Ildiko Peter
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Ildiko Peter “Mädchen für alles”

Sie kam in ihrer Freizeit hierher und wurde gleich auf dem Bächlihof eingespannt. Ildikò („Ildi“) Peter wollte eigentlich nur ihren Freund Imre besuchen, der auch auf dem Bächlihof arbeitete.

Sie kommt aus Siebenbürgen, einer Region in Rumänien, die auch heute noch viele Ungaren beherbergt – hat also sowohl den rumänischen wie auch den ungarischen Pass und spricht Ungarisch. Ildi hat eine Ausbildung in Gastro-Tourismus gemacht, ähnlich zur Tourismusfachfrau und arbeitet heute sozusagen als „Mädchen für Alles“. Eingestiegen ist sie aber im Obstbau. Zusammen mit Levi und Imre wohnt sie im Haus von Werner und Lydia Bächli. Und sie hat viele Pläne für die Zukunft…

SEIT WANN ARBEITEST DU HIER?

Nach einem Besuch 2013 habe ich 4 Monate als Praktikantin im Obstbau gearbeitet. Dann bin ich zurück nach Rumänien, wo ich meine Ausbildung im Gastro-Tourismus fertig gemacht habe. Definitiv hergekommen bin ich dann wieder im Oktober 2014. Zuerst habe ich nur im Obstbau gearbeitet, dann habe ich aber immer öfter im Laden geholfen am Wochenende oder mal beim Einrichten von Events.

WAS IST DEIN JOB? BESCHREIBE EINEN ARBEITSTAG…

Anfangs war ich im Obstbau angestellt, gelandet bin ich aber mit der Zeit in einem anderen Arbeitsbereich. In den ersten Monaten nach meiner Ankunft, wo ich noch im Obstbau gearbeitet habe, haben wir immer zwischen 7.30 und 8.00 morgens mit der Arbeit angefangen. Am Montag haben wir jeweils die Apfel-Bestellungen für Firmen und Schulen fertiggestellt. Danach habe ich auf dem Hofplatz Ordnung gemacht, den Abfall geleert, die Blumen auf den Tischen kontrolliert, im Schopf und auf dem Hofplatz Feuer gemacht. Am Nachmittag ging es weiter mit der Jahreszeit entsprechenden Aufgaben: Äste schneiden im Frühling, Äpfel auspflücken im Sommer und im Herbst Obst pflücken. Neben diesen Aufgaben habe ich manchmal auch die Putzfrau-Rolle übernommen.

Aber jetzt bin ich nur noch im Hofladenrestaurant tätig. Hier fange ich in der Regel zwischen 6.30-7.00 morgens an. Meine erste Aufgabe ist hier Gemüse sortieren und vorbereiten, wenn nötig Bestellungen bereit machen und abschicken. Am Mittag und Nachmittag bin ich meistens an der Kasse. An manchen Tagen springe ich als Koch-Aushilfe ein. Hier helfe ich die Pizza-Bestellungen fertig zu stellen oder fülle das Gemüse-Buffet auf. Meine Rolle auf dem Bächlihof ist sehr vielfältig, kunterbunt. Darum liebe ich diesen Job, hier wird es einem nie langweilig.

WIE BIST DU AUF DEM BÄCHLIHOF GELANDET? WARUM ARBEITEST DU HIER?

Mein Freund, Imre, arbeitet schon länger hier. Einmal im Sommer bin ich ihn besuchen gekommen. Da auf dem Bächlihof gerade ein grosser Event stattfand, habe ich einfach geholfen. Und dann ist die Putzfrau ausgefallen und ich bin einfach eingesprungen. Wie du siehst – ich bin universal einsetzbar 😉

WAS MAGST DU AN DEINER ARBEIT AM LIEBSTEN?

Im Hofladen bin ich immer unter Schweizern. Das finde ich sehr gut, da ich dadurch meine Deutschkenntnisse verbessern kann. Und das ist mein Ziel: die deutsche Sprache zu beherrschen.

WIE ENTSPANNST DU DICH IN DER FREIZEIT? WAS MACHST DU AM LIEBSTEN, AUSSERHALB DER ARBEIT?

Ich lese sehr viel, auch deutschsprachige Texte. Ich investiere viel Zeit ins Deutsch lernen. Nur die Migros Klubschule 1-2 Stunden die Woche reicht einfach nicht. Am besten lerne ich zu Hause. Ausserdem bin ich sehr gerne in der Natur. Wenn ich Zeit habe, vor allem wenn die Sonne scheint, gehe ich sehr gerne spazieren oder Fahrrad fahren. Ein anderes Hobby von mir ist Dekorieren und Basteln. Das macht mir viel Spass.

HAST DU ZUKUNFTSTRÄUME, DIE DU UNS VERRATEN MAGST?

Ich würde gerne noch in der Schweiz bleiben. Es gefällt mir hier. Und dafür möchte ich noch besser Deutsch lernen. Mein großer Traum ist es, einen Massagekurs zu machen. Und dann möchte ich unbedingt die Autoprüfung machen, das wäre cool!

 

Hinweis 2017: Ildi hat ihren Imre geheiratet und heisst jetzt Ficz zum Nachnamen.

Nachtrag: Leider arbeitet Ildi nicht mehr bei uns. Wir wünschen ihr nur das Beste für ihre Zukunft!

Valérie ist Vollblutautorin des FarmTickers und immer zur Stelle wenn's "brennt". Sie mag schöne Texte und offene Worte. (Zum Portrait).

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