Rebberg Seegraeben
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Die dritte Wümmet

Trotz Frost konnten wir diese Woche 4317kg Trauben ernten! Im Vergleich; letztes Jahr waren es «nur» 2835kg. Auch die Oechslegrade konnten erhöht werden, von 84 auf satte 92. Das freut unseren Obstbauchef Stefan Bächli: «Wir sind sehr erfreut natürlich, auch wenn uns der Frost viel zusätzliche Arbeit beschert hat.»

MEHR ARBEIT DURCH FROST

Grundsätzlich hatten wir Glück, da unser Rebberg so nahe am See ist. Denn der See speichert Wärme und verzögert den Frost. Zusätzlich hilft uns die späte Reblage bei 560 M.ü.M., die zu einem späteren Austrieb führt. Somit waren viele Augen noch im Wollstadium und noch nicht so frostempfindlich. Trotzdem… Einige «Augen» sind abgefroren. Augen? So bezeichnet man die Knospe. Aus einer Knospe wächst ein neuer Trieb, aus einem Trieb können mehrere Trauben gebildet werden, eine Traube besteht wiederum aus mehreren einzelnen Traubenbeeren.

Es gibt ein «Hauptauge» - an bester Stelle, dieses soll die besten Beeren hervorbringen. Als Sicherung für den Ertrag gibt es noch Nebenaugen, falls das Hauptauge z.B. durch Frost abstirbt. Die Nebenaugen entwickeln sich nur dann, wenn das Hauptauge nicht austreibt. Das ist bei uns leider an vielen Orten geschehen dieses Jahr. Zum Glück haben die Nebenaugen nicht versagt. Diese sind jedoch schwieriger zu bearbeiten, da sie meistens unten am Trieb wachsen. Diese mussten Stefan und sein Team vorsichtig nach oben schlaufen, ohne sie abzubrechen.

Zudem wurden im Sommer rund 300kg grüne Trauben weggeschnitten, die nicht mehr rechtzeitig reif geworden wären. So konnte die Pflanze alle Energie in die guten Beeren lenken.

Wuemmet Juckerhof

Früher Start im Sonnenaufgang.

Trauben Cabernet Blanc

Die Trauben links sind unreif und wurden geschnitten.

Reben Ernten Juckerhof

Handarbeit, jede Traube wird einzeln begutachtet und geschnitten.

Wümmet 2017

Mehr als 4 Tonnen Trauben werden zum Winzer Erich Meier transportiert.

HANDARBEIT

Die Wümmet ist auf dem Juckerhof immer ein gemeinsamer Kraftakt, da unsere Trauben natürlich von Hand geerntet werden. Nur so können wir die hohe Qualität garantieren. Alle, die mitanpacken – also sowohl Erntehelfer wie auch Mitarbeitende aus anderen Hofbereichen und natürlich die Familie Bächli – achten mit Argusaugen darauf, nur die guten reifen Beeren auszuwählen. Alle Faulen oder Vertrockneten werden abgeschnitten.

Dieses Jahr hat die Wümmet um einiges länger gedauert als geplant. «Es war schwierig abzuschätzen, wie viele reife Trauben es wirklich geben würde. Wir rechneten mit dem gleichen Ertrag wie letztes Jahr und wurden positiv überrascht.» Stefan Bächli hat extra lange gewartet mit der Ernte. Wir waren einer der letzten Betriebe im Kanton, die geerntet haben diesen Herbst. Die Trauben sollten von den schönen warmen Oktobertagen profitieren können. Wie Ueli Jucker so schön sagt; "Sonst gibt es eine ganz spezielle Weinsorte, nämlich den SuureBerger."

Die Trauben wurden zu Winzer Erich Meier geliefert, wo sie zu einem feinen Cabernet Blanc Jahrgang 2017 verarbeitet werden. Wir freuen uns bereits! Der Jahrgang 2016 ist übrigens in den Hofläden und in den Hofrestaurants erhältlich.

Prost!

Nadine kam von der Bank zum Bauernhof. Sie ist seit 2016 Marketing- und Kommunikationschefin bei Jucker Farm. Ihre Spezialität ist die digitale Kommunikation. Neben Ihrem Job reist sie leidenschaftlich gerne (Zum Portrait).

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