Kein Couch-Potato

14. Februar 2017 Valérie

„Mit mir Fernsehen schauen ist nicht lustig, nach 5 Min. schlafe ich ein“. Das ist Marion. Sie ist seit einer gefühlten Ewigkeit bei uns in der Küche. Fast sieben Jahre.

Nach der Lehre im Spital Wetzikon, hatte sie Blut geleckt und wollte ins „grosse Gastgewerbe“. Erste Station war dann das „Dörfli“ in Maur. Da hatte sie aber nach 4 Tagen einen Töffunfall, kam dann für 3 Wochen zurück - nur das Dörfli ging leider Konkurs.

Aber Marion wäre nicht Marion, wenn sie nicht sofort etwas Neues gefunden hätte. Ohne grossen Unterbruch bekam sie einen tollen Job in der Bleichi Wald. Da wäre sie auch heute noch, wären da nicht die Arbeitszeiten mit Zimmerstunde. Nach 3.5 Jahren schaute sie sich nach einer Stelle um und landete auf dem Juckerhof.

Seit wann arbeitest du hier?

Seit dem 1. Mai 2010. Schon ewig! Wir sind also quasi im verflixten 7. Jahr ;-). Ich hätte nicht gedacht, dass ich so lange hier bleibe. Aber jetzt bin ich immer noch da.

Was ist dein Job?

Kochen. Zusammen mit 2 Kollegen bin ich Stv. von unserem Chuchi-Chef. Angefangen habe ich hier als Jungköchin, war dann Chef de Partie und jetzt eben in einem lässigen Führungsteam. Von den Bestellungen übers Rüsten, oder Zubereiten mache ich alles – das volle Programm.

Wie bist du bei Jucker Farm gelandet?

Durch ein Inserat. Als ich hergekommen bin, hatte erst mal einen Schock! Es wurde gerade umgebaut und es war alles ein Riesenchaos.

Warum hast du den Job trotzdem genommen?

Ganz ehrlich? Ich wollte anständige Arbeitszeiten, ohne Zimmerstunde. Die ersten zwei Monate waren schon hart. Aber ich bin nicht der Typ, der einfach so schnell abbricht. Und es hat sich gelohnt, durchzubeissen. Ich kam aus einer à la Carte Küche, in der alles schön strukturiert ablief und traf hier auf das pure Gegenteil. Es war ein Riesenpuff! Anfangs musste ich die Pouletschnitzeli vom Gasgrill draussen noch durch ein kleines Fensterli ins Hofrestaurant reinreichen.

Dafür hatte ich hier nie gekannte Freiheiten. Man durfte hier einfach machen. Und das Team war der Hammer. Klein und herzlich. Der Zusammenhalt war super. Das war schlussendlich, was mich die ganzen Jahre über hier gehalten hat. Und natürlich, dass die Infrastruktur laufend verbessert wurde. Man hat gesehen, dass immer etwas geht. So kommt man auch mit chaotischen Zuständen besser klar.

Was magst du an deiner Arbeit am liebsten?

Alles.

Hier kannst du alles machen. Ich finde es auch mal cool, 1 Stunde lang nur zu Rüsten. Aber genau so lässig ist es, à la Carte Menus zu kochen, oder bei der Massenproduktion an Banketten Vollgas zu geben.

Man kann mit wenig so viel machen, wenn man sich ein Bisschen Mühe gibt.

Was nervt dich hier?

Von den 10 Stunden, die ich arbeite, bin ich 2 Stunden am Ware zusammensuchen. Das nervt mich wirklich. Irgendwie ist es nicht möglich, hier Disziplin rein zu bringen. Warum, weiss ich auch nicht.

Was machst du am liebsten ausserhalb der Arbeit?

Ich bin am liebsten draussen. Am Weekend mit dem Freund in die Berge, zum Wandern, oder jetzt im Winter Snowboaden. Oder mit dem Velo oder Töff unterwegs sein. Shoppen geht auch.  Hauptsache nicht zuhause Rumhängen. Ein Couchpotato bin ich definitiv nicht.

Hast du Zukunftsträume, die du uns verraten magst?

Gsund bliibe, ich hab ja alles!

Einen Zukunftstraum verwirkliche ich dieses Jahr: Nach vielen Jahren überlegen, ob ich die Diätkoch-Ausbildung mache, fange ich jetzt im März die Ausbildung zur Ernährungsberaterin an. Einfach um auch mal wieder den Kopf zu gebrauchen. 

Kategorien:

Diese Seite Teilen: