Umbau Rafz Aufrichte
Hofleben von Valérie

Grosser Umbau in Rafz

Der Winter ist da, wir haben grosse Pläne. Diesmal ist der Spargelhof Rafz dran. Und da passiert in den kommenden Wochen und Monaten einiges.

(Alle Bilder im Artikel mit freundlicher Genehmigung von Schindler & Scheibling).

AUSBAU HOFLADEN

Der Hofladen wird vergrössert und wird in Zusammenarbeit mit der Firma Schindler und Scheibling im gleichen Stil wie die Hofläden in Seegräben und Jona ausgebaut. Zudem kriegt der Hofladen einen Holzofen, in dem wir das Brot frisch backen können.

Das alles geschieht im Februar, weshalb der Hofladen vom 29. Januar bis 2. März leider geschlossen bleiben muss.

Dafür darf man sich bereits auf die Neueröffnung im März freuen! Ab dem 3. März sollten wir wieder für Sie da sein und dann gleich täglich von 10 bis 17 Uhr.

AUSBAU DER SCHEUNE

Die Scheune und Lagerhalle hinter dem Rafzer Hofladen scheint jetzt schon grosszügig bemessen. Kaum zu glauben, aber sie platzt schon wieder aus allen Nähten. Darum wird sie jetzt um die Hälfte ihrer Fläche ergänzt. In den letzten Wochen wurde die Lagerhalle im rechten Winkel erweitert. Aktuell wird sie gedeckt. Per Ende Januar sollte der Umbau komplett und die neuen Kühler in Betrieb sein.

So soll der neue Hofladen aussehen...

...und sogar ein Holzofen kommt rein. Um frisches Brot zu backen!

Riesenkran zur Deckung des Daches (Bild: Schindler & Scheibling)

Dachträgerelemente (Bild: Schindler & Scheibling)

Dachdecker bei der Arbeit (Bild: Schindler& Scheibling)

WARUM DAS GANZE?

Zum einen, weil wir mehr Kühlraum für Spargeln und Erdbeeren brauchen. «Die aktuellen Kühler waren beim Bau ausgelegt auf eine Fläche von 2 Ha Spargeln. Wir steuern auf die 20 Hektaren zu», so Projektleiter Martin Jucker. «Auch Erdbeeren wollen wir in den Spitzenzeiten einfrieren können, damit wir sie das ganze Jahr über in unserer Manufaktur zu Confi etc. verarbeiten können (Artikel: Erdbeerconfi im Winter).

Zweiter Grund: Bisher konnten wir nicht alle Kürbisse ganzjährig einlagern. Dazu hat uns der Platz gefehlt. Der neue Teil soll vor allem dazu dienen, einen konstanten Lagerplatz zu haben, um den Kürbis nicht nur als Herbst- sondern auch als Wintergemüse einzulagern. «Knackpunkt beim Kürbis ist nämlich, dass er möglichst reif geerntet werden soll, aber noch vor dem ersten Frost. Der kommt aber oft schon im Oktober», so Martin Jucker. Zu den Spitzenzeiten der Kürbissaison hat uns immer der Platz gefehlt. Das wird nun neu möglich und wir kommen dem Ziel Zero Food Waste wieder einen Schritt näher. (Mehr dazu hier)

NEUE MITARBEITERUNTERKÜNFTE

Zeitgleich werden das Wohnhaus und die Scheune im Wisetal 1 um- und ausgebaut und ebenfalls energetisch saniert. Wo bisher 6 Personen wohnten, gibt es neu Platz für 20 Feldarbeiter. Und wir lassen uns nicht lumpen, der Ausbaustandard ist hoch. Gebaut wird nach Minergie-Standard und wir setzen eine Komfortlüftung ein. Sogar die Duschen funktionieren mit Wärmerückgewinnung. Dadurch lassen sich 30% der Energie sparen. Das rentiert sich finanziell zwar nicht, aber als Bauern ist uns ein schonender Umgang mit Ressourcen wichtig.

ENERGETISCH OPTIMIERT

Wie man im letzten Abschnitt schon ahnt: Bei allen Bauprojekten, die aktuell am laufen sind, wird darauf geachtet, dass die bestehenden Gebäude energetisch saniert werden. Die neue Lagerhalle wird zudem mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Das ist ja schonmal beachtlich, aber offenbar steckt da noch viel mehr in der Pipeline. Martin Jucker will die Katze noch nicht aus dem Sack lassen, sagt aber: «Auf dem Spargelhof in Rafz wird diesbezüglich eine ganz neue Ära anbrechen. Was aktuell gebaut wird ist nur ein kleiner Teil des neuen Energiekonzepts auf dem Spargelhof. Es wird ein Meilenstein in der Energiewende».

Wir spannen euch noch etwas auf die Folter und berichten mehr dazu, wenn es dann wirklich so weit ist.

Valérie ist Vollblutautorin des FarmTickers und immer zur Stelle wenns "brennt". Die Medienwissenschaftlerin hat vor der Geburt ihres zweiten Kindes das Kommunikationsteam von Jucker Farm geleitet.

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