Deutsch auf Polnisch

23. Februar 2016 Valérie

Wir haben viele Mitarbeiter aus Polen, Ungarn und anderen Ländern. Die kriegen seit Mitte November jetzt neu einen Deutschkurs! Damit wir uns alle besser verstehen im Arbeitsalltag, haben wir ihn gleich selber organisiert.

Die Idee war schon längen in den Köpfen „herumgegeistert“. Schlussendlich gab Chef-Beck Dino via unserem betriebsinternen Ideenmanagement die Idee ein. Und da wir mit Tanja und Denise zwei ausgebildete Lehrerinnen im Team haben, wollten wir den Kurs gleich selber anbieten. Und sie haben gleich zugesagt: „Es macht mir grossen Spass, mal mit Erwachsenen zu arbeiten. Ich finde es sinnvoll und wichtig, dass wir in der Firma die Ressourcen nutzen, daher war für mich klar, dass ich diese Aufgabe übernehmen will“, meint Tanja Bächli, die die Anfängergruppe unterrichtet.

Grosse Motivation, Deutsch zu lernen

Immer am Dienstagabend treffen sich die 18 Mitarbeiter, aufgeteilt in 2 Gruppen. Sie kommen aus ganz verschiedenen Ländern: Mit dabei sind 11 Leute aus Polen, 4 aus Ungarn, 1 Tscheche, 1 Italiener und 1 Iraker. Der Kurs ist freiwillig, aber unsere Mitarbeiter besuchen ihn aus Überzeugung. Krystian aus Polen meint zum Beispiel: „Ich besuche den Kurs, damit ich besser Deutsch lerne und die Leute besser verstehe, um irgendwann auch mehr Aufgaben im Betrieb wahrnehmen zu können (…) Ich finde es cool, dass die Firma uns diese Möglichkeit bietet. Ausserdem liegt 1x pro Woche zeitlich noch in einem machbaren Rahmen“.

Der Frisör föhnt die Forelle

Die Stimmung im Kurs scheint gut zu sein. „Wir haben es lustig“, findet Krystian. Das bestätigt auch Tanja Bächli: „Wir lachen viel in den Stunden. Es gibt immer wieder lustige Sätze, wenn wir am Lernen sind“. So komme es schon mal vor, dass Kuriositäten wie „Der Frisör föhnt die Forelle“ zustande kommen. Auf die Frage, wie man denn antworten solle, wenn jemand nach der Toilette frage, kam kurz und bündig: „Ueli zeigt!“ (Anm. der Red.: Wer den Juckerhof kennt, ist dem fotografischen Abbild von Jucker-Vater Ueli auf dem Weg zur Toilette wohl auch schon begegnet ;-)).

Erste Fortschritte bemerkbar

Der Kurs scheint bereits Früchte zu tragen. Ein Grossteil der Kursteilnehmer arbeitet in der KüchenChef Beni Maurer meint: „Man merkt schon, dass die Mitarbeiter sich damit befassen und die Stimmung scheint gut zu sein da sie sich auch untereinander kennen“. Auch Kursleiterin Tanja Bächli findet, dass sich erste Fortschritte bemerkbar machen, wenn auch kleine: „Ich denke schon, dass es einige Verbesserungen gab, aber es ist immer schwierig wenn die Leute noch Ferien haben und nicht immer anwesend sein können, teilweise auch weil sie noch arbeiten müssen. Grundsätzlich sind die Leute bis auf wenige Ausnahmen sehr motiviert (…) Wie stark die Mitarbeiter vom Deutschkurs profitieren konnten, wird sich im Alltag zeigen.“

Die Teilnehmer selber haben ebenfalls das Gefühl, dass der Kurs hilft: „Der Kurs ist super, aber das allein reicht nicht. Man muss auch zuhause etwas tun“, meint Krystian, „viel lernt man auch während der Arbeit. Anfangs habe ich im Obstbau gearbeitet. Jetzt im Event-Aufbau komme ich viel mehr in Kontakt mit der Sprache“.

To be continued…

Vorerst dauert der Kurs bis Ende März. Danach startet die Saison wieder und für manche Mitarbeiter würde es dann schwierig, den Kurs regelmässig zu besuchen. Der Kurs war ein Pilotprojekt. Wenn möglich, werden wir ihn auch nächstes Jahr durchführen: „Es ist sicher ein Projekt, welches wir Ende März analysieren werden und im nächsten Winter ev. wiederholen können“, so Kursleiterin Tanja Bächli.

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