Zu Jucker Farm
von Valérie

Feuer – geschnitzt aus Kürbis

Der Event findet jährlich statt: Mehr Infos

Diesen Samstag wurde auf dem Bächlihof wieder Kunst kreiert. Kürbiskunst. Nach einem Abstecher nach Rafz im letzten Jahr durfte der legendäre Anlass heuer wieder auf dem Bächlihof stattfinden und zog viele Schaulustige und Kürbisbegeisterte an.

Vier Schnitzkünstler verschafften jeweils einem Riesenkürbis ein ausdrucksvolles Antlitz. Die Themenvorgabe entsprach dem Thema der diesjährigen Kürbisausstellung: FEUER.

Deutsche und Schweizerische Kürbiskünstler*innen

Am Start waren alte wie auch neue Hasen. Jeroen Van de Vlag – seit vielen Jahren Schnitzkünstler und mit der Jucker Farm verbandelt war ebenso am Start, wie die Vorjahressiegerin «Coco» aus Deutschland. Ebenfalls aus Deutschland angereist war Raimund Ühle – Vater von Alisa Käfer, die bei der Jucker Farm für die Kürbisausstellung in Ludwigsburg zuständig ist.

Und dann noch – ebenfalls aus Deutschland – allerdings recht nahe der Grenze: Newcomer Benjamin Kraus. Er hatte 2019 bereits das Publikumsschnitzen für sich entschieden und hat letztes Jahr die Anwesenden mit einem derart genial geschnitzten Hubbard-Kürbis überrascht, dass er kurzerhand als neuer Kürbiskünstler engagiert wurde.

Siegerkürbis vom Newcomer aus Deutschland

Fünfeinhalb Stunden Zeit hatten die vier Künstler, um ihr Kunstwerk zu vollenden. Den Wettbewerb gewonnen hat ausgerechnet Newcomer Benjamin Kraus. Sein Feuerdrache hat vor allem im Online-Voting abgeräumt. Auf den zweiten Platz schafften es gleich zwei Schnitzkünstler*innen. Das Rennen war derart knapp, dass die erfahrensten Schnitzkünstler beide gleichauf lagen. Vorjahressiegerin Coco und der Schnitzroutinier Jeroen van de Vlag teilten sich den zweiten Platz, beide hatten sie einen Feuervogel bzw. Phönix geschnitzt. Reimund Ühle, der 2019 schon auf dem Bächlihof geschnitzt hat, landete mit seinem «Heart on fire» auf dem vierten Platz.

Auch das Publikum durfte Hand anlegen – allerdings nicht an einem Riesenkürbis, sondern an Halloweenkürbissen. Auch hier gab es tolle Preise zu gewinnen. Was hier wieder geschnitzt wurde, war fast genauso fantastisch wie das, was die Profis ablieferten. Abgeliefert hat vor allem eine Familie, die sich für ihre Schnitzkunstwerke viel Zeit genommen hat. Andrea Spaltenstein gewann mit einer Kürbishexe, Jamie Amrein schaffte den zweiten Platz mit seinem Pikatchu und Sarina Rufli hatte eine sehr gute Idee mit einem Kürbis, der einen kleineren verschluckt hat.

Der Feuerdrache hat gewonnen!

Vorjahressiegerin Coco landete mit ihrem Feuervogel auf dem zweiten Platz...

...zusammen mit Schnitz-Routinier Jeroen van de Vlag.

Reimund Ühle schaffte es mit seinem flammenden Herz auf Platz 4.

Die vereinigten Kürbiskünstler vor der Kürbis-Glumanda-Figur.

Die Gewinner*innen des Publikumswettbewerbs: Sarina Rufli, Jamie Amrein und Andrea Spaltenstein.

Der Newcomer-Künstler vom Bodensee bei der Arbeit: Benjamin Kraus hat dieses Jahr gewonnen.

Die Kunstwerke bleiben noch für rund eine Woche auf dem Bächlihof. Wer den Anlass verpasst hat, hat also noch etwas Zeit, doch noch ein Auge voll zu nehmen.

Kürbisschlachten am 5. November

Den Abschluss der diesjährigen Kürbissaison macht das Kürbisschlachten am 5. November. Da werden die 3 Siegerkürbisse der Schweizer Meisterschaft auf dem Bächlihof zerteilt und ihre Samen entnommen. Wer Glück hat, kann sich ein Stück Kürbisfleisch oder einen Samen ergattern. Auch dieser Anlass ist für die Besucher kostenlos.

Valérie ist Vollblutautorin des FarmTickers und immer zur Stelle wenn's "brennt". Sie mag schöne Texte und offene Worte. (Zum Portrait).

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