
Wieso hat es nicht mehr Parkplätze?
Alle Jahre wieder… Der Herbst und somit die Kürbissaison ist unsere Hauptsaison. In den Monaten September und Oktober strömen tausende Besucherinnen und Besucher in das kleine Zürcher Oberländer Dörfchen Seegräben, um die Kürbisausstellung auf dem Juckerhof zu besuchen. Und jedes Jahr werden die gleichen Fragen gestellt. Deshalb holen wir zum Rundumschlag aus und beantworten alle Fragen auf einmal…
Vorweg: Gemeinsam mit der Gemeinde Seegräben, dem Kanton, der Polizei und allen weiteren Beteiligten arbeiten wir seit Jahren an Lösungen für das Verkehrsproblem in Seegräben. Wir lieben unseren Hof, das Dorf, die Umgebung und möchten all dies so idyllisch halten wie nur irgendwie möglich! Das bedingt, dass wir alle, auch du als Gast, am gleichen Strick ziehen… Doch nun zu den Fragen:
Warum gibt es nicht mehr Parkplätze?
Der Parkplatz in Seegräben gehört zur Gemeinde. Dieser fasst 100 Autos. Mehr Parkplätze gibt es nicht. Wieso baut man nicht einfach mehr?
Das liegt unter anderem daran, dass Seegräben gleich neben einem Natur- und Vogelschutzgebiet liegt. Der Kanton Zürich hat 2015 eine Studie in Auftrag gegeben, die ergab, dass rund 60% der Gäste Seegräben als Startpunkt für Wander- und Erholungserlebnisse nutzen und den Ausflug mit einem Besuch auf dem Juckerhof verbinden. Nur 20% besuchen ausschliesslich den Juckerhof und weitere 20% kommen ausschliesslich zum Wandern und Erholen nach Seegräben. Es ist also in jedermanns (und -fraus) Interesse, dass das Naherholungsgebiet Pfäffikersee erhalten bleibt. Einfach mehr Parkplätze bauen kann keine nachhaltige Lösung sein.
Die Rechnung ist einfach: Mehr Parkplätze = Mehr Autos = Mehr Verkehr = Mehr Umweltverschmutzung.
Martin Jucker
Wie soll man denn sonst anreisen?
Idealerweise zu Fuss, mit dem Velo oder mit dem Zug. Es gibt Parkplätze in der Badi Auslikon und im Industriegebiet Pfäffikon. Von dort aus ist es ein herrlicher Spaziergang am Pfäffikersee entlang zum Juckerhof. Oder man nutzt einen der vielen Velowege des Zürcher Oberlands – Veloständer hat es genug auf dem Hof!
Die S14 hält regelmässig im Aathal. Von dort sind es 20 Minuten Fussweg. Wirf doch mal einen Blick auf unsere Anreiseinformationen. NEU: Ein VZO Bus fährt regulär vom Bahnhof Uster nach Seegräben - im Herbst. Daher lohnt sich die Anreise via S5 oder S15 z.B. von Zürich her.
Wieso fährt nicht immer ein Bus?
Der Bus kann ausserhalb der Kürbiszeit nicht gleich gut ausgelastet werden. Deshalb fährt er nicht das ganze Jahr durch, sondern nur während der Kürbisausstellung.
Was ist die Phase rot?
Die Wochenendtage im Herbst sind belastend für die Dorfbewohner. Deshalb gilt an schönen Sonntagen die «Phase rot». Das bedeutet, dass der Dorfkern gesperrt wird, um den Suchverkehr einzudämmen. Verkehrskadetten regeln den Verkehr und setzen das Halteverbot in Seegräben durch.
Ziel von «Phase rot» ist, dass die Verkehrsbelastung im Dorf Seegräben verringert wird. Gäste profitieren genauso wie Dorfbewohner, da sie schneller einen Parkplatz finden. Das Resultat: Weniger Benzinverbrauch, mehr Nerven, mehr Zeit.
Martin Jucker
Wieso kommt es zu Stau, trotz Phase rot?
Stau entsteht primär dadurch, dass die Autofahrerinnen und -fahrer trotz Verkehrsdienst stehen bleiben, auf einen Parkplatz warten wollen, Mitfahrer ein- und ausladen an der Strasse, Halteverbote ignorieren oder mit den VK diskutieren. Deshalb unsere Bitte:
Wenn der Verkehrsdienst euch nicht in den Parkplatz hineinlässt, dann bedeutet das, dass der Parkplatz voll ist! Bitte befolgt die Anweisungen der Kadett*innen. Wir setzen alles daran, dass ihr so rasch wie möglich einen Parkplatz findet. Bitte begenet den meist jungen Kadett*innen mit Respekt, sie tun ihr Bestes.
Ausserdem: Von Aussen sieht es oft so aus, als gäbe es jeweils noch freie Parkplätze, auch wenn die VK den Platz schon abriegeln. Das liegt daran, dass in der Mitte eine Durchfahrt für die Anwohner gebaut wurde. Diese muss freigehalten werden (siehe Skizze).
Wieso haben Familien mit Kinderwagen nicht Vorrang auf dem Parkplatz?
Wir verstehen die Überlegung. Aber; die meisten Besucher haben Kinderwägen dabei, der Parkplatz wäre genau gleich schnell voll. Und es ist rein logistisch nicht umsetzbar – sollen die Gäste mit Kinderwagen an der Kolonne vorbeifahren? Wie «beweisen» sie, dass sie wirklich einen Kinderwagen dabei haben? Dann müssten Kontrollen eingeführt werden… Das alles führt zu Verzögerungen und Stau.
FarmTicker-Autorin Valérie ist selber Mutter und hat ein paar Tipps zusammengestellt zu dieser Frage:
Noch Fragen?
Dann stellt uns diese in den Kommentaren oder per Mail an marketing@juckerfarm.ch.









Elisabeth Heimlicher
sehr gut und klar beschrieben. es ist so: jedes auto braucht viel platz, überall, wo man parkieren will, und dass das nicht endlos geht, sieht man immer mehr. langsam wird es zeit, autofreie möglichkeiten immer mehr in betracht zu ziehen. jucker bietet alles nötige dazu an. darum mein aufruf: kommt ohne auto nach seegräben, geniesst einen entschleunigten tag in der wunderschönen landschaft!