Simon Favre, Schweizer Meister 2020
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Newcomer ist Schweizer Meister

Heuer fand die Schweizer Meisterschaft im Kürbiswiegen ohne Publikum statt. Der Grund war, wie überall, Corona. Doch die leidenschaftlichen Züchter von allerlei Riesengemüse (ja, es waren nicht nur Kürbisse am Start), liessen sich davon nicht beeindrucken und kamen trotzdem aus der ganzen Schweiz angereist, um die Früchte ihrer monatelangen Arbeit auf der Waage gegeneinander antreten zu lassen.

Kürbiswiegen inkognito

Ganze 10 Kürbiszüchter kamen auf den Bächlihof in Jona (SG), beziehungsweise nicht auf den Hof selber, sondern auf einen Parkplatz in der Nähe, auf dem – so inkognito wie es eben mit riesigen orangenen Kürbissen geht – fleissig gewogen wurde. Warum auf einem Parkplatz? «Man wollte unbedingt vermeiden, dass sich Ansammlungen von Zuschauern bilden. Zudem wurden den einzelnen Züchtern Zeitfenster zugewiesen, um die Verteilung der Personen besser zu steuern», erläutert Nadine Gloor vom Marketing die Umstellung.

Sieg für westschweizer Newcomer

Die Gewichte der Kürbiswiegen waren – im Vergleich zu den Vorjahren – eher bescheiden. Trotzdem gab es einige Sensationen. Als absoluter Kürbisneuling holte Simon Favre aus Belmont-sûr-Lausanne (VD) als erster westschweizer Teilnehmer überhaupt mit einem 401 kg schweren Kürbis den Sieg. Der zweite Platz ging an Matthias Leuenberger aus Leimiswil (BE), dessen Kürbis 365,6 kg wog. Auf den 3. Platz schaffte es der langjährige Kürbis-Fuchs Jürg Wiesli, mit einem 353 kg schweren Kürbis. Sein Kürbis wurde dieses Jahr mit dem Howard Dill Award einstimmig als schönster Kürbis gekürt.

Nicht dabei war dieses Jahr Titelverteidiger Beni Meier. Er hatte drei Kürbisse im Rennen, musste sich aber diesen Sommer von ihnen verabschieden.

Das Sieger-Trio. V.l.: Matthias Leuenberger (2. Platz, 365,6 kg), Simon Favre (1. Platz, 401 kg), Jürg Wiesli (3. Platz, 353 kg)

Jürg Wiesli holte mit seinem Kürbis nebst dem 3. Platz auch die Auszeichnung für den schönsten Kürbis.

Eine 1,24 kg schwere Aubergine - neuer Schweizer Rekord von Roger Rüegger.

Rotkohl von Roman Brander mit 9,44 kg - ebenfalls ein neuer Schweizer Rekord

Und eine gigantische Wassermelone von Jürg Wiesli - 24,92 kg - ein neuer Schweizer Rekord.

Amalia-Josephine - die jüngste Teilnehmerin. Ihr Kürbis wog 31,8 kg.

Wegen Corona wurden die Kürbisse - etwas ungewöhnlich und ohne Publikum - auf einem benachbarten Parkplatz gewogen.

Schweizer Rekorde im Riesengemüse

Wiesli, der bekannt für sein vielfältiges und grosses Gemüse ist, hatte zudem diverse Schweizer Rekorde beim Gemüse zu vermelden. Einen fulminanten neuen Schweizer Rekord schaffte er mit einer gigantischen Wassermelone von 24,92 kg und mit einer 66,5 cm langen Runner Bean. Weitere neue CH-Rekorde schafften Roger Rüegger aus Brittnau (AG) mit einer 1,24 kg schweren Aubergine und Roman Brander aus Mosnang (SG) mit einem überdimensionierten Rotkohl von 9,44 kg Gewicht.

Auch bei den langen Kürbissen (Long Gourds) gab es einen neuen Schweizer Rekord: Matthias Leuenberger aus Leimiswil (BE) hatte einen 3,273 Meter langen Kürbis.

Top 3 bleiben auf Bächlihof

Die grössten drei Kürbisse wurden im Anschluss auf den Bächlihof gebracht. Sie werden als Attraktion auf dem Podest noch bis zum Ende der Kürbissaison ausgestellt sein. Ob sie wie üblich zum Saisonende an einem Schlachtfest öffentlich zerteilt werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen. Das Bächlihof-Team möchte je nach Situation kurzfristig darüber entscheiden.

Informationen zu allen Kürbis-Events finden sich hier.

Valérie ist Vollblutautorin des FarmTickers und immer zur Stelle wenn's "brennt". Sie mag schöne Texte und offene Worte. (Zum Portrait).

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