Zu Jucker Farm
von Valérie

Miri – Sprachrohr in Ludwigsburg

Miriam «Miri» Schreier wuppt die ganze Kommunikationsarbeit an der Kürbisausstellung in Ludwigsburg (DE) alleine. In unserem Gespräch hat sie mir verraten, dass sie sogar noch länger dabei ist als Stefan. Und zwar seit der allerersten Kürbisausstellung im Jahr 2000.

Dass ihr die Kommunikation liegt, bemerkt man bei der Mama von zwei Jungs (9 und 6) ziemlich rasch, wenn man mit ihr redet. Sie tut es gerne und flüssig. Studiert hat sie aber Kultur-, Wirtschafts- und Religionswissenschaften – also eigentlich gar nichts, was direkt mit Kommunikation zu tun hat. Doch durch ein Volontariat bei einer Zeitung und verschieden Stationen in der Medienbranche ist sie im Journalismus gelandet und ist heute zusätzlich zu dem Job an der «Kürbi» freiberuflich für die Redaktion der Berliner Filmproduktionsfirma «pqpp2» tätig. Zudem arbeitet sie als freie Journalistin und Autorin an weiteren Projekten.

WAS IST DEIN JOB an der "Kürbi"?

Ich mache vieles, was du und Nadine auch machen: Ich betreue die Social-Media-Kanäle der Kürbisausstellung (Instagram und Facebook (Link nicht mehr verfügbar)) und beantworte – gerade in der Saison – viele Kundenanfragen. Zudem bin ich Ansprechperson für Medienarbeitende und schreibe Medienmitteilungen. Ich bin nicht jeden Tag an der Kürbisausstellung. Meist vor allem beim Aufbau und dann immer mal wieder, wenn etwas Neues oder Besonderes ansteht. Ansonsten kann ich gut von zuhause aus arbeiten. Ich habe auch gar kein Büro auf der «Kürbi».

Die Kommunikation mach ich jetzt seit rund zehn Jahren. Zwischendrin habe ich auch mal bei externen Kunden beim Aufbau der Kürbisausstellungen mitgeholfen.

Wie bist du damals zur Kürbisausstellung gekommen?

Meine Mutter ist mit dem Ludwigsburger Kürbisbauer Jens Eisenmann befreundet. Und als damals die Entscheidung fiel, die Kürbisausstellung ins Blüba zu holen, war sie von Beginn weg mit dabei. Und da es viele Leute gebraucht hat, war ich auch gleich mit im Boot. Für mich war es damals mit 16 Jahren der erste Ferienjob und ich habe beim Aufbau und im Kürbisshop an der Kasse gearbeitet. Das war damals noch ganz eine rudimentäre Bargeldkasse, die dann auch bald überquoll. Es kamen viel mehr Leute als erwartet. Damals hatte ich auch gleich meine Freundinnen rekrutiert und alle halfen bei der «Kürbi» mit. Viele davon sind auch heute noch – mal mehr und mal weniger - mit dabei.

Warum war die «Kürbi» damals deiner Meinung nach so ein grosser Erfolg?

Ich glaube, es bestand damals im Herbst ein gewisses «Erlebnisvakuum». Es war nicht viel los in der grauen Herbstzeit, da waren die bunten Kürbisse eine willkommene Abwechslung. Zudem ist das Blüba als Location einfach wirklich der perfekte Ort für die Kürbisausstellung. Die Kürbisausstellung musste einfach da stattfinden.

WAS GEFÄLLT DIR HIER?

Hier zu arbeiten macht einfach Spass, die Stimmung ist immer gut. 99% sind einfach gut drauf – Besucher*innen wie auch Mitarbeiter*innen. Man freut sich einfach, da zu sein, und den Leuten eine gute Zeit zu ermöglichen. Man ist draussen, es ist eine schöne Umgebung. Da kriegt man einfach gute Laune.

Ich bin jetzt seit 21 Jahren mit dabei. Das ist ein grosser Teil von meinem Leben. Und es ist jedes Jahr ein Gefühl des «Heimkommens» - es gibt doch Leute, die man einmal im Jahr sieht und die aus aller Welt anreisen, um bei der «Kürbi» mitzuhelfen. Es ist einfach wie eine grosse Familie, die sich jedes Jahr wieder zu ihrem Lieblingsfest trifft.

Was gefällt dir nicht so?

Aktuell (Anfang November) ist es eine Herausforderung, diese ganzen Fragen um die Corona-Massnahmen immer wieder zu beantworten. Es stellen die immer gleichen Leute immer die gleichen Fragen. Das ist manchmal etwas ermüdend, besonders wenn man nicht auf Verständnis stösst. Aber schlussendlich sind es ja nicht wir, die diese Vorgaben machen. Wir sind einfach angehalten die Massnahmen, die vom Land Baden-Württemberg vorgegeben sind, umzusetzen. Wir können halt nichts daran ändern.

Aber abgesehen davon macht’s immer noch sehr viel Spass - auch nach 21 Jahren.

Ihr habt ja auch noch Frühlings- und Sandausstellungen: Was ist deine liebste Zeit im Blüba?

Kürbis ist schon meine liebste Zeit, weil ich damit auch angefangen habe und es eine besondere Zeit ist.

Und was machst du in deiner Freizeit?

Haha! Ja gut, ich habe ja auch noch Kinder 😊. Und mit denen verbringe ich dann schon gerne die Zeit, in der ich nicht arbeite. Wenn ich dann doch mal ganz allein bin, mache ich gerne lange Spaziergänge, höre Musik, oder treffe Freund*innen.

Was für Zukunftsträume hast du?

Ich bin aktuell sehr zufrieden mit meiner Situation. Auch wenn es manchmal eine Herausforderung ist, die Kinder mit dem Beruf zu vereinbaren. Gerne würde ich mal eine längere Reise mit der ganzen Familie unternehmen, denn ich bin der Meinung, dass es wichtig und schön ist, Erlebnisse zu teilen und gemeinsame Erinnerungen zu schaffen. Außerdem könnte ich mir vorstellen, irgendwann mal einen eigenen Film zu realisieren.

Valérie war Vollblutautorin des FarmTickers (bis Juni 2024) und immer zur Stelle wenn's "brennt". Sie mag schöne Texte und offene Worte. (Zum Portrait).

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