Vorrang auf dem PP

19. November 2017 Valérie

Die Kürbiszeit ist für dieses Jahr vorbei. Das alljährliche Puff auf den Parkplätzen und drumherum hat nachgelassen. Eine Frage seitens unserer Kunden, die des Öfteren gestellt wurde:

«Wäre es nicht möglich, nur den Besuchern mit Kinderwagen Zufahrt zum TCS-Parkplatz in Seegräben zu erlauben?»  

 

Die Antwort lautet leider: Nein.  

Hier die Begründung

Wir verstehen die Überlegung: Der Weg vom Aathal hoch ist relativ steil. Es ist machbar aber unbequem. Noch unbequemer ist es mit Kinderwagen in den Shuttle-Bus zu steigen. Dieser war diese Saison leider oft ohnehin schon zu voll.

Aber:
  1. Ein Grossteil der Besucher, die an einem Sonntag zu uns kommen, haben einen Kinderwagen dabei. Der Parkplatz wäre ohnehin innert kürzester Frist voll.
  2. Die Idee ist in der Praxis nicht umsetzbar. An den richtig vollen Kürbissonntagen ist Seegräben ohnehin komplett verstopft. Es gibt immer Leute, die in Seegräben auf einen Parkplatz warten, statt ins Aathal zu fahren. Das Resultat ist eine stehende Kolonne. Die Wartezeiten würden verschärft, wenn wir bei allen Leuten erst in den Kofferraum schauen müssten, um zu verifizieren, dass sich darin wirklich ein Kinderwagen befindet.
  3. WENN es diese Regelung gäbe: Was ist mit allen Leuten im Rollstuhl, oder die sonst nicht so gut zu Fuss sind? Was ist mit allen, die vorhaben, richtig viele Kürbisse zu kaufen? Es gibt viele Gründe, die einem einen ethischen Vorrang auf den Parkplatz geben würden. So gerne wir darauf schauen würden: Es ist nicht umsetzbar. Die Diskussionen beim Parkplatzeingang wären NOCH länger.
  4. Darum gilt die simple Regel: De Gschnäller isch de Gschwinder. Das klingt radikal und wir wünschten uns auch eine bessere Lösung.

Tipps einer Mutter

Ich habe selber zwei Kinder. Eins davon ist grad dem Krabbelalter entwachsen. Ich weiss, wie mühsam es sein kann, mit Kindern irgendwo hin zu fahren. Wieviel Zeug man dabei hat. Dass die Kinder irgendwann müde werden und nicht mehr laufen wollen.

Mein Tipp: Hier muss man etwas umdenken.

Es geht nicht anders. Und es ist auf jeden Fall besser, als jeden Herbst mit einem Anreise-Frust heimzugehen.

  1. Zu Fuss vom Aathal hoch. 
    Ich bin selber schon mit Kinderwagen den steilen Weg vom Aathal hoch und wieder runter. Ist nicht bequem, aber durchaus machbar. Persönlich ist mir das lieber, als mich mit Kinderwagen in einen vollen Bus zu quetschen.

  2. Spaziergang oder Velo-Ausflug.
    Für alle, die wie ich das grosse Glück haben, in der Nähe (Wetzikon, Pfäffikon, Auslikon, Uster etc.) zu wohnen: Macht doch einen Spaziergang mit dem Kinderwagen oder kommt mit Velo und Anhänger, oder Velo-Sitzli und Babytrage. Ich persönlich spare mit lieber den Stress mit der Anreise und mache das so.

    Variante: Mit dem ÖV bis nach Pfäffikon ZH und von da aus ca. 50 Min. dem Pfäffikersee entlang spazieren.

  3. Früh oder spät anreisen.
    Wer nicht aufs Auto verzichten kann oder will, kommt am besten vor 9 Uhr. Dann stehen die Chancen auf einen Parkplatz in Seegräben besser. Oder aber man entscheidet sich, erst am späteren Nachmittag zu kommen und zum Znacht zu bleiben. Unser Hofresti hat nämlich in der Kürbiszeit bis 22 Uhr offen und bietet feinen Znacht vom Grill

  4. Bächlihof statt Juckerhof.
    Der Bächlihof in Jona ist nur 20 Min. entfernt von hier. Er liegt direkt neben der Sportanlage Grünfeld, wo ausreichend Parkplätze vorhanden sind. Zudem kostet der Parkplatz da für einen ganzen Tag nur 6 Franken (Stand Nov. 2017). Auch auf dem Bächlihof gibt es tolle Erlebnisse und die Kürbisausstellung. www.bächlihof.ch

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