Kürbisse in Gestell
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Wie kam der Kürbis nach Europa?

Der Kürbis ist auch aus dem Europäischen Herbst kaum mehr wegzudenken. Er hält nicht nur in den Küchen Einzug, sondern erfreut sich auch 20 Jahre nach seiner Bekanntmachung noch grosser Beliebtheit – auch in optischer Hinsicht.

Doch der Kürbis war nicht immer hier…

Woher kommt der Kürbis

Ursprünglich zuhause war der Kürbis in Südamerika. Dort wurde er gerne zusammen mit Mais und Bohnen in Mischkultur angebaut. Während der Kalebassenkürbis bereits seit mehreren Jahrtausenden in Europa bekannt und genutzt wurde, kam der heute geläufige Gartenkürbis erst viele Jahre später nach Europa. Vermutlich durch die Seefahrt im 15. Jahrhundert sollen diese Kürbisse nach Europa und Asien gelangt sein.

Und wo hat er sich sonst noch verbreitet?

Der absolut gesehen mit Abstand grösste Kürbisproduzent der Welt ist China, die 2019 rund 8 Millionen Tonnen Kürbis produzieren. In Europa liegt 2019 die Ukraine zuvorderst mit rund 1,3 Millionen Tonnen. Deutschland macht rund 135'000 Tonnen, Österreich 27'000 Tonnen und die Schweiz 17'000 Tonnen (Quelle: Wikipedia.org)

Pro Kopf gerechnet steht in dieser Länderauswahl die Ukraine an der absoluten Spitze. Pro Ukrainer*in werden jährlich 30 kg Kürbis produziert. Pro Einwohner der Volksrepublik China sind es 5,7 kg Kürbis, pro Österreicher*in rund 3 kg, pro Schweizer*in 1,9 k und pro Deutsche*r 1,6 kg. Der deutsche Sprachraum scheint also gar nicht so kürbisaffin zu sein wie der Rest Europas.

Und doch wird auch hier mit grosser Begeisterung im Herbst Kürbis gegessen und mit Kürbis dekoriert.

Warum ist der Kürbis eine nie enden wollende Erfolgsgeschichte?

Stefan Hinner ist der Deutsche Lokalmatador der Kürbisausstellung und verkauft – auch nach 20 Jahren – immer noch den Kürbis als Erlebnis. Auf die Frage danach, warum der Kürbis auch nach so vielen Jahren für viele Leute noch etwas Besonderes ist, antwortet er: «Ich bin immer wieder überrascht, wenn ich mich mal ausserhalb der Jucker-Bubble bewege und sehe, dass der Kürbis noch am Anfang seiner Bekanntheit steht. Es ist immer noch exotisch, hipp und unbekannt. Aber es ist nicht nur das. Auch wenn man den Kürbis schon länger kennt, wird er nicht langweilig. Es gibt so viele verschiedene Sorten und immer wieder etwas Neues zu entdecken. Die Bandbreite an verschiedenen Farben, Formen, Geschmacksrichtungen und Verwendungsmöglichkeiten sind so vielfältig, dass man eben auch unglaublich viele Leute damit erreicht.»

 

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Valérie ist Vollblutautorin des FarmTickers und immer zur Stelle wenn's "brennt". Sie mag schöne Texte und offene Worte. (Zum Portrait).

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