Raubtierfütterung im Ziegenstall

07. Dezember 2015 Valérie

Entgegen der landläufigen Meinung haben wir auf dem Juckerhof keine Kühe. Schon lange nicht mehr. Ueli Jucker – der Vater von Beat und Martin - hat die paar Kühe, die er noch hatte Anfang der 1970er Jahre verkauft. Im gleichen Zug hat er sich bereits damals ein paar Ziegen zugelegt. Als Attraktion für die Besucher. Denn schon da wurde ein Grossteil der Ernte über den Hofladen verkauft und es kamen regelmässig Leute auf den Hof, um sich mit Obst, Gemüse und Eiern zu versorgen. Das Konzept „Erlebnishof“ hat schon sehr früh seine Anfänge genommen. Und die „Geissen“ waren zuerst da. Vor dem Kürbis, dem Hofrestaurant und den Event- und Seminarräumen.

Die Ziegen waren zuerst da

Seit 40 Jahren sind die Ziegen auf dem Juckerhof, in immer neuer Besetzung. Momentan sind es 12 an der Zahl, 9 Weibchen und 3 Böcke. Die meisten von ihnen sind schon mehrere Jahre auf dem Juckerhof. Vor ca. 2 Jahren stiessen Struppi (Platzhirsch vom Dienst) und Lucy (die leider schon das Zeitliche gesegnet hat) dazu.

Erika aus dem Obstbau versorgt die Tiere jeden Tag zwei Mal mit Futter. Im Video unten kriegt ihr einen Einblick wie das läuft. Wenn Erika nicht da ist, schaut Rafi zu dem wilden Trupp, und wenn mal alle Stricke reissen, werden die Zicken im Stall von unseren netten Damen aus dem Hofladen. 

Dunkelgrün: Besucherbereich, Hellgrün: Rückzugsbereich für die Geissen, Weiss: Hasenstall Aussenbereich.

Fütterung der Raubtiere

Normalerweise zwischen 7 und halb 8 Uhr morgens und am Abend nochmal zwischen 5 und halb 6. Sie kriegen Maispellets, Heu und Wasser. In der Saison werden sie dazwischen gut von unseren Besuchern versorgt. Und im Weidebereich können sie frisches Gras vom Boden zupfen. Da es ein Geisslipark ist, werden die Ziegen auch teilweise durch die Besucher gefüttert. Das Futter, was im Hofladen verkauft wird, ist allerdings streng rationiert. Wenn das ganze Futter weg ist, kriegen sie abends nur noch Heu. „Wenn die Ziegen könnten, würden sie dauernd und alles fressen“, lacht Erika. Das sieht man auch bei der Fütterung: Der Kampf am Napf ist jeweils gross und es gibt ein böses Gerangel. Unsere Ziegen haben – neben dem Begegnungsbereich, wo auch die Besucher reinkönnen – einen Rückzugsbereich, neben einem gedeckten Teil auch einen richtigen Stall an der Wärme. Über eine Passerelle erreichen sie zudem den Weidebereich. Unsere Ziegen haben total über 460 m2 Fläche zur Verfügung, das macht pro Tier 38 m2. Gesetzlich vorgeschrieben wären – je nach Art der Haltung – zwischen 1,2 und 1,7 m2. Sie leben also in einer richtigen Luxusvilla, unsere Geissen. 

Ziegenfütterung

Kategorien:

Diese Seite Teilen: