Unser bestes Stück

06. Mai 2015 Sabrina

Ein gutes Stück Tradition haben wir uns mit der liebevoll hergestellten Steinmühle – für uns nach Mass gebaut - der Firma Häussler aus Deutschland in die Hofbäckerei geholt. Nun ist sie also komplett und darf zeigen, was sie kann. Man spürt die Begeisterung, die sie hervorruft auch bei Herrn Häussler. Er gibt mir mit Leib und Seele Antwort auf die vielen Fragen, die ich zur Mühle habe. Aus Zirbelkiefer sei sie, Holz, das aus dem Ost-Tirol stammt – ein traditionelles Mühlenbauholz. Mit seinem speziellen Geruch (ähnlich der Zeder) hält es Ungeziefer fern. Zudem absorbiert das Holz Feuchtigkeit, welche beim Mahlvorgang freigesetzt wird.

Der Abstand der beiden übereinanderliegenden Porzellan gebundenen Korund-Mahlsteine zueinander bestimmt den Mahlgrad, den Feinheitsgrad des Mehls. Korund, aus reinen mineralischen Bestandteilen, ist nach dem Diamant der härteste Stein. Grosse Mühlsteine brauchen weniger Umdrehungen, mahlen mit einer niedrigeren Drehzahl. Weil dadurch weniger Hitze entsteht, wird das Getreide so Nährstoff schonend geschält.

 

 

Der Mühlstein läuft auf Hochtouren
Mehl-Sortierung nach Feinheitsgrad

Der Mahlvorgang

Diese Steinmühle mahlt jedes Getreide, Mais auch. Nur was ölhaltig ist, sollte da nicht durch – es würde Durchgänge verschmieren und verstopfen. Das Getreide wird durch Ansaugen aus der Fördereinheit über die Förderschnecke zum Trichter transportiert. Über das Dosiersystem wird es dann schonend nach unten zum Stein geführt. Rund 100 kg Mehl pro Stunde kann die Mühle produzieren – je nach Getreideart. Die seitliche Ausgabe führt zur Mehlsiebmaschine mit Behältern. Hier wird nach feinem Mehl, feinem und grobem Griess sowie Kleie sortiert. Über die vordere Ausgabe erfolgt die direkte Abfüllung von feinem Vollkornschrot in Mehlsäcke.

Das Hofbäckerei-Team bei der Arbeit
Das Hofbrot

Klasse versus Masse

Uns ist die Qualität unseres HofBrots äusserst wichtig. Mit dieser Mühle mahlen wir unser eigenes Getreide ganz frisch. Am Vorabend wird das Mehl für das Brot vom nächsten Tag gemahlen. Innerhalb von 3 – 4 Tagen soll es dann auch verbraucht werden, weil es ja frisch gemahlen wird und auch frisch genossen werden möchte. Hier wird nach Tradition Brot hergestellt – sorgfältig, mit eigenem Getreide und viel Zeit.

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