Fremdling im Getränkeregal

12. Dezember 2017 Valérie

Im 20 Minuten steht es: Die Äpfel werden knapp. Auch bei uns werden die ersten Folgen des Frosts im April für den Besucher sichtbar: Im Getränkeregal steht ein «Fremdling». Anstelle des gewohnten Jucker-Schorlis mit der dezenten Etikette steht hier ein bunter Vogel der Marke «Guldenberg».

Kein hofeigenes Schorli mehr?

Was ist passiert? Es ist kein Geheimnis mehr, dass uns der Frost im April einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht hat (zum Bericht). Es gibt viel weniger Äpfel als letztes Jahr. Most- wie auch Tafeläpfel werden viel früher ausgehen, als sonst.

Nur 2/3 der sonst benötigten Menge an Apfelsaft konnten wir einlagern. Es war von vornherein klar, dass wir Schorli zukaufen werden müssen. Und das machen wir nun, vom Betrieb der Familie Leinhard in Embrach (Guldenberg.ch). Sie verwenden ausschliesslich Schweizer Äpfel, und geben solchen aus der Region den Vorrang.

Die Alternative wäre gewesen, Äpfel aus Frankreich zu importieren und sie in unser Schorli zu schmuggeln. Das hätten wir aber hochgradig unehrlich gefunden. Deshalb haben wir uns entschieden, lieber Schorli von einem lokalen Produzenten zu beziehen.

Nur noch «fremdes» Schorli?

Sehen wir jetzt bis nächsten September kein eigenes Schorli mehr? Nein, nicht ganz. Wir werden uns für dieses Jahr wohl an den Anblick an den einen oder anderen Fremdling gewöhnen müssen. Doch unser Schorli wird trotzdem immer mal wieder auftauchen. Wir haben einfach beides an Lager, und werden den Bestand im Hofrestaurant immer mal wieder mit fremdem Schorli «strecken» müssen. Und je nach Standort werden unsere eigenen Schorlis früher oder etwas später ausgehen.

Warum wir nicht einfach unsere Tafeläpfel vermosten…

Kategorien:

Diese Seite Teilen: