Reisefüdli mit grünem Daumen

04. Juni 2017 Valérie

Nora ist wohl das, was man unter einem Freigeist versteht. Sie ist eine, die sich von ihrem Herzen leiten lässt und ist nach einer Lehre als Fotofachfrau plötzlich bei uns gelandet. Auch wegen ihrem Mami, die ebenfalls bei uns arbeitet.

Trotzdem hat sie die Fotografie nie losgelassen. Auf ihre zahlreichen Reisen kommt immer auch die Kamera mit. Nora und ihre Kamera waren schon in Argentinien, Mexiko, Marokko und Amerika. Und es stehen weitere Reisen auf dem Programm. Zudem erledigt sie viele private Fotoaufträge.

Zuhause hat sie viele Pflänzli. Manchmal auch zur Pflege, um sie wieder aufzupäppeln. Und wenn sie reisen geht? «Dann schauen meine Mitbewohner», schmunzelt Nora, «aber ich muss auch alle 2 Wochen nachfragen, damit sie nicht abserbeln».

Lesen wir von einer spannenden Persönlichkeit!

Seit wann arbeitest du hier

2012 bin ich – wie so viele – einfach mal aushilfsweise im Service eingesprungen. Fest angestellt war ich seit 2013. Dann war ich reisen und bin Ende 2016 wieder zurückgekommen.

Was ist dein Job?

Gestartet habe ich als Serviceaushilfe. Jetzt bin ich im Hofladenrestaurant angestellt*. Von Putzfrau bis Chefin sind wir alles, wir arbeiten sehr selbständig. Unser Job ist es grundsätzlich sicherzustellen, dass unsere Gäste sich bei uns wohl fühlen. Ich bediene sie an der Kasse, mache Feuer im Schopf, backe Kuchen auf, fülle Buffets auf, putze Tische, mache Bestellungen. Und wenn Zeit bleibt helfen wir, Kürbiskernsäckli aufzufüllen oder räumen auch mal das Configestell im Hofladen auf.

Wie bist du bei Jucker Farm gelandet?

Ich glaube es war zu einem 1. August-Brunch. Oder war’s ein grosser Anlass mit Konzert von Bligg? Ich bin für meine Mutter eingesprungen, da sie an dem Datum nicht arbeiten konnte. Ich war gerade mit der Lehre als Fotofachfrau fertig und habe überall ein bisschen gejobbt. Ich habe dann an immer mehr Anlässen serviert. 2013 hat Roger dann einen Festangestellten für 80-100% im Serviceteam gesucht. Eigentlich jemanden mit Service-Ausbildung gesucht. Hatte ich ja nicht. Aber ich wollte. Und im Team hat’s halt so gut gepasst. Dann haben sie mich trotzdem genommen :-).

Hast du eine lustige Geschichte aus dem Arbeitsalltag?

Zu Ostern war der Osterhase da! :-) Wir haben unseren Augen nicht getraut, aber da ist plötzlich einer in Vollmontur vorgefahren und hat Schoggieili verteilt!

Oder an einer Hochzeit, da hatten wir mal so eine coole Gesellschaft. Die hatten in der PanoramaStube in Seegräben eine richtig gute Feier laufen. Der Bräutigam hat dann beim Feiern etwas viel Gas gegeben, so dass es plötzlich RATSCH gemacht hat. Seine Hose war gerissen. Seine Mutter hatte zum Glück Nadel und Faden dabei und hat die Hose vor versammelter Hochzeitsgesellschaft zusammengenäht. Leider hat sich nach einem WC Besuch seitens des Bräutigams herausgestellt, dass sie die Unterhose mit angenäht hatte, was er ebenfalls lautstark vor versammelter Gesellschaft verkündet hat :-).

Mehr Eventpannen

Hast du nie bereut, nicht mehr auf deinem Job zu arbeiten?

Nein. Es ist unheimlich schwierig was zu finden, und verdienen tut man sehr schlecht. Es ist ein brotloser Job. Mittlerweile reicht es mir, die Fotografie als Hobby zu machen und bin happy so.

Was magst du an deiner Arbeit am liebsten?

Das Team ist weltklasse! Wir haben eine so coole Zusammenarbeit! Es ist hier nicht sehr hierarchisch. Alle wissen Bescheid und übernehmen Verantwortung. So fällt es leichter, mitzudenken.

Was nervt dich an deinem Job?

Wir können das Geschirr hier nicht selber waschen. Das kommt immer von Seegräben. Leider ist es oft so, dass von den Geschirrbestellungen, die wir machen, einfach nur die Hälfte geliefert wird. Das ist echt mühsam. Wir brennen regelmässig an.

Was machst du am liebsten ausserhalb der Arbeit?

Reisen, Fotografieren, Alben kleben. Ich bin da noch altmodisch. Ich mache das immer noch gern von Hand. Auch das Fotos anschreiben.

Sonst bin ich gern in Bewegung und ich habe einen grünen Daumen. Bei mir wächst alles und ich habe schon diverse Pflänzli meiner WG-Mitbewohner kuriert. Ab und an gehe ich auch gerne Party machen.

Hast du Zukunftsträume, die du uns verraten magst?

Irgendwann will ich nach Amerika und für 1-2 Jahre dort leben und arbeiten. Ich fühle mich in San Francisco einfach zuhause. Und ich habe auch sonst noch viele Ideen von Ländern, die ich gerne bereisen würde… Indien, Bali, Südkorea oder Australien… Aber als nächstes besuche ich erst mal Sarah (ehemalige Jucker-Mitarbeiterin) in Kolumbien.

 

*Anmerkung der Redaktion: Seit Juli 2017 ist Nora stellvertretende Leiterin des Hofladenrestaurants.

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