Elisabeth, die Perle vom Bächlihof

12. Januar 2016 Valérie

Elisabeth ist die Perle vom Dienst im Hofladenrestaurant auf dem Bächlihof. Das herzliche Lachen ist ihr Markenzeichen, die Gäste lieben sie. Und sie die Gäste, wie aus dem Gespräch mit ihr klar wird.

Man schätzt sie hier auch aufgrund der hohen Flexibilität. Sie ist eine, die immer spontan einspringen kann. Und das heisst was: Fünf Kinder – bis auf eines alle (fast) erwachsen - hat sie gross gezogen und man sieht es ihr nicht an. Vielleicht liegt es an der gesunden Ernährung, für die sich brennend interessiert.

Elisabeth ist eine vielfältige Frau, die immer in Bewegung ist. Gestartet mit einer KV-Lehre auf einer Versicherung, war sie 6 Jahre lang auch Querflöten-Lehrerin, Vollzeit-Mami und hat bis vor kurzem auch Promotionen an verschiedenen Messen gemacht. Was sie in der Freizeit macht, erfährt man am Ende des Interviews. Wir durften Elisabeth am Cheminée im Schopf „ausfragen“ und sie hatte viel Spannendes zu erzählen.

Seit wann arbeitest du hier?

Gefühlte 3 Jahre! Nein im Ernst, ich wurde im August vor 3 Jahren in der Kürbissaison mitten ins kalte Wasser geschmissen. Ich bin eigentlich nicht vom Verkauf und es war schon eine ziemliche Herausforderung – wohl auch für die Leute aus meinem Team, die mich einarbeiten mussten ;-).

Was ist dein Job? Beschreibe doch mal einen Arbeitstag…

Ich arbeite 60% hier und komme immer sehr gerne. Je nach Dienst gestaltet sich der Tag etwas anders. Der Frühdienst beginnt zwischen 7 und 8 Uhr damit, alle Türen aufzuschliessen, die Kaffeemaschine in Betrieb zu nehmen, den Gebäck-Wagen zu decken, die Zmorge- und Brotecke einrichten. Das alles muss bis 9 Uhr fertig sein, denn dann kommen die ersten Leute. Am Computer checke ich die Reservationen und verteile die Reservationstäfeli auf die Tische. Wichtig ist auch, das Hofladenbuch gut anzuschauen, da stehen alle Änderungen drin. Und das sind zeitweise viele!

Wie bist du bei Jucker Farm gelandet? Warum arbeitest du hier?

Ich war mal wieder an einer Promotion und habe etwas verteilt, wobei ich nicht mit vollem Herzen dahinter stehen konnte. Ich wollte das eigentlich immer: Mit meinem ganzen Herz hinter dem stehen, was ich mache. Eines Tages war ich in den Sommerferien mit den Kindern Kanu-Fahren und wir kamen zum Zmittag auf dem Bächlihof vorbei. Den Bächlihof kannte ich schon von früher und ich war immer mal wieder hier. Zufällig stand an diesem Tag Markus am Grill, den ich von früher kannte. Ich sagte ihm: „Weisst du, das würde mir auch gefallen, an so einem Ort zu arbeiten“. Er wollte das weiterleiten und dann ging alles sehr schnell. Innerhalb eines Monats wurde ich zum Gespräch eingeladen und schwups – schon stand ich hinter dem Tresen – mitten in der Kürbissaison.

Was magst du an deiner Arbeit am liebsten?

Den Kontakt zu unseren Gästen. Ich liebe es, den Menschen hinter dem Gast zu spüren. Vielleicht erzählen mir deshalb die Leute immer Sachen, die sie sonst niemandem erzählen. Schön finde ich auch die Hilfsbereitschaft unter den verschiedenen Teams hier auf dem Bächlihof. Egal ob Obstbau, Eventservice oder Hofladen – alle helfen sich gegenseitig. Auch die Familie Bächli. Und ich denke, das macht den Bächlihof einzigartig. Besondere Freude habe ich auch an der Fundgrube, die ich als Projekt umsetzen durfte. Das war vorher ein Riesenpuff und nun haben wir ein tolles System. Die Sachen werden für 3 Monate aufbewahrt. Wenn sie dann nicht abgeholt werden, spenden wir sie einem guten Zweck.

Was würdest du anders machen? Was nervt dich hier?

Ganz ehrlich: Die Abräumstation ist mir ein Dorn im Auge. Hier wünsche ich mir eine andere Lösung für unsere Gäste. Und was ich auch schade finde ist, dass es manchmal aufgrund von einem grossen Firmenanlass nicht möglich ist, den anderen Besuchern auf dem Hof immer eine gemütliche Ecke zu bieten.

Was machst du am liebsten, ausserhalb der Arbeit?

Ich interessiere mich für Ernährung und lese sehr viel darüber. Überhaupt ist mir ein gesunder Lebensstil wichtig. Ich gehe 3-4 Mal die Woche Joggen, Schwimmen oder Langlaufen. Ich bin auch schon Marathons gelaufen. Den Engadiner Langlaufmarathon mache ich dieses Jahr zum 4. Mal. Da geht’s aber mehr darum, einfach am Ziel anzukommen. Und mein neuestes Steckenpferd ist das Motorböötli-Fahren. Ich habe kürzlich die Motorbootprüfung gemacht und freue mich schon sehr auf nächsten Sommer.

Hast du Zukunftsträume, die du uns verraten magst?

Ich würde 2017 wahnsinnig gerne nochmal mit meiner Familie eine kleine Reise unternehmen. Wohin, weiss ich noch nicht. Für den Bächlihof wünschte ich mir manchmal genauere Informationen bis ganz runter. UND, dass mehr Leute auf dem Bächlihof Mittagessen kommen :-).