Erdbeeren - die Königin der Beeren

Erdbeere - Die Königin der Beeren

Obwohl die Erdbeere oft als Königin der Beeren bezeichnet wird, ist sie genau genommen gar keine Beere. Sie gehört nämlich zu den sogenannten "Sammelnussfrüchten". 

Erdbeeren sollten spätestens 2 Tage nach der Ernte gegessen werden. Sie verlieren sehr rasch an Aroma. Darum sind sie – neben der Himbeere – die absolute Prinzessin unter unseren Kulturen.

Weitere spannende Infos rund um die Erdbeere:

Erdbeeren in der Schweizer Landwirtschaft

Erdbeeren sind wohl die beliebtesten Beeren. Bereits die Pfahlbauer haben wilde Erdbeeren gesammelt und gegessen. Gezüchtete Erdbeeren wie wir sie heute kennen gibt es erst seit dem 18. Jahrhundert. Nicht wie die Äpfel, die schon bei den Ägyptern gezielt angebaut wurden.

Allerdings war es nicht die Walderdbeere, aus der die heutige Kulturerdbeere hervorgegangen ist. Sondern die Vorgängerin wurde damals von einem Monsieur Fraisier aus den USA mitgebracht. Heute wurden daraus über 1000 Erdbeersorten gezüchtet und es gibt immer mehr (mehr Infos auf landwirtschaft.ch).

2016 wurden in der Schweiz 7'350 Tonnen Erdbeeren produziert. Allerdings vermag die inländische Produktion nur rund ein Drittel der Nachfrage zu decken, der Rest (14'905 Tonnen) wird importiert. Das Verhältnis von importierter Ware ist seit Jahren etwa gleich. Die Gesamtmenge in der Schweiz verkaufter Erdbeeren hat sich allerdings von rund 16'000 Tonnen im Jahr 2002 auf über 22'000 Tonnen im Jahr 2016 gesteigert (Quelle: swissfruit).

Erdbeeren bei Jucker Farm

Auf dem Juckerhof in Seegräben wurden schon in den 1950er Jahren Erdbeeren angebaut. Vor allem auch als Selberpflück-Anlage. Allerdings hatte man immer Mühe, die Fruchtfolge einzuhalten, da zu wenig Platz da war. Es fehlte an Landwirtschaftsfläche zum Abtauschen. Auf Feldern, die immer wieder mit der gleichen Kultur bebaut werden, steigt der Krankheitsdruck. Das hat wiederum zur Folge, dass immer mehr Pflanzenschutz nötig war.

Aus ökologischen Überlegungen haben sich die Jucker-Brüder 2013 dann dazu entschlossen, auf dem Juckerhof keine Erdbeeren mehr anzubauen. Schweren Herzens, denn das Selberpflücken ist ein wichtiger Wert ihres Erlebnishofs. Heute setzt man auf permanente Kulturen wie Chriesi und Kulturheidelbeeren, bei denen keine Fruchtfolge eingehalten werden muss. Die bleiben 30 Jahre am gleichen Ort. 

Erdbeeren auf dem Spargelhof in Rafz

Auf dem Hof der Mutter Jucker werden heute alle Erdbeeren für die Erlebnishöfe in Seegräben und Jona produziert. Sowie auch für den Detailhandel. Der Standort ist dafür perfekt geeignet. Es gibt genug Platz. Da es im Rafzerfeld weniger Niederschläge gibt, kommt man auch mit weniger Pflanzenschutz aus.

Unsere Erdbeeren verkaufen wir zu einem grossen Teil in unseren eigenen Hofläden in Seegräben, Jona, Rafz und neu auch auf dem Römerhof in Kloten. Bei unseren Kunden sind die Erdbeeren neben den Kulturheidelbeeren die beliebteste Beere. 

Sortenübersicht Erdbeeren

Hier in chronologischer Reihenfolge alle bei uns angebauten Sorten:

Frühsorten

Flair und Clary. Normalerweise kommen sie ab 10.-15. Mai für etwa 3 Wochen. Clary sind glänzend, orangerot und süsslich.

Lambada: Die Diva unter den Erdbeeren! Die Süsse ist kaum zu überbieten, hellrot glänzend. Die Schönste und die Beste! Dafür muss sie rasch konsumiert werden. Wir kultivieren sie seit 20 Jahren auf unseren Höfen. Sie ist eine Kreuzung zwischen «Sivetta» und «Holiday». Start zwischen 20. und 25. Mai.

Daroyal: Zeichnet sich durch langanhaltende Früchte aus. Sehr gut im Geschmack. Hat ein schönes Tiefrot. Start wie Lambada zwischen 20. und 25. Mai.

Mittelspäte Sorten

Salsa: Mittelspät, als Terminkultur geeignet. Wird Mitte Mai gepflanzt für eine Ernte Juli-September. Grosse bis sehr grosse hellrote Früchte.

Spätsorten

Yamaska und Malwin: Yamaska ab Mitte Juni, Malwin ab Ende Juni.

Anabelle und Charlotte: Sind remontierende Sorten, das heisst, diese Erdbeeren blühen und tragen Früchte gleichzeitig. Erntebeginn dieser Sorten ist im Juli oder August.

 

Natürlich probieren wir immer mal wieder neue Sorten aus, die jetzt hier nicht auf der Liste sind.

Erdbeeren haltbar machen

Erdbeeren verlieren in den ersten 10 Stunden nach der Ernte 10% des Aromas. Dabei gilt: Je aromatischer die Sorte, desto weniger lange haltbar ist sie. Die heikelste Sorte ist zugleich die beliebteste Sorte: Lambada.

Die Erdbeeren müssen also so rasch wie möglich gegessen oder verarbeitet werden. Genau so machen wir das im Betrieb:

  • Eingemachtes: Confi oder Sirup herstellen
  • In der Hofchuchi werden während der Erdbeersaison in sorgfältiger Handarbeit feine Desserts, Cremen und Törtchen gezaubert.
  • Erdbeeren einfrieren: Seit letztem Winter kann man in unseren Hofläden gefrorene Erd-, Him- und Blaubeeren kaufen.
  • Erdbeeren trocknen für ins Müsli oder einfach so als Snack

Frische Erdbeeren vom Hofladen

In unseren Hofläden auf dem Juckerhof, dem Bächlihof und dem Spargelhof gibt es während der Saison nicht nur frische Erdbeeren vom Feld zu kaufen, sondern auch diverse andere Erdbeer-Produkte. Wer sich nicht an unsere Öffnungszeiten binden will, kann seine Lieblingsprodukte auch via Farmy.ch bestellen.

Erdbeer-Rezepte

Die Erdbeere eignet sich perfekt zum Rohessen... Aber es gibt auch einige tolle Rezepte, die sich mit der Beerenfrucht zubereiten lassen. Vor allem passen die süssen Beeren perfekt zu Spargeln!

#FeldFood Rezept N°2: Erdbeer Pancakes

In der Videoreihe #FeldFood kochen wir diverse Rezepte mit saisonalen Produkten von unseren Feldern.

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Erdbeeren mit Grün-Spargeln und Nudeln

Zutaten für zwei Personen:

  • 200 g Nudeln
  • 1 EL Rapsöl
  • 500 g grüne Spargeln
  • 1 Pack Mini Mozzarella Kugeln
  • 300 g Erdbeeren
  • 1 Prise Zucker
  • Zitronensaft oder heller Balsamico
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Den Spargel im unteren Drittel schälen, waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. In wenig Öl unter mehrmaligem Wenden anbraten. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen. Die Nudeln gemäss Anweisung kochen. Die Mozzarella Kugeln abtropfen lassen, die Erdbeeren putzen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Die Nudeln mit dem Spargel mischen, mit Zitronensaft oder Balsamico, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Erdbeeren und den Mozzarella darauf verteilen. Schmeckt warm und kalt!


Än Guätä!

Erdbeer-Törtli

Zutaten für 6 Stück:

  • 1 Vanilleschote
  • 1.6 dl Milch
  • 1.5 dl Vollrahm
  • 50 g Zucker
  • 2 EL Maizena
  • 400 g Erdbeeren
  • 3 EL Erdbeer Gelée
  • 1 Pack Waffel-Gätzi (6 Stück)

Zubereitung:

Für die Vanillecrème die Schote aufschneiden und das Mark auskratzen. Beides mit Milch, Zucker und Maizena unter ständigem Rühren aufkochen bis die Flüssigkeit leicht eindickt. Dann die Crème durch ein Sieb streichen, mit einer Klarsichtfolie (direkt auf die Crème legen) bedecken und auskühlen lassen. Die Beeren waschen, abtropfen lassen und das Grün entfernen. Sechs ganze Beeren auf die Seite legen. Die restlichen Beeren halbieren. Rahm steif schlagen und unter die glatt gerührte Crème ziehen. Danach die Crème in den Waffelschalen verteilen. Die ganzen Beeren in die Mitte der Waffeln stellen und die halben Beeren darum herum anrichten. Erdbeer Gelée erwärmen bis er flüssig ist und die Törtli damit bestreichen.

Papardelle mit Lachs und Erdbeeren

Martin Jucker und Oli von Farmy.ch kochen gemeinsam. Ein ganz spezielles Rezept, denn wer hätte gedacht, dass Erdbeeren mit Lachs und Teigwaren zusammenpassen? 

Papardelle mit Lachs und Erdbeeren

Martin Jucker war zu Besuch bei Farmy.ch und hat ein ganz spezielles Rezept ausprobiert.

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