
Wie werden Kürbisse so gross?
Jedes Jahr findet auf dem Bächlihof die Schweizer Meisterschaft im Kürbiswiegen statt. Gelbe, orange und grüne Kürbis-Giganten treten auf dabei gegeneinander an. Die Schweizer Siegerkürbisse bringen jeweils Gewichte von über 700 kg auf die Waage. Der schwerste Schweizer Kürbis wurde bisher 2014 gewogen mit satten 953.5 kg. Der Weltrekord liegt sogar bei über 1200 Kilogramm.
GENMANIPULIERT?
Manch einer/eine fragt sich: Wie können Kürbisse, die sonst zwischen 1 und 5 kg wiegen, solche Dimensionen annehmen? Sind die etwa genmanipuliert? Ist Doping im Spiel? Das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen!
DIE ANTWORT: KEINE GENMANIPULATION.
Nein, da ist keine Genmanipulation im Spiel. Aber es sind auch nicht «die gleichen Kürbisse». Bei den Riesenkürbissen handelt es sich einfach um eine Sorte, die von Natur aus gross wird: der Atlantic Giant.
Kürbiszüchter*innen wählen über die Jahre immer das Saatgut der grössten Kürbisse aus und kreuzen die grössten mit den grössten. Solche Samen sind enorm wertvoll und werden in der Szene für mehrere Tausend Franken gehandelt.
ANTWORT AUF DIE ZWEITE FRAGE: JEIN.
Danach hängt die Grösse des Kürbisses auch massgeblich vom Wetterglück ab. Viel Sonne, aber nicht zu viel. Und viel Wasser. Täglich. Aber Achtung: Wenn der Kürbis zu schnell wächst, riskiert man, dass er Risse bekommt.
Also Wasser und Sonne bisher. Aber was bedeutet Doping im Kürbisland? Dünger, oder? Es gibt Leute, die lassen ihren Kürbis auf dem Miststock wachsen. Das ist erlaubt. Aber zweifelhafte künstliche Substanzen sind da nicht im Spiel. Wenn das Erbgut stimmt, werden die Dinger auch nur mit Wasser, Mist und Sonne gross genug.







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