
Mit Frostkerzen die Kirschen gerettet
Am ersten schönen Wochenende im Juni sind wir auf dem Juckerhof fast von Chriesi-Fans überrannt worden. 730 kg Kirschen holten unsere Gäste von den Bäumen in der Wildkultur. Was hatten wir für eine Freude! Kirschen zum Selberpflücken gab’s dieses Jahr aber nur dank einer Nacht und Nebel Aktion.
Nic, der Retter der Kirschen
Ende März wurde es in Seegräben nochmal richtig kalt. Der Wetterbericht hatte sogar Temperaturen unter null vorausgesagt. Produktionsleiter Röbi Portmann machte sich darum keine allzu grossen Sorgen um die bereits Blüten tragenden Bäume. «Dank dem Input von Nic Jucker sind wir dann aber trotzdem ausgerückt, um die genauen Temperaturen an den Blüten zu prüfen», berichtet Röbi. Zum Glück.
Die erste Temperaturüberprüfung um 21 Uhr war mit 0.3 Grad auf der Wetterstation und -3.4 Grad an der Blüte noch unbedenklich. Um 3 Uhr morgens war dann aber Handeln angesagt. Mit einer Temperatur von -5.5 Grad an der Blüte war das Limit überschritten. Denn wenn die Blüten erfrieren, ist die Ernte für das Jahr verloren. So ein Ernteausfall kann die Bäume ausserdem aus dem Gleichgewicht bringen und noch mehrere Jahre schlechte Erträge und damit in unserem Fall kein Selberpflücken bedeuten.
Das Thema Spätfrost hat Martin Jucker in seiner Kolumne auf nau.ch beleuchtet. Hier kannst du sie lesen.
Frostkerzen sei Dank
Und jetzt? Was kann man in so einer Situation noch machen? Unsere unverhofften Nachtarbeiter entschieden sich dafür, Frostkerzen aufzustellen. Gut waren wohl alle Nachbar*innen tief und fest am Schlafen, denn von Weitem hätte man meinen können, die Anlage brenne.
Auch wenn Frostkerzen nur für einen Temperaturanstieg von wenigen Grad sorgen, es hat gereicht, um unsere Kirschblüten und damit das Selberpflücken zu retten. Unsere Chriesi sind also dieses Jahr besonders wertvoll.












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