Zu Jucker Farm
Kinderwagen Vorrang
von Valérie

Vorrang auf dem Parkplatz

Zur Kürbiszeit gibt es immer mal wieder ein Puff auf dem Parkplatz und uns wird häufig die Frage gestellt:

«Wäre es nicht möglich, nur den Besuchern mit Kinderwagen Zufahrt zum TCS-Parkplatz in Seegräben zu erlauben?»  

Die Antwort lautet leider: Nein.

 

Hier die Begründung

Wir verstehen die Überlegung. Mit Kinderwagen um den See spazieren oder den Bus zu nehmen ist mühsam. Einfach alles ins Auto packen und los - das ist einfacher.

Aber...

  • Ein Grossteil der Besucher*innen, die an einem Sonntag zu uns kommen, haben einen Kinderwagen dabei. Der Parkplatz wäre auch innert kürzester Frist voll, wenn nur Autos mit Kinderwägen dort stehen würden.
  • Die Idee ist in der Praxis nicht umsetzbar. An den richtig vollen Kürbissonntagen ist Seegräben ohnehin komplett verstopft. Es gibt immer Leute, die in Seegräben auf einen Parkplatz warten, statt weiter zu fahren. Das Resultat ist eine stehende Kolonne. Die Wartezeiten würden verschärft, wenn wir bei allen Leuten erst in den Kofferraum schauen müssten, um zu verifizieren, dass sich darin wirklich ein Kinderwagen befindet.
  • WENN es diese Regelung gäbe: Was ist mit allen Leuten im Rollstuhl, oder die sonst nicht so gut zu Fuss sind? Was ist mit allen, die vorhaben, richtig viele Kürbisse zu kaufen? Es gibt viele Gründe, die einem einen ethischen Vorrang auf den Parkplatz geben würden. So gerne wir darauf schauen würden: Es ist nicht umsetzbar. Die Diskussionen beim Parkplatzeingang wären NOCH länger.

Darum gilt die simple Regel: De Gschnäller isch de Gschwinder. Das klingt radikal und wir wünschten uns auch eine bessere Lösung. Aber momentan gibt es keine.

TIPPS EINER MUTTER

Ich habe selber zwei Kinder. Eins davon ist grad dem Krabbelalter entwachsen. Ich weiss, wie mühsam es sein kann, mit Kindern irgendwo hin zu fahren. Wieviel Zeug man dabei hat. Dass die Kinder irgendwann müde werden und nicht mehr laufen wollen.

Mein Tipp: Hier muss man etwas umdenken.

Es geht nicht anders. Und es ist auf jeden Fall besser, als jeden Herbst mit einem Anreise-Frust heimzugehen.

1. Zu Fuss vom Aathal hoch.

Ich bin selber schon mit Kinderwagen den steilen Weg vom Aathal hoch und wieder runter. Ist nicht bequem, aber durchaus machbar. Persönlich ist mir das lieber, als mich mit Kinderwagen in einen vollen Bus zu quetschen.t

NEU: Im Herbst fährt ein Bus von Uster direkt nach Seegräben - der Weg von der Bushaltestelle zum Hof ist SEHR kurz!

2. Spaziergang oder Velo-Ausflug.

Für alle, die wie ich das grosse Glück haben, in der Nähe (Wetzikon, Pfäffikon, Auslikon, Uster etc.) zu wohnen: Macht doch einen Spaziergang mit dem Kinderwagen oder kommt mit Velo und Anhänger, oder Velo-Sitzli und Babytrage. Ich persönlich spare mit lieber den Stress mit der Anreise und mache das so.

Tipp: Mit dem ÖV bis nach Pfäffikon ZH und von da aus ca. 50 Min. dem Pfäffikersee entlang spazieren. Ist sehr hübsch!

3. Früh oder spät anreisen.

Wer nicht aufs Auto verzichten kann oder will, kommt am besten vor 9 Uhr. Dann stehen die Chancen auf einen Parkplatz in Seegräben besser. Oder aber man entscheidet sich, erst am späteren Nachmittag zu kommen, oder wenn es regnet. Dann gibt es eher Parkplätze.

4. Bächlihof statt Juckerhof.

Der Bächlihof in Jona ist nur 20 Min. entfernt von hier. Er liegt direkt neben der Sportanlage Grünfeld, wo ausreichend Parkplätze vorhanden sind. Zudem kostet der Parkplatz da für einen ganzen Tag viel weniger als auf dem Gemeindeparkplatz Seegräben. Auch auf dem Bächlihof gibt es tolle Erlebnisse und die Kürbisausstellung. www.bächlihof.ch

Valérie war Vollblutautorin des FarmTickers (bis Juni 2024) und immer zur Stelle wenn's "brennt". Sie mag schöne Texte und offene Worte. (Zum Portrait).

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