Hatschi – Xundheit!

15. Dezember 2016 Nadine

Kommt die Kälte, kommt die Grippe. Viren gehen um und machen uns krank. Doch nicht nur Menschen sind von Viren betroffen, sondern auch Obst- und Gemüse, Tiere und sogar Computer. Gerade in einem Betrieb wie der Jucker Farm, muss man sich in vielen Bereichen vor Viren schützen. Meist nützen jedoch bereits kleine Vorsichtsmassnahmen…

Hygiene geht vor

Viren werden unter anderem via Hautkontakt und über die Luft übertragen. Gerade wer mit Lebensmitteln arbeitet oder Kunden bedient, muss deshalb darauf achten, dass er oder sie nicht zur „Virenschleuder“ wird. Hier hilft regelmässiges Händewaschen und –desinfizieren am effektivsten. Das gilt übrigens auch für die Bürogummis unter uns, wer mag es schon, wenn sich die Grippe von Schreibtisch zu Schreibtisch weiterverbreitet? 

Bäcker bei der Arbeit
Wichtig im Umgang mit Lebensmitteln...
Zwetschgenwähe
...gute Hygiene!

Können Äpfel niessen?

Nein, aber auch Obst und Gemüse können einen Virus einfangen. Hier ist wiederum Vorsorge der beste Schutz. Stefan Bächli, unser Obstbauchef erklärt mir, dass wir nur Pflanzenmaterial verwenden, das von Beginn an virusfrei ist. „Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Insekt die Krankheit überträgt ist sehr klein“, sagt Stefan. Trotzdem sind in Europa rund 300 verschiedene Pflanzenvirusarten bekannt, welche diverse Krankheiten hervorrufen können.

Beim Kürbis gibt es z.B. einen Virus, der von Blattläusen übertragen wird. Die Folgen sind Kümmerwuchs und kleine Früchte. Beim Mandarin oder dem Orangen Knirps, deren Markenzeichen ein knalliges Orange ist, erhalten einen Grünstich. „Wir bekämpfen die Blattläuse, um eine Verbreitung zu verhindern“, erklärt Walter Pfister, unser Produktionsleiter aus Rafz. 

Vogelgrippe

Ein unschönes Thema, aber leider ist die Vogelgrippe wieder auf dem Vormarsch. Der Bund hat sofort Massnahmen ergriffen, um das heimische Geflügel zu schützen. Betroffen sind auch unsere Weidegänse. Seit Mitte November dürfen Sie nicht mehr nach draussen, da die Gefahr besteht, dass sie von Zugvögeln angesteckt werden. Zum Glück – kann man sagen – brach die Grippe so spät aus. So konnten die Gänse wenigstens den Sommer und einen grossen Teil des Herbsts auf der Weide geniessen. Mehr zu unseren Weidegänsen lesen Sie in diesem Farmticker-Bericht.

Oranger Knirps Hokkaido
Der Orange Knirps besticht durch seine gesunde Farbe.
Die Gänse, als sie noch raus durften...

Achtung Malware!

Auch Computer sind nicht gefeit vor Viren. Die Logik ist dieselbe; schnelle Übertragung, unsichtbar (zumindest auf den ersten Blick) und gefährlich. Die Masche der Internet-Betrüger wird immer ausgeklügelter, es ist ein sehr lukratives Business entstanden. Es gibt unzählige Arten von Computerviren und ganz unterschiedliche Verbreitungsmechanismen. Beliebt sind z.B. Viren, die getarnt als Excel- oder PDF-Dateien per Mail versandt werden. Oft haben die Mails Absender, die dem Empfänger bekannt sind oder der Mail-Betreff ist vertrauenserweckend. Man stelle sich vor, ein „Bewerber“ schickt einer Personalverantwortlichen ein solches Mail und schreibt in den Betreff „Bewerbung“ und das PDF hat den Namen „Lebenslauf“. Wer würde dieses Mail schon nicht öffnen? Zum Glück riecht nur ein Klick oft nicht, um den Virus zu aktivieren. Häufig erscheinen zuerst Fehlermeldungen, wenn die Person versucht die Datei zu öffnen. Das ist ein klares Warnsignal!

Fazit: Vorsicht ist besser als Nachsicht

Ob der Virus nun Computer, Tiere oder Kürbisse angreifen will – meist helfen Vorsichtsmassnahmen und das Bewusstsein für die Gefahren. Wir wünschen gute Gesundheit und eine virenfreie Weihnachtszeit! 

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