Überschwemmte Spargeldämme

Garstige Bedingungen für Spargel & Co.

09. Juni 2016 Giacinto

Ist’s im Juni warm und vor allem nass, gibt’s viel Frucht und grünes Gras. Wenn man der alten Bauernregel glauben will... Tatsache ist, dass die häufige Feuchtigkeit seit Mitte Mai und der Hagel beträchtliche Spuren hinterlassen haben. Diese wirken sich sogar bis in die Erntetätigkeiten 2017 aus.

Glück im Unglück für Apfel & Co.

Unwettermässig hatten wir auf unseren drei Höfen in Rafz, Seegräben und Jona richtig Schwein. Einzig in Seegräben hat es einzelne Schäden gegeben. Somit werden einige hundert Kilo Äpfel nicht auf dem Tisch sondern in der Mosterei landen. Die Mega-Unwetter sind manchmal nur haarscharf an unseren Höfen und Feldern vorbeigezogen. Sogar die neuen Reben am See-Hang in Seegräben haben den garstigen Bedingungen getrotzt.

So werden die Dämme trocken gelegt
Für trockene Füsse auf dem Feld

Spargel leidet

„Beim Spargel macht das viele Wasser den Wurzeln zu schaffen. Dort wo das Wasser zwischen den Dämmen steht, kommt keine Luft mehr an die Feinwurzeln. Wenn das länger andauert, wie in dieser Saison, kann das die Wurzeln und damit auch den Ertrag schwächen“, erklärt unser Spargelexperte Walter Pfister. Bei den 3-jährigen Junganlagen und den bedeckten Feldern sollte die Ernte jetzt dringend gestoppt werden, damit sich die Pflanze für die nächste Saison erholen kann. „So lange das Wasser aber in den Reihen steht und es immer wieder regnet, ist das Befahren der Felder unmöglich und so sind wir fast gezwungen noch weiter zu ernten obwohl die Pflanzen Reserven für das kommende Jahr aufbauen sollten“, so Pfister weiter.

Kurzfristig gesehen hat die Nässe also keinen direkten Einfluss, ausser dass die Ernte sehr mühsam ist. Langfristig ist jedoch die Ernte in der Spargelsaison 2017 durch das aktuell langsame Vorwärtskommen in Gefahr.

Kürbisse haben es schwer

Obwohl die Kürbisfelder erst kürzlich (zwischen 1. und 20. Mai) angesät wurden, ist das Risiko für einen Ernteausfall im Herbst jetzt besonders gross. Durch das nasskühle Wetter sind viele Samen im Boden gefault, statt zu keimen. Der Kürbis - als Wärme-liebende Pflanze - mag es richtig heiss und das Wetter der vergangenen Wochen behagt den Pflanzen gar nicht.

Natürlich wird versucht, Felder mit vielen Lücken nochmals neu anzusäen, doch das ist gerade für eine frühe Ernte viel zu spät. „Die Natur fordert uns immer wieder aufs Neue heraus und das macht den Job hier auf dem Spargelhof in Rafz so spannend“, erklärt Spargelhof-Chef Walter Pfister.

Mit dem Traktor auf dem Kürbisfeld
Das Wetter behagt den Kürbissamen nicht

PS: Die nassen Bedingungen sind auch für andere Erlebnisse auf den Juckerhöfen nicht gerade „lässig“. So kann in Seegräben aktuell die Strohhüpfburg nicht erneuert werden. Dafür ist Spiel und Spass in unserem ÖpfelGarten und dem Barfusserlebnis auf dem Juckerhof auch bei schlechtem Wetter garantiert.

Das Wetter bleibt weiterhin unbeständig und immer wieder nass.