Energieworkshop
Hofleben von Nadine

Wir stehen unter Strom – Energieworkshop der EKZ

Was ist eigentlich Energie? Diese Frage versetzte die Gruppe in der Seestube erst einmal ins Grübeln. Hier zeigte sich, wer von den Teilnehmenden des EKZ Energieworkshops auf dem Juckerhof einen Fensterplatz in Physik hatte. Der Workshop richtete sich an Mitarbeitende aus allen Hofbereichen.

Energie = Leistung/Kraft * die benötigte Zeit

Beispiel Velofahren: Je schneller man fährt, desto schneller ist die Energie zu Ende. Nimmt man sich hingegen mehr Zeit, hält man länger durch. Energie wird in Kilo-Watt-Stunden (kWh), Joule (J) oder kcal (Kilo-Kalorien) gemessen, die Leistung oder Kraft in Kilo-Watt (kW).

ENERGIEVERBRAUCH SCHWEIZ

Jede Schweizerin und jeder Schweizer verbraucht pro Jahr fast 30'000 kWh. Der Pokal des grössten Energieverbrauchers geht an den Verkehr, die Silbermedaille geht an die Unternehmen (Dienstleistungs- und Industriesektor zusammen), Bronze erhalten die Haushalte mit einem Anteil von immer noch knapp einem Drittel.

Der Energieverbrauch in der Schweiz ist seit über 80 Jahren praktisch nur am Zunehmen. In den letzten Jahren hat die Tendenz leicht abgenommen. Trotzdem bezieht die Schweiz immer noch 80% der Energie aus nicht erneuerbaren Quellen. Deshalb ist es wichtig, einerseits in erneuerbare Energien zu investieren und andererseits den Energiebedarf zu drosseln. Dazu gibt es grundsätzlich zwei Strategien:

  • Verzicht
  • Energieeffizienz

Jeder Teilnehmende des Workshops sollte sich 10 Bereiche aufschreiben, bei denen er oder sie nicht verzichten möchte; 5 im privaten, 5 im geschäftlichen Umfeld. Es zeigte sich, wie schwierig Verzicht ist. Wer möchte schon kalt duschen? Und kalter Kaffee macht zwar bekanntlich schön, die Hof-Gäste aber bestimmt nicht glücklich (mal abgesehen von hippen Getränken wie dem Frappucchino oder dem Cold Brew Coffee). Daher bleibt die Energieeffizienz, denn sie bedeutet gleicher Nutzen bei weniger Energieaufwand.

ENERGIE EFFIZIENT BRAUCHEN

Beste Technik + Optimales Verhalten = 80% Energiepotenzial

So lautet die These der EKZ. Im Haushalt können z.B. durch LED Beleuchtung oder tiefere Raumtemperaturen rund 28% eingespart werden. Würden wir mehr den ÖV nutzen, mit «Ecodrive» fahren und regelmässig den Reifendruck testen, würden wir rund 36% weniger Energie brauchen. Am Arbeitsplatz könnten ebenfalls 36% gespart werden, u.a. wenn der PC abgestellt, statt in den Standbymodus gesetzt wird.

Anschliessend setzten sich alle Teilnehmenden in bunt gemischten Gruppen zusammen und suchten nach Ideen für eine bessere Energieeffizienz im Juckerschen Betrieb. Es kamen tolle Vorschläge zusammen; von der Elektrovelo-Flotte über energieeffizientere Kühlschränke, Bewegungsmelder für die Lichter in den Seminarräumen, bessere Isolierung der Höfe bis zu Solarpanels auf den Dächern. Die Liste wird nun von unserem Energiebeauftragten Hannes Schmutz verarbeitet und es sollen so viele Ideen wie möglich umgesetzt werden.

Der Workshop erfüllte einen weiteren Zweck: Das Bewusstsein und Verständnis wurde geschärft bei den Teilnehmenden. Jeder kann etwas in seinem Alltag bewegen und diese Erkenntnisse weitergeben. Vielen Dank an dieser Stelle an die EKZ für den lehrreichen Workshop!

Zwei spannende Websites zum Thema Energieeffizienz:

www.topten.ch: Die besten und energiesparendsten Produkte und Dienstleistungen finden.
www.energie-experten.ch: Unabhängige Experten zeigen, wie energieeffizientes Handeln bubi-einfach wird.

Nadine kam von der Bank zum Bauernhof. Sie ist seit 2016 Marketing- und Kommunikationschefin bei Jucker Farm. Ihre Spezialität ist die digitale Kommunikation. Neben Ihrem Job backt sie leidenschaftlich gerne (Zum Portrait).

Beiträge von Nadine
Noch keine Kommentare zu “Wir stehen unter Strom – Energieworkshop der EKZ”

Weitere Berichte

Jana – Ordnung im Bauernhof-Chaos

Hofleben von Valérie

Jana ist bei uns Event-Animatorin. Genau wie Petra (die allerdings nicht mehr bei uns…

Weiterlesen
Mann mit blauem Karohemd

Macher mit Träumen

Hofleben von Valérie

Peter hat eine Bilderbuchkarriere bei Coop hingelegt. Angefangen hat er als Detailhandelsfachmann im Coop Wohlhusen…

Weiterlesen
Mitarbeiterschulung im Hofladen

Wie stelle ich einen Dieb?

Hofleben von Valérie

Fast genau ein Jahr ist es her, dass wir über die immer wieder vorkommenden Diebstähle…

Weiterlesen
Dominic Hoff

Grosse Klappe mit was dahinter

Hofleben von Valérie

«Döme» macht bei uns die Lehre als Koch. Dominic Hoff wie er mit bürgerlichem Namen…

Weiterlesen
Junger Koch mit Schwingbesen

Willkommen im Terrarium

Hofleben von Valérie

In einem sind Michi und ich uns einig: Der Jucker-Süssmost ist der beste, den es…

Weiterlesen
Robert Götze Koch

Go hard or go home

Hofleben von Valérie

Wenn der Spruch zu jemandem passt, dann zu Robert. Robert ging durch die härteste Koch-Schule,…

Weiterlesen
×