Menschliche Wundertüte

06. Juli 2018 Valérie

«Bei mir ist nichts in einer Schublade. Neue Ideen sind immer prinzipiell gut. Drum gefällt mir auch die Philosophie von Jucker Farm», sagt Petra über sich selbst.

Und tatsächlich: Beim näheren Hinsehen zeigt sich: Petra ist bunt. Eine menschliche Wundertüte. Da ist alles drin. Gelernt hat sie Verkäuferin bei der Migros. In der Nonfood-Abteilung, bei der Damenunterwäsche. Aber das spielte in ihrem weiteren Leben eigentlich gar nicht so eine Rolle, Petra ist seither durch alle erdenklichen Berufe vagabundiert. «Mir wird’s sonst einfach zu langweilig». Mit 19 war sie jüngste Rayonchefin bei der Migros. Ansonsten mag sie Zahlen und Technik und macht auch mal handwerkliche Sachen. Zeitungen verteilt hat sie auch schon.

Bei uns ist sie jetzt zufälligerweise Event-Animateurin. Und sonst hat sie noch ein Treuhandbüro, arbeitet als GL-Assistentin und bei Ikea. Da ist sie in der Logistik und bildet auch neue Mitarbeiter und Lehrlinge aus. Sonst arbeitet sie noch ehrenamtlich für «Tischlein Deck dich».

Petra ist hart im Nehmen. Ihre beiden Kinder hat sie alleine grossgezogen und es ist immerhin etwas aus ihnen geworden. «Ich habe immer biz jongliert und habe schon immer mehrere Jobs gehabt. Mit einem 100%-Job wäre das gar nie gegangen».

Seit wann arbeitest du hier?

Keine Ahnung, ca. 2012/2013

Was ist dein Job heute?

Event-Animateurin. Ich betreue Bauernturniere, mache Hofführungen, Kindernachmittage und  Moste mit unseren Eventkunden, oder unternehme Fackelwanderungen mit ihnen. Zudem mache ich an den Weekends in der Kürbiszeit manchmal den Parkdienst. Also ich bin die, die da steht, wenn frustrierte Leute mich anpfeiffen, wenn sie keinen Parkplatz mehr finden. Aber das macht mir nichts aus. Meistens kann ich ja helfen, kümmere mich um verlorene Handys, Kinder oder Portemonees. Ich habe auch schon einer Dame ihren Nissan Qashqai parkiert. Ich habe schon relativ gute Nerven.

Wie bist du bei Jucker Farm gelandet?

Über einen ehemaligen Eventmitarbeiter. Ich folge auf Facebook all jenen Firmen, die ich gerne als Arbeitgeber hätte. Dann habe ich die Ausschreibung gesehen für den Hof-Animationsjob. «Spontan und flexibel» musste man sein, das hat mich direkt angesprochen.

Was gefällt dir hier?

Vor allem die Abwechslung, und das vieles draussen stattfindet. Ich bin gern spontan, nichts ist fix geplant.

Was magst du weniger gern an deiner Arbeit?

Die Unordnung. Unsere Bauernturnierscheune ist mir manchmal wirklich zu schmutzig. Wenn du nur 1x im Monat hier bist und genau dann ist es so dreckig und du musst zuerst alles aufräumen und kommst deshalb in den Stress, dann stinkt mir das manchmal.

Was machst du am liebsten ausserhalb der Arbeit?

Meine Jobs sind meine Hobbies. Das ist mein Glück. Das ist und war schon immer so. Fussball spiele ich noch. Beim FC Bauma. Die haben eine Seniorinnen-Mannschaft. Davon gibt’s nicht viele. Ich habe mit 14 Jahren angefangen und war dann bald in der Auswahl für Schweizer Nati.

Hast du Zukunftsträume, die du uns verraten magst?

Mal auf dem Bauernhof oder in den Bergen wohnen. So auf die Alp, das wäre cool. Das mache ich mal, wenn ich pensioniert bin.

Oder: Wenn ich doch mal noch den richtigen Mann treffe, würde ich auswandern. Zum Beispiel nach Kanada. Oder Russland, an den Baikalsee oder so. Es gibt so viele Gegenden, die spannend wären.

 

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