Zu Jucker Farm
Kürbisausstellung auf dem Juckerhof in Seegräben
von Nadine

Kürbisausstellung soll kostenpflichtig werden

Wie berichtet, war die Kürbisausstellung 2023 ein riesiger Erfolg. Vor allem die bekannteste Ausstellung, jene auf dem Juckerhof in Seegräben, hat wieder zehntausende Besucher*innen angelockt. Einerseits freut uns das natürlich, denn der Herbst ist für das Unternehmen Jucker Farm essenziell – dazu mehr weiter unten. Andererseits zeigte das letzte Jahr, dass es so nicht mehr weiter gehen kann. Die Menschenmenge ist an Spitzentagen für uns und für das Dorf Seegräben nicht mehr zumutbar geworden.

Wenige Spitzentage

Auch wenn es von aussen nach mehr aussieht, sind es schlussendlich wenige Tage im Herbst, die den Rahmen sprengen. Es sind Wochenenden im September und Oktober sowie teils Herbstferientage – natürlich immer nur bei schönem Wetter. An diesen Tagen zieht es abertausende Menschen zu uns auf den Hof und ans Naherholungs- und Umweltschutzgebiet Pfäffikersee. Verständlicherweise – schliesslich ist es im Herbst einfach wunderschön in dieser Region!

Doch diese Idylle wird beeinträchtigt durch die Menschenmassen, die sich auf der Kürbisausstellung und rund um den Pfäffikersee bewegen. Wir versuchen seit Jahren, die Besucherinnen und Besucher zu motivieren, NICHT mit dem Auto und NICHT an den Wochenenden zu kommen. So vieles wurde schon probiert. Es hat sich aber gezeigt, dass es mehr braucht. Daher haben wir beschlossen, dieses Jahr einen neuen Weg zu prüfen.

Eintritt für die Kürbisausstellung

Die Kürbisausstellung soll zeitweise kostenpflichtig werden. «Die Diskussion darüber, ob die Kürbisausstellung gratis ist oder nicht, ist so alt wie die Kürbisausstellung an sich,» sagt Martin Jucker. Lange haben wir uns gesträubt, doch nun scheint es nicht mehr anders zu gehen:

«Die Kürbisausstellung an Spitzentagen kostenpflichtig zu machen, erachten wir als die einzig vernünftige Konsequenz, der Situation zu begegnen.»

Martin Jucker, Co-Gründer und Inhaber

Die grobe Idee ist, dass auf dem Juckerhof an Spitzentagen im Herbst Eintritt verlangt werden soll. Wie hoch der Ticketpreis sein wird und wie wir das Eintrittssystem genau lösen, ist noch nicht definiert. Zusammen mit den Behörden werden wir nun so rasch wie möglich eine umsetzbare und sinnvolle Lösung erarbeiten und anschliessend informieren.

Eine Eintrittslösung bringt Vorteile für uns als Betrieb, für unsere Mitarbeitenden, die Umwelt, für die Dorfbewohner*innen und auch für unsere Gäste! Denn wir können die von uns angestrebte Qualität an so vollen Kürbistagen nicht mehr gewährleisten. Unser Ziel ist QUALITÄT nicht QUANTITÄT!

Die Kombination aus einem Ticket an Spitzentagen und dem jetzt endlich regulären Busbetrieb an Wochenenden im September und Oktober zwischen Uster und Seegräben, wird eine deutliche Verbesserung bringen, davon sind wir überzeugt.

Wichtigkeit der Ausstellung

Alles hat mit dem Kürbis angefangen vor rund 25 Jahren. Mittlerweile sind wir als Unternehmen breiter aufgestellt – die Jucker Farm AG ist Landwirtschaftsbetrieb, Lebensmittelproduzentin, Gastronomieunternehmen, wir haben Hofläden, liefern in den Detailhandel, wir sind eine Eventlocation… Aber bis heute ist der Kürbis unsere wichtigste Kultur und die Kürbisausstellung unser Kapital!

Ein Verzicht auf die Kürbisausstellung würde die Existenz von Jucker Farm gefährden und somit auch viele Arbeitsplätze! Daher sehen wir es als unsere unternehmerische Verantwortung, eine Lösung zu finden, die für ALLE beteiligten Parteien stimmig ist! Und zwar langfristig.

Stay tuned – mehr Informationen folgen bald.

 

Und – wie üblich -  falls ihr Ideen habt, wie wir die Besucherströme besser managen können, haut rein in die Tasten! Gerne via Kommentarfunktion oder direkt an info@juckerfarm.ch!

Nadine kam von der Bank zum Bauernhof. Sie ist seit 2016 Marketing- und Kommunikationschefin bei Jucker Farm. Ihre Spezialität ist die digitale Kommunikation. Neben Ihrem Job reist sie leidenschaftlich gerne (Zum Portrait).

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