Seegfrörni in Sicht

13. Januar 2017 Valérie

Nächste Woche wird es kalt. Aber so richtig! Bis zu -10 Grad Celsius soll es Anfang nächster Woche werden. Da wir diesen Winter schon einige kalte Tage hatten, ist eine baldige Seegfrörni gar nicht unwahrscheinlich.

Aktueller Zwischenstand (Update am 24.01.2017)

Der Pfäffikersee ist immer noch nicht von einer Eisschicht bedeckt. Bleibt also abzuwarten, ob es die nächsten Tage für eine Seegfrörni reicht. Die Seetemperatur ist gemäss dem Seerettungsdienst Pfäffikon ZH von 2,8 auf 1,7 Grad Celsius gesunken. Und es bleibt kalt. 

Eine schöne Zusammenfassung des aktuellen Stands bietet der Tages-Anzeiger (Artikel vom 23.01.2017).

Wie lang muss es wie kalt sein, damit der Pfäffikersee gefriert?

120 Minusgrade braucht es in einem Winter für eine kompakte Eisdecke (Quelle: Seerettungsdienst Pfäffikon ZH). Konkret bedeutet das, dass die Summe der Tagesdurchschnittstemperaturen im Minusbereich eine Summe von 120 erreichen muss. Also z.B. 10 Tage hintereinander durchschnittlich -12°C.

Wie wahrscheinlich ist es, dass nächste Woche der See gefriert?

Aktuell liegt der Stand bei 80 Minusgraden diesen Winter. Fehlen also noch 40. Also noch 10 Tage mit -4C Durchschnittstemperatur, damit eine Seegfrörni 2017 Realität werden kann. Gar nicht so unrealistisch.

Gemäss Roger Perret von meteonews.ch ist eine beginnende Vereisung sehr wahrscheinlich. Dass er aber nächste Woche schon komplett zufriert, dafür brauche aber noch einige Minusgrade mehr. Zudem sei mit einer starken Bise zu rechnen, die wegen der Wellenbildung auf der Wasseroberfläche eine Eisbildung verhindere. Sobald die Bise jedoch abstelle, könne es jedoch schnell gehen. Denn die kalten Temperaturen sollen sich nämlich auch in der zweiten Wochenhälfte noch halten, allerdings mit deutlich weniger Wind. Was danach kommt, ist allerdings noch ungewiss.

Wann war die letzte Seegfrörni?

Das letzte Mal hatten wir vor 5 Jahren, im Februar eine Seegfrörni. Sie dauerte eine knappe Woche.

--> Übersicht über die Seegfrörnis der letzten Jahre bietet der Seerettungsdienst Pfäffikon ZH: http://www.retti.ch/index.php/pfaeffikersee/seegfroerni-pfaeffikersee

Auch damals habe eine heftige Bise geweht, erinnert sich Martin Jucker: „Die angekündigte Bise wird so heftig wie seit 2012 nicht mehr. Wenn der Wind abstellt, kann es dann sehr schnell gehen, bis der See zufriert. Dann legt das Eis pro Tag 1-2 Zentimeter an Dicke zu“. So der Seegfrörni-Erprobte Erlebnisbauer. „Damit wir auf den See können, braucht es mindestens 12 Zentimeter Schwarzeis. Das heisst, dass wir ungefähr nach einer Woche auf den See könnten.“

Allerdings liegt der Entscheid darüber, ob man auf den See darf nicht bei Martin Jucker, sondern bei der kantonalen Seepolizei in Oberrieden. Wenn sie Freigabe erteilt, entscheidet das Sicherheitsamt der Gemeinde Pfäffikon, ob der See fürs Volk geöffnet wird.  

Seegfrörni live verfolgen

Reinschauen und sehen, wie es um den See steht, kann man auf der Webcam vom Juckerhof. Die hier sichtbare Ecke des Pfäffikersees ist die, die meistens am frühesten gefriert. 

Nüsslisalat auf Vorrat ernten

Und was hat die Kälte für Folgen für unseren Nüsslisalat? Wenn der Boden gefriert, kann nicht mehr geerntet werden. Der Nüsslisalat ist zwar mit einem Vlies bedeckt, dieses schützt aber nur bis zu -3°C. Walter Pfister vom Spargelhof in Rafz bereitet sich auf die kommende Kälteperiode vor, indem sie heute und morgen möglichst viel von dem beliebten Wintersalat ernten. „So können wir eine Reserve für ca. 10 Tage anlegen. Eine längere Kälteperiode mit solchen extremen Temperaturen wäre ein Problem. Auch für die Himbeer- und Erdbeerkulturen im Boden. Deshalb sind wir froh, dass es zuerst noch zünftig schneit, denn Schnee isoliert“, so der Leiter des Spargelhofs. 

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