Kürbissorten

Wir sind ganz Kürbis

05. September 2016 Giacinto

Auf unserem Spargelhof in Rafz werden auf gut 50 Hektaren über 100 Kürbissorten angebaut (5ha Ölkürbisse, 7ha Zierkürbisse und 38ha Speisekürbisse). Ein Teil der 1'000 Tonnen geernteten Kürbisse werden im Herbst als Kürbisaustellung-Highlight auf unseren Erlebnishöfen in Seegräben und Jona zu sehen sein oder wandern an verschiedene Orte in der ganzen Schweiz (z.B. zum Vitznauer Hof). Kürbisse kennen viele Bezeichnungen: Bäbenen, Bebirna (althochdeutsch), Chörbse (St.Gallen), Kürbs (Rhein), Malune (Bern), Plutzer (Österreich), Kürbis (mittelhochdeutsch) und sind bei uns zwischen August bis Ende Februar saisonal zu finden.

Mandarin Butternuss
Mandarin und Butternuss Kürbisse
Diverse Kürbisprodukte
Verschiedene Kürbisprodukte im Hofladen

Geschichte

Die verschiedenen Arten von Kürbis wurden zum grössten Teil unabhängig für die gleiche Verwendung domestiziert. Als Zeitpunkt wurde lange etwa 5000 v.Chr. angenommen. Neue Funde von Samen domestizierter Kürbisse sind jedoch auf 8000 bis 10000 v. Chr. zu datieren. Es wird angenommen, dass ursprünglich die nahrhaften Samen genützt wurden, da diese frei von Bitterstoffen sind, während alle Wildformen bittere Früchte besitzen. Durch die Auslese wurde auch die Nutzung als Gemüse möglich. Anfang des 16. Jahrhundert gelangen dann die ersten Samen nach Europa, wo die Kürbisse gerne kultiviert wurden. Kolumbus berichtet, dass er die Pflanze 1492 in Kuba kennen und schätzen gelernt habe.

Herkunft

Der Gartenkürbis wurde in Mexico und im Süden der USA domestiziert, der Moschus–Kürbis in Zentralamerika und der Riesenkürbis in Südamerika. Der Kürbis gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit.

Kürbisausstellung Kürbisfiguren
Hier wird gerade Obelix' Hinkelstein behängt

Geschmack

Da es ca. 1000 verschiedene Kürbissorten gibt und fast jeder davon anders schmeckt, ist es schwierig sich auf einen Geschmack festzulegen. Einige davon sind nussig, süsslich, andere neutral und je nach Zubereitung ganz verschieden. Beispiele:

  • Butternuss: Süsslich nussiger mehliger Geschmack.
  • Mandarin: Süss knackig, leicht mehlig, Nuss-Maroni-Aroma, eignet sich zum Füllen, frittieren und backen.
  • Oranger Knirps: Fein nussartig, aromatisch, roh und gekocht eine Delikatesse.
  • Rondini: Dezentes Nussaroma.
  • Patisson: Wegen ihrer UFO-Form auch Kaiser oder Bischofsmütze genannt. Geschmacksneutral. Geeignet zum Füllen, frittieren und backen, da man ihn nicht schälen muss.
  • Ölkürbis Lady Godiva: Diese Sorte wird für die Produktion von den Kürbiskernen angebaut, die wir ihn unseren Hofläden ihn verschiedenen Geschmacksrichtungen verkaufen.

ZUBEREITUNG

Es gibt unzählige Zubereitungsarten für die verschiedenen Kürbisse. Beispielsweise eignet sich der Kürbis als Beilage zu Wild und Schweinefleisch oder lässt sich süss sauer Einlegen, ideal zu Rindsfilet. Kürbiskompotte passen zu süssen oder pikanten Gerichten. Berühmt ist zudem die Kürbissuppe als Vor- oder Hauptspeise. Auch backen kann man mit dem vielfältigen Gemüse. Hier gibt es einige Rezepte zum selber nachkochen.

Kürbiskuchen
Kürbis statt Rüebli - Saftiger Kürbiskuchen
Kürbissuppe
Der Klassiker: Die Kürbissuppe

Wissenswertes

Heute werden Kürbissamen vor allem bei Reizhusten und Beschwerden, wie sie beim Wasserlassen bei gutartiger Prostatavergrösserung auftreten, eingesetzt. Die Kürbisse sind reich an Kalium, Calcium, Magnesium und Vitamin C. Die Samen enthalten bis etwa 35% fettes Öl.