Land unter bei den Spargeldämmen

06. Mai 2015 Valérie

Landwirtschaftliche Arbeit ist nie gleich, nichts ist planbar. Das Wetter funkt immer mal wieder dazwischen.

So geschehen auch über das Wochenende. Nachdem wir in den letzten zwei Wochen einen Lehrbuch-Start in die Spargelsaison erleben durften, ist jetzt Land unter. Seit Anfang Mai hat es 83 Millimeter Niederschlag gegeben.

Das Resultat: Unsere Spargeldämme stehen unter Wasser.

Für die Spargeln an sich kein direktes Problem, aber für unsere Helden auf dem Feld weniger lustig. Die Spargelernte geht nämlich genau gleich weiter, nur watet man den ganzen Tag im Wasser und muss den Spargel aus der matschigen Erde graben. Bei Sonnenschein und in locker-luftigem Boden erntet es sich einiges leichter.

Trotzdem: So warm wie letzte Woche war es nicht. „Ist das Wetter ein Problem für die Spargeln?“, frage ich Walter Pfister, den Betriebsleiter von unserem Spargelhof in Rafz. „Das Wasser an sich ist kurzfristig kein Problem. Die tiefen Temperaturen haben aber schon zur Folge, dass die Spargeln langsamer wachsen. Wir schwimmen zwar, momentan aber nicht gerade im Spargel“, so Walter Pfister.

Längerfristig stehendes Wasser wäre ein Problem. Die Pflanzenknolle tief in der Erde würde zu wenig Luft bekommen, wenn der Boden nass ist. In Kiesböden läuft zudem das Wasser weniger gut ab, als in sandigen Böden.