
In Seegräben gilt Halteverbot
Unser Lieblingsthema im Herbst; der Anreiseverkehr zum Juckerhof in Seegräben. Frustrierte Besucher*innen schreiben entsprechende Mails sowie 1-Stern-Google-Rezensionen und damit entsteht Unmut auf allen Seiten. Im Herbst stösst der Parkplatz der Gemeinde Seegräben schlicht an seine Grenzen. Warum? Weil zu viele Leute die Hoffnung haben, vielleicht doch noch einen Parkplatz ergattern zu können.
Es hat zu wenig Parkplätze
Der Parkplatz der Gemeinde Seegräben (nein, der gehört nicht uns) hat genau 100 Plätze. Ein Parkleitsystem markiert bereits bei der Anfahrt im Aathal, ob der Parkplatz in Seegräben voll ist und auch auf unserer Website sieht man (fast) live, wenn es keine freien Plätze mehr hat. Dennoch denken sich viele Autofahrer*innen: «Für mich hat's sicher noch einen freien Platz!»
Typischerweise passiert dann folgendes:
Der Parkplatz ist voll. Davor gibt es einen Bereich, in dem Autos auf einen freien Platz warten dürfen. Aber wenn dort voll ist, heisst es halt einfach: BITTE WEITERFAHREN! Denn auf dem gesamten Strassenabschnitt vor dem TCS-Parkplatz gilt ein striktes Halteverbot, das sehr deutlich ausgeschildert ist. Auch das Halten auf dem Trottoir, ist verboten.
Es droht eine Busse
Die Situation vor dem Parkplatz ist schnell angespannt, nicht nur für die Besucher*innen, sondern auch für die Personen des Verkehrsdienstes vor Ort. Ihr Job ist es, den Verkehrsfluss auf der Dorfstrasse sicherzustellen. Es wird mit CHF 80.- gebüsst, auch wenn man «nur kurz» stehenbleibt. Watson.ch hat Marcel begleitet. Er regelt im Auftrag der Gemeinde Seegräben den Verkehr und setzt das Halteverbot durch.
Kommt mit dem ÖV!
Wie Martin Jucker im Video schon sagt, die einzige Lösung ist der ÖV! Und wir bieten mit dem Bus, der im Herbst zwischen Uster Bahnhof und Seegräben verkehrt, eine super Anreisealternative. Auf die Gefahr hin, uns zu wiederholen: Bitte bitte lasst das Auto zu Hause und nutzt den ÖV. So spart ihr Nerven, Benzin/Diesel/Strom, Zeit und tut erst noch was Gutes für die Umwelt.
Hier noch ein kleines FAQ zu den wichtigsten Fragen betreffend Verkehr:
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Und wenn ich doch mit dem Auto kommen will?
Ok, du hast es so gewollt. Dann empfehlen wir dir folgendes:
- Reise FRÜH an! Und check vorher online, ob es freie Plätze hat.
- Nutze andere Parkplätze rund um den See oder beim Bahnhof Aathal und spazier den restlichen Weg zum Hof.
- Geh zum Bächlihof - dort hat's mehr Parkplätze (nicht unendlich, aber sicher mehr als in Seegräben).
- Nochmals; komm lieber mit dem ÖV 🙂
...und wenn es halt doch nicht klappt, freuen wir uns, wenn du uns keine 1-Stern Bewertung gibst auf Google - wir haben dich gewarnt 😉
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Warum werden nicht mehr Parkplätze gebaut?
Der Geimeindeparkplatz in Seegräben fasst 100 Autos. Mehr Parkplätze gibt es nicht. Wieso baut man nicht einfach mehr?
Das liegt unter anderem daran, dass Seegräben und der Juckerhof an einem Natur- und Vogelschutzgebiet liegt. Der Kanton Zürich hat 2015 eine Studie in Auftrag gegeben, die ergab, dass rund 60% der Gäste Seegräben als Startpunkt für Wander- und Erholungserlebnisse nutzen und den Ausflug mit einem Besuch auf dem Juckerhof verbinden. Nur 20% besuchen ausschliesslich den Juckerhof und weitere 20% kommen ausschliesslich zum Wandern und Erholen nach Seegräben (natürlich ist das Verhältlnis im Herbst etwas anders). Es ist also in unser aller Interesse, dass das Naherholungsgebiet Pfäffikersee erhalten bleibt.
Einfach mehr Parkplätze bauen ist keine nachhaltige Lösung, denn die Rechnung ist einfach: Mehr Parkplätze = Mehr Autos = Mehr Verkehr = Mehr Umweltverschmutzung. Das wollen wir nicht. Deshalb ist unsere Lösung mehr ÖV!
Und warum Wiesen Parkplätze eine schlechte Idee sind, erklärt Martin Jucker in diesem Artikel.
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Ein- und Aussteigenlassen?
Im Halteverbot darf auch nicht angehalten werden, nur um jemanden aus- oder einzuladen.
Autos und Kleinbusse mit Gästen mit einer Beeinträchtigung (mit Ausweis) dürfen auf der Dorfstrasse bis zum Platz vor der Kirche vorfahren und zum Ein- und Aussteigenlassen dort anhalten. Bei Phase rot ist das leider nicht möglich!
Der Bächlihof ist besser mit dem Auto erreichbar! Dort findet ebenfalls eine tolle Kürbisausstellung statt.
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Wieso werde ich ungerecht behandelt bei der Parkplatzeinweisung?
Uns erreichen immer wieder Rückmeldungen von Gästen, die sich von der Verkehrseinweisung beim Parkplatz in Seegräben ungerecht behandelt fühlen. Typischerweise handelt es sich um folgendes Szenario: Der Gast wird – weil der Parkplatz voll ist – weggewiesen, sieht dann aber im Rückspiegel, wie das Auto nach ihm auf den Parkplatz gelassen wird. Das kann in dieser Situation sehr unverständlich sein. Mehr dazu im Artikel mit Video:
Und 2026 hat Watson.ch den Verkehrsdienst begleitet: hier geht's zum Artikel mit Video
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Warum gibt es keinen Vorrang für Gäste mit Kindern oder Schwangere beim Parkplatz?
Nein, Personen mit Kinderwagen haben keinen Vorrang auf dem Parkplatz. Auch schwangere oder ältere Personen haben keinen Vorrang. Dafür gibt es diverse Gründe:
- Viele Besucher*innen, die zur Kürbiszeit zu uns kommen, haben einen Kinderwagen dabei. Der Parkplatz wäre ohnehin innert kürzester Frist voll.
- Die Idee ist in der Praxis nicht umsetzbar. An Kürbistagen ist Seegräben ohnehin komplett verstopft. Die Wartezeiten würden noch länger werden, wenn wir bei allen Leuten erst in den Kofferraum schauen müssten, um zu verifizieren, dass sich darin wirklich ein Kinderwagen befindet. Das Resultat; noch mehr Verkehr, noch mehr Bussen, noch mehr Frust.
- WENN es diese Regelung gäbe: Was ist mit allen Leuten im Rollstuhl, oder die sonst nicht so gut zu Fuss sind? Was ist mit allen, die vorhaben, richtig viele Kürbisse zu kaufen? Es gibt viele Gründe, die einem einen ethischen Vorrang auf den Parkplatz geben würden. So gerne wir darauf schauen würden: Es ist nicht umsetzbar.
- Das gilt übrigens auch für Personen, die mit e-Autos anreisen oder Menschen mit einer Beeinträchtigung (mit blauem Ausweis). De Schneller isch de Gschwinder gilt für alle.
Die separate Zufahrt zum Parkplatz ist NUR für Anwohnende, die in der angrenzenden Liegenschaft wohnen.
Dieser Artikel ist ursprünglich 2023 erschienen und wurde 2026 überarbeitet und aktualisiert.







CW
Wäre es nicht vielleicht eine gute Idee einen Shuttle-Bus zu gewährleisten? Ich glaube, viele kommen mit dem Auto, weil der Weg vom Bhf Aathal doch recht steil ist. Wenn man dann vlt schwanger ist oder Kinder dabei hat werden aus diesen 20min gerne auch mal 40min +... Mit einem jucker-Shuttle würden dann vlt auch mehr mit dem ÖV anreisen...
Valérie Sauter
Hallo Celine. Es gibt ja eine Busverbindung am Wochenende. Einfach ab Bahnhof Uster, statt Bahnhof Aathal. Dies weil die ÖV-Verbindungen nach Uster etwas besser sind, als nach Aathal. Unter der Woche darf die Busschlaufe in Seegräben zum Aussteigenlassen benutzt werden. Ich bin selbst mit meinen Kids als sie noch klein waren den steilen Weg vom Aathal hoch. Ist nicht bequem, aber fand ich persönlich das kleinere Übel, als in Seegräben mit dem Auto anzubrennen und dann doch in Aatal parkieren zu müssen. Wenn man nicht gut zu Fuss ist, bleibt in der Kürbiszeit einfach nur eins: Unter der Woche vor 10 Uhr kommen oder wenn es regnet. :-/
TW
Es ist unverständlich, dass ein einziger Hof eine solche Macht bekommt.
Die armen Kadetten müssen den ganzen Ärger abfangen, ihr Tag, und der derjenigen, welche nur nach Pfäffikon durchfahren möchten, wird getrübt. Ein absolutes No-goe!
Thomas
Ja, wenn man gut ist und Erfolg hat, wird der Kunde schnell lästig ...
Null Konzept - ausser natürlich zum Bussenmachen, wehe, man lässt's Grossi raus, bevor man meilenweit zu einem PP fährt.
"Phase rot" ist dann das "kleinste Übel" - Echt jetzt? Das sind öffentliche, mit Steuergeld gebaute Strassen.
Über die "armen, Mitleid verdienenden" Parkwächter kann man dann in den "hässigen" (nochmals - Echt jetzt?) Rezensionen lesen: Dreist, herrschsüchtig, unverschämt, beleidigend, Bussenprovisionen forcierend.
Bin ich froh, vorher darüber gelesen zu haben. Wir wollten schon alle den Hof besuchen kommen.
Valérie Sauter
Hallo Thomas. Das Verkehrspersonal wird nicht von uns angestellt. Es ist eine externe Firma. Darauf haben wir keinerlei Einfluss. Den ruppigen Umgangston goutieren wir keineswegs. Das mit dem Verkehr ist leider nicht so einfach. Theoretisch bräuchte es im Herbst ein 7-stöckiges Parkhaus - und selbst das wäre zu klein, wenn dann alle mit dem Auto kämen. Das ganze restliche Jahr über würde das aber leer rumstehen. Abgesehen davon darf in Seegräben gar nicht einfach so ein Parkhaus gebaut werden, da wir uns in diversen Schutzzonen befinden. Hier auf FarmTicker unter dem Schlagwort VERKEHR haben wir das schon öfter ausgeführt. Die einzige Lösung ist es, mit dem ÖV anzureisen. Aber das scheint immer noch für viele keine Option zu sein.
Valérie Sauter
Hm. Also Macht würden wir das nicht nennen. Es ist ja viel eher so, dass uns eben die Hände gebunden sind. Bei dieser Situation werden wir wohl eher Opfer des Erfolgs der Kürbisausstellung. Alle wollen sie sehen. Alle wollen mit dem Auto kommen. Man hat unterschiedliche Lösungen ausprobiert. Diejenige mit PHASE ROT ist einfach das kleinste Übel. Wir verstehen alle, die einfach nur nach Pfäffikon durchfahren möchten und sich ärgern. Aber schlussendlich gilt es einfach, der Situation irgendwie Herr zu werden. Am besten wäre es, der Grossteil würde mit dem ÖV oder zu Fuss anreisen. Das sagen wir auch immer wieder. Aber es gibt immer Leute, die es lieber auf sich nehmen, im Auto verärgert nach einem Parkplatz zu suchen. Die Kadetten tun uns auch leid. Daran ändern können aber nur die autofahrenden Besucher etwas, in dem sie ihren Anweisungen Folge leisten. Tun aber viele nicht.