Unser heimlicher Rock-Star: Selvete Bislimi

11. November 2015 Valérie

Sie ist immer da, aber man bemerkt sie kaum. Auffallen tut sie nur, wenn sie mal nicht da ist. Tag für Tag wischt sie die Treppe, putzt die WCs, die Fensterscheiben im Schürli. Sie ist der Garant, dass es bei uns immer sauber aussieht. Sie ist ein heimlicher Rock-Star im Team. Ohne Selvete geht gar nix. Auf dem Hofparkett ist sie aber eher eine ruhige Erscheinung.

2005 ist sie aus dem Kosovo in die Schweiz gekommen und hat seither diverse Jobs gemacht. Auch im Schneider’s Quer war sie schon. Eigentlich ist sie Coiffeuse, aber da ihr Abschluss hier in der Schweiz nicht gültig ist, müsste sie die volle, 3-jährige Coiffeusen-Lehre nachholen. Und darauf hatte sie keine Lust.

Eine spannende Geschichte - Heute haben wir mal hinter die stillen Kulissen geschaut und Selvete ein paar Fragen gestellt.

Seit wann arbeitest du hier?

Im Januar sind es schon 3 Jahre! Die Zeit ist schnell vorbeigegangen.

Also gefällt es dir hier… Was findest du besonders schön?

Ich fühle mich hier frei, kann meine Arbeit selber einteilen und mein Chef vertraut mir und schätzt meine Arbeit. Das ist nicht in allen Reinigungsjobs der Fall. Die Arbeitsatmosphäre ist gut. Man erfährt viel Wertschätzung für die Arbeit.

Was ist dein Job? Beschreibe einen Arbeitstag…

In der Regel arbeite ich von Montag bis Freitag. Mein Tag beginnt früh – zwischen 5:15 und 5:30. Dann beginne ich damit, das Hofrestaurant zu putzen. Nehme den Boden auf, reinige die Tische und schaue, dass alle Stühle am richtigen Ort stehen. Das Hofrestaurant muss als erstes fertig sein, weil da bald die ersten Leute kommen, um Kaffee zu trinken. Dann sind die Seminarräume an der Reihe und dann der Rest auf dem Hof. 11 WC’s und 1 Mal die Woche irgendwo die Fenster in einem Raum. Normalerweise bin ich etwa um 11 Uhr fertig.

Jetzt in der Kürbissaison hatte ich glücklicherweise Unterstützung von einer anderen Person. Vor allem die WC’s würde ich sonst nicht schaffen. Am Montag habe ich am meisten zu tun, da sehen die WC’s nach dem Wochenende jeweils schlimm aus. Obwohl auch am Wochenende nachmittags jemand putzt. Vor allem im Herbst und im Frühling ist alles voller Stroh von der Hüpfburg.

Was würdest du anders machen? Was nervt dich hier?

Eigentlich nichts, es gefällt mir sehr gut. Nur wenn ich irgendwo frisch geputzt habe, und dann gleich jemand wieder durchläuft und alles wieder dreckig ist, ist das schon frustrierend. Aber es gehört dazu. Ich bin happy, wenn es wenigstens für 2-3 Stunden sauber ist :-).

Wie bist du bei Jucker Farm gelandet? Warum arbeitest du hier?

Ich war auf der Suche nach einem Job und habe mich am „SALSA“-Integrationsprojekt in Wetzikon beteiligt. Da haben sie donnerstags immer Stelleninserate verteilt und eines Tages war auch der Job hier auf dem Juckerhof dabei. Ich habe mich sofort beworben und den Job zum Glück gekriegt. Ich hätte gar nicht gedacht, dass die das ganze Jahr über Arbeit haben, ich kannte den Juckerhof nur von der Kirschen- und Kürbissaison.

Was ist dein liebstes Jucker-Produkt?

Die Kirschen und Erdbeeren im Sommer.

Was machst du in deiner Freizeit gerne?

Am liebsten gehe ich meinem Mann spazieren. Oder Shopping. Und 2x im Jahr gehe ich meine Mutter im Kosovo besuchen.

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