Sam the Man

16. Februar 2018 Valérie

Sam leitet zusammen mit Mario das 16-köpfige Küchenteam von Seegräben aus. Die beiden haben schon einmal zusammengearbeitet. In Kanada, im Posthotel in Lake Louise. Fast 2,5 Jahre lang. Und jetzt arbeiten sie hier nicht nur zusammen, sondern wohnen auch zusammen.

Nach der Lehre hat Sam die Ausbildung zum Diätkoch gemacht und auch als solcher gearbeitet. Und da waren noch 37 Wochen als Militär-Küchenchef, die ihm einiges an Führungserfahrung eingebracht haben. Aber nicht nur deshalb ist er jetzt da, wo er heute ist.

Sam ist auch der «Powderbear». Wie sein Spitzname schon sagt, geht er gerne mit den Skiern in den Tiefschnee. Überhaupt ist Draussen-Sein sein Ding. Und herumzureisen. Ausser Kanada hat er Mexiko, die USA und Europa bereist. Auf dem Plan steht noch Südamerika.

Seit wann arbeitest du hier?

Ich glaube seit Frühling 2014. Ganz sicher bin ich mir nicht mehr :-)

Was ist dein Job heute?

Seit Januar bin ich zusammen mit Mario Co-Küchenchef. In der Praxis haben wir schon länger so gearbeitet, aber jetzt ist es offiziell. Wir sind verantwortlich für das Bestellungswesen, koordinieren das Personal für Seegräben und den Bächlihof in Jona, für die Menuplanung und die Qualitätskontrolle. Ziel ist es, einfach aber gut zu kochen.

Mario und ich sind ein Bisschen wie die Eltern von unseren 16 Köchen. Da geht es auch mal darum, Streit zu schlichten. Und man muss immer versuchen, ein offenes Ohr für alle zu haben. Das ist schon eine Herausforderung. Mitarbeiterführung braucht schon viel mehr Zeit als ich gedacht hätte. Und da Mario und ich zusammenwohnen, müssen wir uns manchmal bremsen, dass wir nicht zu viel über die Arbeit reden.

Wie bist du bei Jucker Farm gelandet?

Nach meiner Zeit in Kanada war ich wieder zurück in der Schweiz und bin erst mal 2 Wochen rumgehangen. Ich hatte den Koller. Dann habe ich eine einzige Bewerbung geschrieben. An Jucker Farm. Und hab den Job gleich gekriegt. Beni, der damalige Küsche war auch Kanada-Fan, da hat es sozusagen direkt gefunkt. Im Juni kam dann Mario nach.

Was magst du an deiner Arbeit am liebsten?

Kochen ist ganz allgemein einfach meine Leidenschaft. Wenn man mit Liebe kocht, merken das auch die Gäste. Am liebsten bin ich einfach am Produzieren, Rüsten und Vorwärtsmachen. Was mich hier reizt, ist die Herausforderung, trotz grosser Mengen tolle Sachen zu kochen. Bei den Events kommt das etwas mehr zum Zug. Da ist vieles eine Sache der Organisation. Gerade in der Hochsaison.

Ist das nicht wahnsinnig hektisch?

Manchmal geht es schon ziemlich zur Sache. Man muss schon auf sich aufpassen. Aber die Dankbarkeit der Gäste ist ein toller Lohn. Du musst diesen Job mit Leidenschaft machen, nur dann geht es. Ich koche auch in der Freizeit gerne. Kochen ist nicht nur mein Job, sondern auch mein Hobby.

Was magst du weniger gern?

Vielen kleinen Details hinterherrennen. Und meistens kommen ja mehrere Dinge aufs Mal. Aber insgesamt bin ich nicht einer, der sich viel aufregt. Ich bin meistens gut gelaunt.

Nichts, das dich aus der Ruhe bringt?

In der Saison gibt es schon mal Situationen, in denen es hektisch wird. Pfannen rumzuschmeissen ist aber eher nicht so mein Ding. Klar kann ich auch mal hässig werden. Aber ich versuche, meine Mitarbeiter nicht zu terrorisieren, sondern sie mitzuziehen und zu motivieren und mit gutem Beispiel voran zu gehen.

Warum arbeitest du hier?

Was dahinter steckt ist cool. Hier ist Jucker Farm schon ein einzigartiger Betrieb. Die relativ starke Vorgabe der Saisonalität kann im Tagesgeschäft schon anstrengend sein, aber es ist eine tolle Herausforderung. Zumindest VOR der Saison freue ich mich immer auf das was kommt ;-).

Was machst du am liebsten ausserhalb der Arbeit?

Sport. Vor allem Biken und Skifahren. Und ich gehe gerne Reisen. Ich bin gerne draussen in der Natur. Zum Pilze sammeln zum Beispiel.

Hast du Zukunftsträume, die du uns verraten magst?

Träume vielleicht nicht, aber viele Ideen. Längerfristig ist dann schon mal der Plan, beruflich ein ruhigeres Setting zu wählen. Dann ist es auch ok, mal im Spital oder im Heim als Küsche zu arbeiten.

Oder ich gehe nochmal ins Ausland arbeiten. Und natürlich Reisen. Da möchte ich als nächstes nach Südamerika.

 

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