Madame Lisette

13. Mai 2016 Valérie

Liz Burri ist aus dem Hofladen auf dem Juckerhof in Seegräben nicht mehr wegzudenken. Angefangen hat die Seegräbnerin vor fast 10 Jahren, als hier noch alles anders war. Und sie ist geblieben. 

„Madame Lisette“, wie wir sie gerne nennen ist immer für einen Schwatz zu haben und verbreitet im Hoflädeli gute Stimmung. Ohne ihren Hund „Chilli“ trifft man sie selten an, ausserhalb der Arbeit. Ausserdem ist sie unser aller Vorbild was das Ziel „Jungbleiben“ anbelangt. Immer frisch und poppig angezogen – aktiv ist nur ihr Vorname. Vor einem Jahr hat sie mit Malen angefangen und ist seither glücklich mit ihrem neuen Hobby.

Seit wann arbeitest du hier?

März 2007, kurz nach meinem 50. Geburtstag! Nächstes Jahr sind das schon 10 Jahre her. Es hat sich einiges verändert seither. Ich habe noch gearbeitet, als man „nur“ zum Einkaufen hierher gekommen ist und mit dem Auto noch vor den Hofladen fahren durfte. Den Kafi hat man nur nebenbei genommen und man musste ihn selber rauslassen. Ab und an hiess es dann mal: „Fröläin, s hätt e kä Milch meh!“ :-)

Wie bist du bei uns gelandet?

Ich habe ja schon länger in Seegräben gewohnt. Gelernt habe ich Coiffeuse. Aber nachdem ich mehrere Jahre als Hausfrau für meine Kinder da war, wollte ich wieder etwas nebenher arbeiten. Elisabeth Tobler war damals bei uns Hofladenchefin und hat gemeint, das wäre auch was für mich… Dann bin ich ziemlich schnell zum „Gmües-Fraueli“ bestimmt worden. Und ich habe noch heute die Verantwortung über Gemüse und Frischprodukte.

Treuer Freund in guter Erinnerung
Tolle Bilder aus dem eigenen Atelier

Was ist dein Job? Beschreibe einen Arbeitstag…

Um 8 Uhr starte ich mit der Temperaturkontrolle an allen Kühlschränken, dann räume ich das frischgebackene Brot aus unserer HofBäckerei ein, dann kommt das Gemüse in die Auslage, natürlich gerüstet, damit es schön aussieht. Dann kontrolliere ich bei Fleisch und Käse etc. die Daten. Zwischendrin kommen natürlich immer wieder Kunden, die es zu bedienen gilt und dann ist schon bald Mittag. Neu kümmern wir uns auch um die Apfel-Auslage. Das hat vorher das Obstbau-Team gemacht. Normalerweise arbeite ich 3 ganze Tage die Woche. In der Kürbiszeit kann es auch mal einen Tag mehr sein. Wenn’s brennt bin ich flexibel. Ich bin ja schnell da, muss nur einmal „umgheie“ :-).