
Schädlinge & Nützlinge – die Asiatische Hornisse
Kurz erklärt:
- Die Asiatische Hornisse ist in Südostasien heimisch. In der Schweiz wurde sie erstmals 2017 gesichtet.
- Sie stellt eine Bedrohung für das hiesige Ökosystem dar, da sie wichtige Nützlinge wie Bienen jagt und hier keine Fressfeinde hat.
- Die Kantone rufen dazu auf, gesichtete Asiatische Hornissen zu melden.
Sie sieht eigentlich ganz hübsch aus mit ihren schwarz-gelben Streifen und den langen schmalen Flügeln. Aber die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) ist ein Problem. Seit sie 2017 in der Schweiz gelandet ist, rufen darum die Kantone immer wieder dazu auf, gesichtete Asiatische Hornissen zu melden.
Anders als Blattläuse, Baumwanzen und die Kirschessigfliege hat es die Asiatische Hornisse nicht direkt auf unsere Kulturen abgesehen. Aber sie jagt Bienen und andere auch für die Landwirtschaft wichtige Nützlinge, um ihre Larven zu ernähren. Da die Asiatische Hornisse in der Schweiz keine natürlichen Fressfeinde hat, kann sie sich ungehindert vermehren. Solche als «invasive Neozoen» bezeichnete Tierarten bedrohen die hiesige Artenvielfalt und können das Ökosystem aus dem Gleichgewicht bringen.
Asiatische vs. Europäische Hornisse
Das heisst nicht, dass alle Hornissenarten per se schlecht sind. Die hier heimische Europäische Hornisse (Vespa crabro) ist ein wichtiger Teil der Natur. In Südostasien – wo die Asiatische Hornisse einheimisch ist – stellt diese auch keine Bedrohung dar. Fressfeinde wie Vögel und Parasiten sorgen dafür, dass der Bestand von Natur aus reguliert wird.
Mit ihren 1.7 bis 2.4 Zentimetern ist die Asiatische Hornisse etwas kleiner als die Europäische. Königinnen können aber rund 3 Zentimeter lang werden. Die Asiatische Hornisse hat einen grösstenteils schwarzen Körper mit einigen gelben Streifen am Hinterleib. Auch die Enden ihrer Beine sind gelb gefärbt. Die Asiatische Hornisse wirkt allgemein etwas schmaler und «windschnittiger» als die Europäische Hornisse. Diese ist eher braun gefärbt und hat einen hauptsächlich gelben Hinterleib.
Auch die Nester der beiden Hornissenarten sind nicht gleich. Asiatische Hornissen bauen birnenförmige Behausungen. Der Nesteingang befindet sich immer auf der Seite. Europäische Hornissen bauen ihre Nester immer an geschützten Stellen - wie etwa unter einem Dachvorsprung. Der Eingang zum Nest ist dabei stets an der Unterseite.
Egal ob Asiatische oder Europäische Hornisse, die Insekten sind für Menschen grundsätzlich nicht gefährlich, solange man sie in Ruhe lässt. Hornissen sind grundsätzlich ziemlich entspannte Wesen. Wenn sie angreifen, dann meist nur, um ihr Nest zu verteidigen. Darum besser Abstand davon halten.
Asiatische Hornissen melden
Wer eine Asiatische Hornisse sieht, sollte sie fotografieren oder filmen und die Aufnahmen inkl. Ortsangaben auf die Meldeplattform asiatischehornisse.ch hochladen.
Auch auf einigen unserer Höfe wurden bereits Asitische Hornissen gesichtet. Diese sollen jetzt mit Lockstofffallen gefangen werden.
Schädlichkeit auf einer Skala von 1 bis 10:
- Für Kulturpflanzen: 2/10. Die Asiatische Hornisse richtet an ihnen in der Regel keinen Schaden an. Hin und wieder kommt es vor, dass erwachsene Hornissen an reifen Früchten knabbern.
- Fürs hiesige Ökosystem: 9/10 - sehr schädlich.
Weitere Schädlinge kennenlernen:
- Die Weisse Fliege - heiss auf Kohl
- Die marmorierte Baumwanze - das fieseste Viech von allen
- Die Kirschessigfliege - macht selbst die süssesten Früchte sauer
- Spinn- und Raubmilben - klein aber oho!
- Der Apfelwickler - da ist der Wurm drin
- Die Wühlmaus - gefürchtet im Obstbau
- Die Blattlaus - allgegenwärtig und lästig











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