Erdbeerconfi im Winter?!?

27. Januar 2016 Valérie

Mitte Januar und das Regal ist voller Erdbeerconfi – produziert im November 2015. Was soll das? Wir kochen doch saisonal! Und Erdbeeren haben im November und Januar nun wirklich keine Saison…

Bereits letztes Jahr war das ein grosses Thema bei unseren Kunden. Hans W. aus Z. hat sich via Feedback an uns gewandt mit der Frage, warum wir denn im Winter frische Erdbeerkonfi machen, die hätten ja gar keine Saison.

Hauptsaison des Konfi-Kochens ist natürlich dann, wenn die Beeren erntereif sind und gepflückt werden möchten – von Spätfrühling bis Anfang September. Dann landen Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren von unseren Feldern und Sträuchern in rauen Mengen im Glas.

Beeren im Winterschlaf

Ein Rest bleibt jedoch, da die Kürbissaison ohnehin eine bewegte Zeit ist, schafft es unsere HofChuchi – die ja sämtliche Einmachprodukte selber produziert – nicht, alles im Moment selber zu verkochen. Eine Restmenge bleibt. Was von den Beeren der Saison übrig bleibt, geht in den Tiefkühler und bleibt dort für rund sechs Monate. Mitten im Winter also werden sie aufgetaut und zu Konfi verkocht, und aus unserer HofChuchi riecht es wieder süss.

Warum Konfi im Winter?

Wir möchten überschüssige Beeren der Saison nicht verfaulen lassen und wegwerfen müssen, deshalb frieren wir sie ein. Sind sie wieder aufgetaut, hat sich ihre Konsistenz aber verändert – das Wasser in ihren Zellen war gefroren, und mit dem Auftauen wird die Beere zu „Matsch“. Deshalb kann sie nun nur noch zu Konfi verkocht werden. Durch das Verkochen und die Zugabe von Zucker kann der natürliche Zersetzungsprozess der Beeren weiter aufgehalten werden. So bleibt auch für die kalten Wintermonate ein Glas voller Süsse und Vitaminen zum Geniessen, und die Beeren haben länger Saison – aber im Glas.

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