Jungbrunnen Heidelbeere

16. August 2016 Giacinto

Die Heidelbeeren sind bei uns auf den Höfen die grossen Stars im Moment. Sie sehen nicht nur toll aus, sondern sind so vitaminreich, dass sie sogar einen vorzeitigen Alterungsprozess der Haut ausbremsen können.

Der Heidelbeerstrauch

Das Holz der Triebe ist hart und spröde, die Rinde grau und rissig und wächst stark verzweigt. Die Blätter stehen wechselständig am Spross. An der Unterseite sind sie heller gefärbt und zumindest an der Nervatur, meist leicht behaart. Die gelblich weissen bis zart rosafarbenen Blüten sind krugartig geformt. Von Juli bis September tragen die Pflanzen Früchte. Die Heidelbeere kennt verschiedene Namen: Blaubeere, Bickbeere, Mostbeere, Schwarzbeere, Taubeere, Heubeere.

Bei uns auf dem Jucker- oder Bächlihof können die Gäste bis Ende August auch selber auf Heidelbeeren-Jagd gehen:
Selber Pflücken - das tolle Familienerlebnis in Jona und Seegräben.

Kulturheidelbeeren in Jona

Geschichte

Bereits in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts bauten nordamerikanische Farmer in ihren Hausgärten die ersten Wildformen von Heidelbeeren an. Meist ohne grossen Erfolg, denn die Beeren blieben sehr unterschiedlich in Grösse, Form und Geschmack. Sie kamen zu der Auffassung, „Blueberries“ liessen sich nicht für den Markt kultivieren. Erst eine Pflanzenzüchterin veranlasste um die Jahrhundertwende ein Programm zur Auslese geeigneter Heidelbeersträucher.

Herkunft

Kulturheidelbeeren sind durch Züchtungen heimischer Pflanzenarten hervorgegangen und stammen aus den USA und Kanada.

Wissenswertes

Heidelbeeren sind auf eine gleichmässig hohe Bodenfeuchtigkeit angewiesen. Sie verfügen nicht über spezielle Anpassungen an wechselfeuchte Bedingungen, so dass es bei Trockenheit schnell zu hohen Wasserverlusten und Blattschäden kommt.

Heilkunde: Die Wirkung wird als adstringierend (adstringierende Mittel verändern Eiweisse des Körpers, bis sie funktionslos werden können. Dadurch kann sich zum Beispiel über Wunden und Schleimhäute eine Schutzschicht bilden, welche die Heilung fördert), antidiabetisch, antiseptisch, blutstillend, gegen Durchfall wirkend, beschrieben. Der Saft der Beeren kann zum Gurgeln bei Entzündungen des Mund- und Rachenraumes, äusserlich bei Wunden und Ausschlägen angewandt werden. Heidelbeeren werden für Menschen empfohlen, die unter Nachtblindheit und Lichtempfindlichkeit leiden. 

Vom Feld direkt auf den Teller

Geschmack

Der Geschmack der Heidelbeere ist sehr fruchtig und süss säuerlich. Die Kulturheidelbeere ist nicht ganz so aromatisch, wie die wilden Heidelbeeren, dafür sind sie aber wesentlich grösser und länger haltbar.

Zubereitung

Heidelbeeren werden frisch in Obstsalat, Backware wie Muffins, Pfannkuchen, Heidelbeerkuchen oder Torten, in Milchspeisen wie Quark oder Joghurt und Kompott verwendet. Ideal sind Heidelbeeren für Gelees oder Konfitüren denn durch ihren Pektingehalt (Ballaststoffe), gelingen sie besonders gut. Frische Heidelbeeren, lassen sich auch problemlos tiefgefrieren, wobei die Ware kaum Qualitätsverluste erleidt.

Heidelbeeren bei der Jucker Farm

Auf unseren Höfen in Rafz, Seegräben und Jona kultivieren wir gut fünf Hektaren Heidelbeeren mit viel Liebe und Aufwand. Bei unseren Beeren spricht man korrekterweise von Kulturheidelbeeren oder Blaubeeren. Der einfachen Kommunikation zuliebe haben wir aber bewusst darauf verzichtet, diese feine Unterscheidung hervorzuheben. Besonders in Inseraten wird der Platz für Erklärungen jeweils rasch knapp. Tatsächlich eignen sich wilde Heidelbeeren nicht für den kultivierten Anbau. Es stimmt, sie sind kleiner, und durchgehend blau. Welche nun besser schmecken ist jedem selber überlassen. Manche mögen die Wilden lieber wegen des intensiveren Aromas, wieder andere mögen die Kulturheidelbeeren lieber, da diese grösser und saftiger sind.