Naherholungsgebiet Pfäffikersee immer beliebter

07. Juni 2016 Giacinto

Klar, denn wer einmal den See, die Aussicht auf die Voralpen und Alpen sowie die Nähe entdeckt hat, der ist schnell schwer verliebt in das kleine Juwel. Der Pfäffikersee mit seinem Schilfgürteln gehört seit 1977 zu den „Landschaften von nationaler Bedeutung“, also zu geschütztem nationalen Gut. In den nicht zugänglichen Rietbereichen findet man eine einzigartige Flora mit typischen Hochmoor- und Flachmoor-Pflanzengesellschaften.

Seegräben als beliebtes Ausflugsziel

Nun liegen amtliche Beweise dafür vor. Die vom Kanton Zürich in Auftrag gegebene Befragung für die „Zukunftswerkstatt Seegräben – Juckerhof“ von 2‘200 Besuchern in Seegräben zeigt erstaunliche Ergebnisse. Rund 60 % nutzen das Ausflugsziel Seegräben als Startpunkt für Wander- und Erholungserlebnisse und verbinden damit auch einen Besuch auf dem Juckerhof. Nur 20 % besuchen ausschliesslich den Juckerhof und weitere 20 % kommen ausschliesslich zum Wandern und Erholen nach Seegräben.

Die Befragung vom Institut für Raumentwicklung der Hochschule Rapperswil hat zwischen Mai und Dezember 2015 noch mehr spannende Fakten sammeln können. So zum Beispiel stammen die meisten Besucher aus der unmittelbaren Umgebung: Wetzikon, Pfäffikon, Uster oder Seegräben sowie aus der Stadt Zürich.

Auto statt Zug

70 % der Besucher benutzen für die Anreise nach Seegräben das Auto und parkieren auf dem Gemeindeparkplatz. Als Park-Alternativen werden der Bahnhof Aathal, die Badi Auslikon oder der Lidl-Parkplatz in Pfäffikon genutzt. 

Viele Wege führen um den Pfäffikersee
Der Juckerhof - herrlich auch zu Fuss erreichbar

Angrenzende See-Gemeinden sitzen im gleichen Boot

Martin Jucker, VR-Präsident der Jucker Farm AG betont: „Aus diesen Ergebnissen stellen sich für die Zukunft im Naherholungsgebiet Pfäffikersee viele Fragen, welche geklärt werden müssen, wie zum Beispiel:  Wie kann das Parkplatzangebot für das Erholungsgebiet Pfäffikersee besser gebündelt werden und wie kann eine auf den Erholungsverkehr ausgerichtete öV-Erschliessung realisiert werden.“

Gesamte Ergebnisse der Besucherbefragung

Gemeinsam sind wir stark

„In dieser Umfrage sieht man klar, dass nicht der Juckerhof allein der Auslöser der Verkehrsprobleme in Seegräben ist, zusammen mit den Behörden sind wir jetzt gefordert, Lösungen für das ganze Gebiet zu finden“, so Martin Jucker weiter. „Für die meisten Besucher wäre auch eine kleine Wanderung oder Velotour eine gute Alternative, unser Naturschutzgebiet zu schonen und der Gesundheit etwas Gutes zu tun. Hier muss auch jeder Einzelne Selbstverantwortung übernehmen“, fordert Jucker auf.

Die „Zukunftswerkstatt Seegräben – Juckerhof“ hat zum Ziel, die Erreichbarkeit von Seegräben mit dem öffentlichen Verkehr zu verbessern und den Suchverkehr durch die Autobenutzer zu reduzieren.

Der Juckerhof wird weiterhin seine Verantwortung für ein möglichst gutes Funktionieren des Verkehrskonzept in Seegräben wahrnehmen und seine mittlerweile grosse Erfahrung darin auch in die Arbeitsgruppe einbringen.

Nachtrag vom 13. Juni

In den Medien wurde letzte Woche die sogenannte "Phase rot mit verkehrsfreiem Dorfkern in Seegräben" angekündigt. Diese Phase gibt es in unterschiedlicher Umsetzung bereits seit 10 Jahren an Tagen mit hohen Besucherzahlen im Herbst.

Es werden gleich viele Parkplätze zu Verfügung stehen wie üblich. Sobald der Gemeindeparkplatz voll ist, werden weitere Besucher ins Aathal umgeleitet, wo ein Shuttlebus zu Verfügung steht. Der Suchverkehr in Seegräben soll so verringert und die Anwohner entlastet werden.

Die erste Umsetzung dieser "Phase rot" findet frühestens Mitte September 2016 statt.

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