Landwirt Sven Studer
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Landwirt durch und durch

Sven ist Landwirt durch und durch. Der Mann mit dem kräftigen Händedruck ist neu Standortleiter des Spargelhof Rafz.

Dabei ist der Spargelhof für ihn «nur» ein Zweitbetrieb. Daheim, in Nohl (ZH) am Rheinfall hat er einen eigenen Ackerbaubetrieb auf dem er Zuckerrüben, Mais, Raps und Kürbis anbaut. Dort wird er von seinem Vater, seinem ältesten Sohn Sandro und seiner Frau Rägi soweit unterstützt, dass er die Leitung beider Betriebe unter einen Hut kriegt.

Vor seinem Eintritt bei uns Anfang Jahr hat er 17 Jahre lang als Berater bei einer Saatgutfirma gearbeitet. Zudem ist er noch im Verwaltungsrat von Landi Weinland und Mitbesitzer eines Restaurants.

Für die Jucker-Brüder war er kein Unbekannter, als er sich beworben hat. Er hat damals mit Beat und Martin zusammen die Handelsschule absolviert und das Zürcher Oberland unsicher gemacht. Aber das ist eine andere Geschichte.

Was ihn sonst noch umtreibt, lest ihr im Interview:

Wann hast du gestartet?

Seit 6. Januar ganz offiziell. Am 5. habe in der Saatgutfirma buchstäblich mein Hemd an den Nagel gehängt.

Wie bist du bei uns gelandet?

Ich bin ja schon länger mit den Juckers befreundet und habe auf Facebook die Stellenausschreibung gesehen. Das war irgendwann im September. Und dann hat es auch schnell geklappt. Es war der perfekte Match.

Was hat dich bewegt, diese Aufgabe zu übernehmen?

Ich freute mich auf eine neue Herausforderung neben meinem eigenen Betrieb und hab mir gesagt: «Du kannst jetzt noch etwas Neues anfangen, solange du noch gefragt bist :-)». Das war die ideale Chance und ich habe sie gepackt. Die Übergabe von Raphi Peterhans - dem vorherigen Standortleiter - an mich erfolgt nun laufend bis zur Jahreshälfte. Er selber wird dann neue Aufgaben übernehmen.

Was ist dein Job als Hofleiter?

Ich habe die Gesamtleitung über den Spargelhof. Meine Aufgabe ist es, den Betrieb neu zu strukturieren, Personal zu rekrutieren und strategisch weiterzuentwickeln. Den Anbau von Kulturen plane ich zusammen mit Robert Courth unserem Produktionsleiter vor Ort. Zum Spargelhof gehört neben der Produktion auch der Hofladen und die Logistik.

Wo steht der Spargelhof in 5 Jahren? Was möchtest du ändern?

Frag mich in einem Jahr nochmal :-D. Ich habe erst gerade angefangen und möchte den Betrieb besser kennenlernen, bevor ich hier grosse Töne spucke. Im Rahmen der Gesamtstrategie sind aber einige Stossrichtungen ohnehin vorgegeben. Dies betrifft vor allem den Anbau: Wir wollen noch naturnäher produzieren und den Bedarf an Rohstoffen für verarbeitete Produkte in den Hofrestaurants und Hofläden noch besser durch Eigenproduktion abdecken.

Was gefällt dir am Unternehmen Jucker Farm?

Isch das e Fangfrag? :-). Es ist sicher ein spannendes Umfeld, das sehr viele Entfaltungsmöglichkeiten bietet.

Wo hat die Firma noch Knackpunkte?

Eine Baustelle ist sicher die Organisation vor Ort in Rafz. Die Zuständigkeiten sind noch nicht so gut geklärt, das sind wir gerade am Aufgleisen.

Und die Infrastruktur kann definitiv noch ausgebaut werden. Wir benötigen dringend Mitarbeiter-Unterkünfte, da zwei davon per Mitte Jahr wegfallen. In der Saison haben wir total 80 Nasen, die unterzubringen sind.

Und das Büro befindet sich auch gerade im Umbau.

Was ist dein Lieblings-Jucker-Produkt?

Ich habe schon fast den ganzen Hofladen durchprobiert :-). Aber die Spargeln sind schon wahnsinnig gut und die Kräuter-Chips. Die sind mega.

Die Früchtewähen sind auch super, die esse ich manchmal zum Zmittag.

Was machst du am liebsten ausserhalb der Arbeit?

Ich verbringe Zeit mit der Familie. Wir haben 3 eigene Kinder im Teeniealter und seit Anfang Jahr noch ein 8 Monate altes Pflegekind.

Im Winter gehen wir oft Skifahren und Snowboarden. Und im Sommer ist Campen angesagt. In unserem Wohnmobil haben alle Platz, drum fahren wir meistens damit weg, in die umliegenden Länder.

Und Velofahren. Das mach ich auch gern. Ich habe gerade ein neues E-Velo gekauft, mit dem ich zur Arbeit kommen werde.

Hast du Zukunftsträume, die du uns verraten magst?

Den Spargelhof auf die Reihe kriegen ;-). Sonst habe ich keine Pläne, ich bin gerade sehr glücklich.

Valérie ist Vollblutautorin des FarmTickers und immer zur Stelle wenn's "brennt". Sie mag schöne Texte und hat vor der Geburt ihres zweiten Kindes das Kommunikationsteam von Jucker Farm geleitet (Zum Portrait).

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