Brot und Bier
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Bier aus Holzofenbrot

Wir tun es wieder. Wir verwerten unser altes Brot. Es ist eine Art Zwang. Das Brot, dessen Mehl auf unseren Feldern gewachsen ist, in unserer Mühle hier auf dem Juckerhof gemahlen wurde und hier in der HofBäckerei im Holzofen erst zu dem wurde, was es ist. Das können wir nicht einfach wegschmeissen.

Food Waste ist uns zuwider (Warum?).

Nach einer ersten Auflage 2017 haben wir jetzt pünktlich auf den Winter an einer neuen Rezeptur getüftelt. Und die schmeckt fantastisch.

JA, WARUM BACKT IHR DENN MEHR ALS IHR BRAUCHT?

Wieviel auf unseren Höfen läuft, ist stark wetterabhängig. Auch wenn wir anhand des Wetterberichts mittlerweile ziemlich gut abschätzen können, wie viel an einem Tag läuft, wenn das Wetter anders ist, als im Wetterbericht vorgesehen, kann es schonmal passieren, dass wir auf einigen Laiben sitzenbleiben.

Dann gibt es folgende Möglichkeiten.

  • Brot einfrieren und für Suppe/Salat am Buffet aufbacken und wiederverwenden.
  • Unseren beliebten Brotkuchen backen
  • NEU: Bier daraus herstellen!

Für Bier braucht man Malz. In Brot ist Malz. Brot mit Malz = Bier. Bier macht zum Beispiel unser Kürbis-Bier-Partner St. Laurentius Craft Beer aus Bülach. Der Kontakt bestand schon, und Bier aus Brot war etwas, was sie bereits im Repertoire hatten.

Wir liefern also Weizen und Brot nach Bülach (was ja nicht weit von unserem Spargelhof in Rafz entfernt liegt), und die machen für uns Bier draus.

JA UND?

Das Besondere an unserem Brotbier ist, dass das Brot im Holzofen gebacken wurde. So hat es eine leicht holzige und rauchige Note, welche das Brot besonders schmackhaft macht. Schwierig bei der Herstellung war es, ein Rezept auszutüfteln, das immer gut schmeckt, da unser Brot nicht immer homogen ist und wir auch Brotsorten wie Kürbis- oder Nussbrot anbieten, von denen dann auch «Brot-Rohstoff» anfällt. Auch das Mehl hat nicht immer die gleiche Qualität. Das ist bei unseren Kleinstmengen anders als in den grossen Mühlen.

Neue Rezeptur 2018

Ziemlich genau vor einem Jahr haben wir unser erstes Brotbier lanciert. Und das lief an sich gut, so dass es bereits im Frühling ausverkauft war. Nur waren wir selbst nicht 100% zufrieden. Es war uns etwas zu herb. Deshalb wurde zusammen mit dem St. Laurentius-Team an einer neuen Rezeptur getüftelt. Nun ist seit Anfang November die Zweitauflage des Brotbiers in den Hofläden erhältlich und sie schmeckt tatsächlich milder und ist deutlich heller in der Farbe. Die Degustationsrunde im Team lief gut. «Das Bier schmeckt wirklich schön nach Holzofen-Brot», lautete das allgemeine Verdikt.

Also gehen wir in die zweite Runde: «Auf die Luke und hallo Malz, mein alter Kollege!»

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Valérie ist Vollblutautorin des FarmTickers und immer zur Stelle wenn's "brennt". Sie mag schöne Texte und offene Worte. (Zum Portrait).

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