik verfasst. Daran wollen wir euch teilhaben lassen. Über die nächsten Wochen erzählen wir in einer mehrteiligen Serie die Jucker’sche Familiengeschichte.

Aus Gründen des Überblicks beginnen wir mit einer kurzen Aufstellung der Vorfahren von Beat und Martin Jucker. Die vielen Uelis haben wir der Einfachheit halber chronologisch nummeriert.

Ueli Jucker der I. – der den Juckerhof hier gekauft hat
*1854
+1919

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Ueli Jucker der II. - der kurz vor seinem Vater gestorben ist
*1887
+1919

|

Walter Jucker - der die Chronik geschrieben hat
*1915
+1995

|

Ueli Jucker III. - der den Juckerhof in einen Obstbaubetrieb verwandelt hat
*1941

|

Beat und Martin Jucker
*Anfang 1970er ;-)

Seit 1907 in Seegräben

Der Ur-ur-Grossvater von Beat und Martin Jucker hiess ebenfalls Ueli Jucker (I.), genauso wie sein Sohn (II.), der Grossvater von Ueli Jucker (III.) ebenfalls Ueli Jucker hiess.

Dieser Ur-ur-Grossvater namens Ueli Jucker hatte im Tösstal im Weiler Waltenstein bei Schlatt einen Hof. Die Gebäude waren baufällig und der Hof zu klein. Auf der Suche nach einem grösseren Betrieb stiess er auf den Juckerhof in Seegräben. Beziehungsweise auf einen Teil davon. Denn der Juckerhof, wie man ihn heute kennt, waren früher 3 separate Höfe. Zum ersten Teil, den Ueli Juckers Urgrossvater kaufte, gehörte das Wohnhaus, in dem sich heute die BuureStube, die DenkStube und die Büroräume befinden, sowie ein Teil der angrenzenden Scheune. Die anderen Teile mit dem heutigen Wohnhaus und dem Schürli kamen erst später dazu.

Am Anfang gehörte nur der weisse Wohnhausteil und ein Teil der Scheune den Juckers...
Das heutige Wohnhaus und das Schürli kamen erst später dazu...

Grosses Leid in jungen Jahren

Walter Jucker war 4 Jahre alt, als ein harter Schicksalsschlag die Familie traf. Sein Vater (Ueli Jucker II.) hatte sich bei der Arbeit an den Obstbäumen stark erkältet und sich ein unheilbares Nierenleiden zugezogen. Die Nieren schrumpften langsam zusammen und am Karfreitag 1919 starb er im jungen Alter von 32 Jahren. Er hinterliess seine Frau mit 3 Kindern im Alter von 8, 4 und 2 Jahren.

«Während des Leidmahls in unserer Stube bekam unser Grossvater plötzlich heftige Bauchschmerzen und musste sofort ins Bett», schreibt Walter Jucker in der Familienchronik. Er starb am darauffolgenden Tag im Spital Wetzikon.

«Unsere Verwandten und Bekannten bekamen innert wenigen Tagen 2 Todesanzeigen mit dem gleichen Namen Ulrich Jucker. Im nahen Friedhof wurden die zwei Särge nebeneinander eingebettet», heisst es in der Familienchronik.

Ein herber Schlag: Die Mutter von Walter Jucker und dessen Grossmutter standen vor dem Nichts. Zu jener Zeit wurden die meisten Kinder in solchen Situationen in der Verwandtschaft «oder sonst» verteilt. Witwen und Waisen gab es nicht. Wie sollten sie den Hof alleine bewirtschaften? Das bäuerliche Leben war für alle Beteiligten schon damals hart, und nun fielen gleich beide Männer, die die harte körperliche Arbeit hätten machen sollen, auf einen Schlag weg.

Zum Glück gab es Hilfe. Wie die Geschichte weiter geht, erfahrt ihr im nächsten Teil…

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