
Leslie hasst Forsythien
Leslie mag den Frühling nicht. Warum, fragt sich die eine oder der andere Leser*in vielleicht – schliesslich ist Frühling die wohl allgemein beliebteste Jahreszeit. Nun, es liegt primär an den Forsythien, diesen knallgelben Büschen, die im Frühling zu blühen beginnen. Und das Licht sei zu harsch, wie bei einem Verhör. Der Herbst und Winter ist Leslie lieber. Sanftere Farben, sanfteres Licht, keine Forsythien. Und es gibt Marronikuchen. So. Aber dazu unten mehr.
Seit 2024 arbeitet Leslie im Marketing- und Kommunikationsteam von Jucker Farm. Sie hat eine Lehre als Floristin abgeschlossen und hat danach den Bachelor in Journalismus und Kommunikation an der ZHAW gemacht. Anschliessend verschlug es sie ins Redaktionswesen, bevor sie dann auf dem Bauernhof gelandet ist. Und jetzt lassen wir Leslie erzählen:
Wann hast du hier angefangen?
Am 1. Juli 2024. Doch zwei Wochen nach Start ging ich direkt in die Ferien – nach Schottland!
Wie bist du bei der Jucker Farm gelandet?
Vor Jucker Farm arbeitete ich bei einem IT-Fachverlag und war Stv. Chefredaktorin von einem Consumer-Electronic-Magazin. Das war taff, aber sehr lehrreich. Irgendwann war es aber Zeit weiterzuziehen. Ich bin online auf das Inserat der offenen Stelle bei Jucker Farm gestossen. Ich dachte; oh das klingt spannend, ich wohne sehr nah – ideal! Ich kannte den Juckerhof natürlich. Ich lief immer hier vorbei, wenn ich im Pfäffikersee baden wollte. Aber mir war nicht bewusst, was alles dahintersteckt, grad in Bezug auf regenerative Landwirtschaft. Beim Stöbern habe ich den FarmTicker entdeckt, mich eingelesen und dann gleich beworben. Ich hatte vorher keine Berührungspunkte mit Landwirtschaft. Gelernt habe ich Floristin, weil ich damals genug hatte von der Schule. Daher; eine gewisse Naturverbundenheit und eine Vorliebe für alles das wächst, war schon da.
Ja, dann habe ich mich beworben, durfte mich vorstellen und es hat mir sofort sehr gefallen. Dabei hatten wir noch technische Probleme beim Telefonieren – und ich dachte schon, oho, das ist ein schlechtes Zeichen, so peinlich und unprofessionell. Aber ich bin ja jetzt da 😉
Was ist dein Job?
Mein Job ist sehr vielfältig – was mir sehr gefällt. Ich bin eigentlich für alles Textliche da. Nils (unser HR-Leiter) hat das in seinem «Wort zum Freitag», welches er jeweils verschickt, gut zusammengefasst. Er hat mich «Chronistin der Jucker Farm» genannt.
Ich bin vor allem für den FarmTicker verantwortlich, schreibe über Themen aus der Landwirtschaft und was auf den Höfen passiert. Zudem interviewe normalerweise ich Mitarbeitende für diese Portraits. Auch betreue ich die Website, mache Social Media, sonstige kleinere Projekte… Habe ab und zu Schnapsideen für TikTok- und Instagram-Videos und bringe dann das Team zum Chlausschwimmen im eiskalten See oder wir essen Glace zum Frühstück im Pyjama 😉
Was gefällt dir hier?
Das Jucker-Team ist super – das sagen ja fast alle in diesen Portraits! Grad wir im Marketingteam viben gut zusammen. Der Arbeitsort ist wunderschön (Anmerkung; unser Hauptarbeitsort ist auf dem Juckerhof in Seegräben). Der Themenbereich ist so breit – von Mikroorganismen im Boden über diese Portraits bis zu schlicht «Rosenkohl». Ich lerne ständig etwas Neues, kann tief eintauchen in Themen, sehe die Zusammenhänge und habe dabei sehr viel Freiheit, wie ich meine Arbeit gestalten möchte. Das gefällt mir sehr.
Was gefällt dir nicht so?
Ich kann gut Schreiben. Aber für den Inhalt bin ich auf die Expertise unserer internen und externen Profis angewiesen. An deren Infos zu kommen ist manchmal etwas mühsam. Verständlicherweise, denn ich sitze am PC, Mailprogramm immer offen - sie sitzen im Traktor, sind auf dem Feld, arbeiten draussen. Aber dennoch; es erschwert halt meine Arbeit.
Welches ist dein liebstes Jucker Produkt?
Ich liebe alles, was aus der HofBäckerei kommt! Der Marronikuchen ist … er ist so anders als erwartet. Er sieht so trocken aus, ist aber unglaublich fein! Aber auch das Schoggibrötli, der Kürbisberliner, die Konfischnecken, es ist einfach alles fein, was unsere Bäcker*innen machen.
Mein Lieblingskürbis ist der Acorn. Den habe ich letzte Saison entdeckt. Er schmeckt super gefüllt aus dem Backofen (Leslie, das schreit nach einem FeldFood-Rezept!).
Was machst du in deiner Freizeit?
Einiges! Und ziemlich exotische Dinge. Ich tanze fürs Leben gerne, Ballett, Jazztanz, Modern... Ich unterrichte auch Kids und Erwachsene. Deshalb arbeite ich auch 80%. Neben den Stunden trainiere ich noch selbst. Man sollte ja das, was man anderen beibringt, auch gut können.
Zudem bin ich ein ziemlicher Nerd. Ich mache Cosplay, nähe meine eigenen Kostüme, gehe auf Conventions. Mit meiner Theatergruppe trete ich auch an einigen von diesen auf.
Eine Katze und einen Partner habe ich noch! Mit dem Partner gehe ich viel an Konzerte – wir haben zum Glück denselben Musikgeschmack. Und der Tatsu (also die Katze) bringt regelmässig Geschenke nach Hause, primär Mäuse und Vögel. Zum Glück isst er die Geschenke auch gleich selbst. Tatsu ist jedoch harmlos im Vergleich zu unserem vorherigen Kater – der hat mal eine lebendige Fledermaus heimgebracht!
Welche Zukunftsträume und -Pläne hast du?
Ich bin grad sehr zufrieden, daher habe ich keine grossen Pläne. Auch beruflich – wir sind ja als Unternehmen ständig im Wandel. Das reicht vorerst.
Ich würde gerne Südkorea bereisen, eine Kollegin von mir wohnt dort. Auch China reizt mich. Oder nochmals nach Japan – den Norden habe ich noch nicht gesehen. Dort könnte man auch gut Snowboarden. Ich als Winter-Fan und Frühlingshasserin 😉










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