Ode an die Schenkeli

09. Februar 2017 Valérie

Es ist wieder Fasnachtszeit. Und – so manchen freut's ungemein – «Schänkeli-Ziit». Wer mag sie schon nicht, die knusprig-butterigen Schenkeli. Zusammen mit den Fasnachtschüechli gehören sie zu den populärsten Gebäcken der Fasnachtszeit.

Fett und Zucker

Warum diese deftigen, frittierten Spezialitäten ausgerechnet in der Fasnachtszeit Hochkonjunktur haben hat einen einfachen Grund, wie man auf Schwyzkultur.ch nachlesen kann: Die Fas(t)nacht war die letzte Möglichkeit, vor der sechswöchigen Fastenzeit vor Ostern, nochmal so richtig reinzuhauen. Und da die Nahrungssicherheit früher nicht so gross war wie heute, hat man sich die höchstmögliche Kalorienzahl einverleibt.

1 cm dicke Rollen formen
Der "Einteiler" macht gleich grosse Stücke

Tatsächlich sind Schenkeli ganz oben in der Kalorientabelle. Mit ca. 412 kcal / 100 Gramm bewegen sie sich in bester Gesellschaft mit Snickers und Buttergipfeli. Nur die Erdnussbutter hat mit 588 kcal noch mehr, und bei 770 kcal sind wir bei der puren Butter.

Aber davon lassen wir uns die Lust an den Schenkeli nicht verderben. Vor allem nicht, wenn wir unserem Florian Reimann aus der HofBäckerei bei der Produktion über die Schultern schauen dürfen ;-).

Noch schnell mit dem Hofladen Jona am Telefon...
Oben angekommen: die Schenkeli nehmen Form an.

Hausgemacht in unserer HofBäckerei

In die Schenkeli kommen Weissmehl, Butter, Zucker, Eier, Zitronenschale, Backpulver, Milch und Salz. Den Teig haben unsere HofBäcker schon am Tag zuvor gemacht. Unser Rezept ist geheim. Aber für alle, die die Schenkeli nachbacken wollen, gibt es online zahlreiche Rezeptvarianten (Betty Bossi, Annemarie Wildeisen). Traditionelle Schenkeli-Rezepte findet man auf dem Blog von Doazmol-Rezepte.ch

Schön goldbraun sollen sie sein...
Flo verhilft zu gleichmässiger Bräune

Als erstes schmeisst Flo die Fritteuse an, in der feines Rapsöl anfängt, heiss zu werden. Und da ich mit meinem Fotoapparat sonst nur blöd rumstehe, helfe ich kurzerhand mit. Zuerst rollen wir den Teig in ca. 1cm dicke Rollen. Damit alle Schenkeli gleich lang werden, benutzt Flo einen «Einteiler», den er auf 10cm einstellt. Die Schenkeli werden beim Frittieren etwas kürzer. Als wir genug Rölleli beisammenhaben, werden sie in den Frittierkorb gepackt und ins 180 Grad heisse Öl getaucht. Da dürfen sie gute 4 Minuten «bädele». Am Anfang ruhen sie noch träge am Grund des Fett-Teichs. Nach etwa einer Minute schweben sie nach oben wie kleine Luftballons. Nach weiteren 2-3 Minuten haben sie ihre perfekte, goldbraune Farbe und dürfen zum Auskühlen und Abtropfen an die frische Luft.

Voilà!

Einmal Abtropfen bitte!
Mhmmmm!!! <3

Eigene Fritteuse

Ungefähr 1x die Woche produzieren wir momentan frische Schenkeli. Je nach Nachfrage hält der Vorrat ca. 3- 7 Tage. «Eine eigene Fritteuse haben wir erst seit kurzem. Vorher mussten wir immer eine mieten, wenn wir Berliner machen wollten», sagt Flo. Das freut uns, denn wenn die Fritteuse schon mal dasteht, machen unsere HofBäcker bestimmt viiiel häufiger die feinen Berliner und Schenkeli. Dringende Wünsche dürfen jederzeit bei uns abgegeben werden ;-).

 

En Guete!

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