Konfitüren im Glas statt Plastik

Plastik, Plastik überall

08. März 2017 Nadine

Laut Plastics Europe wurden 2014 global 311 Millionen Tonnen Plastik produziert. In Europa waren es 59 Millionen Tonnen. Seit 2006 ist die Produktion in Europa jedoch um 3% gesunken. Good News? Jein, denn gleichzeitig ist die Produktion in China von 2006 bis 2014 um 5% gestiegen. Spitzenreiter bei der Plastiknachfrage in Europa ist Deutschland. Die Schweiz kommt an 13ter Stelle. Fast 40% des Plastiks wird für Verpackungen verwendet. 

Schön ist, dass das Recycling von Plastik von 2006 bis 2014 in ganz Europa um 64% gestiegen ist. Doch nicht jede Plastikart kann rezykliert werden. Die zweitbeste Methode ist, den Plastik energetisch zu verwerten, also zu Strom zu machen. Diese Methode hat ebenfalls um 46% zugelegt. Schädliche Mülldeponien sind seit dem Jahr 2000 in der Schweiz verboten. In ganz Europa gab es im Jahr 2014 im Vergleich zu 2006 38% weniger solcher Deponien. 

Plastik im Meer

Der WWF geht davon aus, dass in jedem Quadratkilometer Meer rund 46'000 Plastikteile schwimmen. Pro Jahr kommen 7 Millionen Tonnen dazu. Die Rede ist hier insbesondere von Mikroplastik, also winzig kleine Plastikteile, die in vielen Zahnpastas sowie Kosmetikprodukten (vgl. Kassensturz-Sendung vom 18.10.2016) enthalten sind. Die Kläranlagen können diese Teilchen nicht filtern, wodurch sie in Gewässer gelangen. Grössere Plastikabfälle stammen von Schiffen (z.B. Fracht, die von Bord geht), vom Fischfang (z.B. herrenlose Netze) oder von Ländern in Küstennähe, die leider oft ihren Abfall im Meer entsorgen.

Jeder kennt die Schockbilder, bei denen Schildkröten in Sixpack-Verpackungen eingeklemmt sind oder Delfine sich nicht mehr aus Fischernetzen befreien können. Was viele nicht wissen ist, dass der Plastik im Meer nicht einfach vergeht, sondern sich in kleine Teile auflöst, welche von den Fischen gefressen werden. Das kann für die Meerestiere tödlich enden. Und schlussendlich landet der Plastik wieder auf unseren eigenen Tellern.

Wir verzichten wo möglich auf Plastikverpackungen.
Die Jucker-Jute-Tasche ist fast untötbar und nachhaltig.

Vor der eigenen Haustüre kehren

Der «Swiss Litter Report» soll aufzeigen, wie viel Plastikmüll an den Ufern von Schweizer Seen und Flüssen liegt. Wir als landwirtschaftlicher Betrieb sind angewiesen auf eine intakte Umwelt. Uns liegt viel daran, den Boden und die Gewässer sauber zu halten. Deshalb unterstützen wir dieses Projekt und möchten auf diesem Weg darauf hinweisen. Auf «100 days» läuft die Crowdfunding Kampagne, um das Projekt zu finanzieren.

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Unser Beitrag als Unternehmen

Wir versuchen als Unternehmen möglichst wenig Plastik zu verwenden und möchten es auch unseren Kundinnen und Kunden ermöglichen, mit wenig Plastik einkaufen zu können. Leider ist es nicht überall möglich. Gerade bei Lebensmitteln stehen wir immer wieder vor grossen Herausforderungen, was die Verpackung angeht. Dennoch bieten wir viele unserer Produkte z.B. in Glas- statt Plastikbehältern an. Bei jedem neuen Produkt versuchen wir eine Verpackung zu finden, welche die Balance zwischen Umweltverträglichkeit und Haltbarkeit hält. Denn wenn ein Produkt durch die Verpackung massiv an Haltbarkeit einbüsst, bringt das der Umwelt nichts. Mit unserem Gemüsesäckli aus Käse-Tuch, der Jucker-Jute-Tasche, dem Brotsack bieten wir weitere Möglichkeiten an, plastikfrei und nachhaltig einzukaufen. Ausserdem verlangen wir seit Anfang Jahr 20 Rappen pro Papiertüte. So möchten wir unsere Kundinnen und Kunden motivieren, ihre eigenen, wiederverwendbaren Taschen mitzubringen. Wie so oft liegt die Verantwortung sowohl beim Produzenten wie auch beim Konsumenten. Mehr zu unserem Engagement unter farmticker.ch/nachhaltigkeit.

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