Wintereinbruch Oktober
Feldbericht von Martin

Wetter aktuell

Der Oktober scheint kalt zu werden. Während wir aktuell zwar mit Hochnebel kämpfen, haben wir trotzdem relativ mildes Wetter. Dieses für die Jahreszeit übliche Wetter wird aber wohl mit dem heutigen Sonnenuntergang auch zu Ende gehen. Mit etwas Glück können wir morgen Dienstag noch mit angenehmen Temperaturen und einigen Aufhellungen rechnen. In Rafz auf dem Spargelhof eher als auf dem Bächlihof in Jona. Die ersten Wolken werden sich an den Alpen stauen, und es beginnt in den Voralpen zuerst zu regnen. Dann wird’s deutlich kühler. Es setzt regnerisches Wetter ein, längerfristigen Tendenzen lassen noch keine deutliche Erwärmung erkennen.

DIE OBSTBAUERN SIND GEFORDERT

Für die Landwirtschaft heisst es jetzt, handeln. Aktuell sind die Verhältnisse für die Bodenbearbeitung im Ackerbau ideal. Pflügen, Eggen, Sähen (z.B. Winterweizen) können diesen Herbst wohl nie mehr besser erledigt werden. Die Obstbauern sind auch gefordert, denn die Hagelnetze, welche die Obstkulturen schützen, ertragen keinen Schnee. Schon 5 cm können reichen, um eine ganze Anlage zum Einstürzen zu bringen. Die Netze müssen deshalb jetzt eingerollt werden, quasi in Winterstellung. Aktuell wäre bezüglich der Schneefallgrenze noch Luft, sollte sich aber die Wetterlage am Donnertag noch etwas kälter präsentieren als heute vorhergesagt, ist der Schnee schnell in den Niederungen. Dann ist es für den Obstbauern zu spät. Die Äpfel sind übrigens nicht gefährdet, denen macht die Kälte nichts.

RASCH ERNTEN UND IN DIE SCHEUNE VERSORGEN

Bei den Kürbissen siehts schon anders aus, die wachsen am Boden, und dort kann es schnell mal Frost geben. Die Kürbisse vertragen keinen Frost. Zu Beginn der Kälte ist das kein Problem, weil durch die Biese eine Schichtung der Luftmassen verhindert wird. Sollten sich aber gegen Wochenende hin die Wolken verziehen und eine windstille Nacht ermöglichen, ist mässiger Bodenfrost möglich. Ernten und in die Scheune versorgen, was irgendwie reinpasst, heisst das Zauberwort für die nächsten Tage.

KÜRBISSUPPEN-WETTER

Ein solcher Kälteeinbruch im Oktober ist nicht ungewöhnlich. Ende Oktober 2008 hatten wir in Seegräben rund 30 cm Neuschnee auf der Kürbisausstellung. Diese leidet übrigens nicht unter der Kälte, da ist noch genügend Restwärme der Gebäude, Strassen und Plätze vorhanden. Für die Besucher empfiehlt sich die warme Jacke, für die Verpflegung ist aber mit vielen warmen Sitzplätzen gesorgt. Es ist halt Kürbissuppenwetter ...

Manchmal juckt es auch Martin Jucker in den Fingern. Dann greift er in die Tastatur und schreibt einen meist knackig kurzen Artikel.

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