Tiefkühlprodukte
Hofleben von Valérie

Familienzuwachs in Form einer Tiefkühltruhe

Die Jucker Farm AG hat wieder etwas Neues ausgeheckt. Beziehungsweise einen neuen Fisch an Bord gezogen. Respektive wir haben die Chance gepackt und sind eine neue Partnerschaft eingegangen.

Seit dem 30.09.2019 hat die Jucker Farm AG offiziell eine Partnerschaft mit der Dinnair GmbH. Ok, was ist das?

Tiefkühl-Essen im Offenverkauf

Das Konzept: Fertige Speisen im Offenverkauf aus der Tiefkühltruhe - unverpackt und ohne künstliche Zusatzstoffe. Das gibt’s sonst nirgends in der Schweiz. Seit letzter Woche steht die erste Dinnair Kühltruhe auf dem Bächlihof in Jona. Auch im Hofladen Rafz steht so eine Truhe. Auf dem Juckerhof in Seegräben aus Platzgründen nur zwischen April und Oktober aufgestellt.

Momos, Empanadas, Knödel, Capuns und Ravioli - alles in bester Qualität und mit einheimischen Zutaten wo immer möglich, das ist der Inhalt der Kühltruhe. Die Idee: Der Kunde bringt seinen eigenen Behälter mit und befüllt ihn nach Bedarf. Bezahlt wird nach Stück. Sofern der Heimweg nicht zu lange dauert und die Produkte auftauen, hat man so immer etwas Feines auf Vorrat.

Klingt super cool und super lecker. ABER: Warum machen wir das nicht selber? Warum die Zusammenarbeit mit Dinnair?

Wer oder was ist Dinnair?

Dinnair, das ist eigentlich die Einmann-Firma von Peter Zihlmann. Dinnair ist Peter und Peter ist Dinnair. Seit der Startphase seiner Firma arbeitet er zusätzlich Teilzeit bei Jucker Farm als Koordinator der Hofmanufaktur-Produkte. Und die Kooperation war dann nur noch ein logischer Folgeschritt.

Holzverkleidete Tiefkühltruhe im Hofladen

Je so eine Truhe steht auf dem Spargelhof in Rafz und auf dem Bächlihof in Jona.

Mann mit blauem Karohemd

Peter Zihlmann, der Mann hinter Dinnair.

Anleitung und Rezepte

Selbstbedienung - man nimmt genau so viel, wie man braucht. Ein Rezept gibt's dazu auch noch.

Empanadas, Capuns, Ravioli etc.

Unverpackt! Mit der Zange nimmt man sich, was man braucht in den mitgebrachten Behälter.

Doch von vorne: Gestartet hat seine Startup-Idee vor nicht mal 2 Jahren eigentlich ganz anders. Und wie bei den meisten Start-Ups entwickelte sich die Idee im Laufe der Gründungszeit. Aus der Idee vom Verkauf fixfertig gerüsteter Zutaten für das Menü zum Zmittag oder Znacht wurde die Spezialisierung auf hochwertige Tiefkühlspezialitäten. Aus Überzeugung für die Tiefkühlung, weil diese Konservierungsmethode den rigorosen Verzicht auf künstliche Zutaten mit unsympathischen E-Nummern erlaubt.

Bereits an fünf Standorten in der Schweiz - unter anderem auch in Unverpacktläden - stehen Dinnair-Tiefkühltruhen und bieten fixfertige, aber qualitativ hochstehende Fertigprodukte aus der Tiefkühltruhe. Auch über den Online-Hofladen Farmy.ch können die Dinnair-Produkte bestellt werden. Bis Ende 2020 soll das Tiefkühltruhen-Netzwerk knapp 40 Läden umfassen.

Doch wie funktioniert die Zusammenarbeit?

Für uns als Hofladen ist Dinnair Lieferant für fixfertige Tiefkühlprodukte. Ein Lieferant, der zudem auf natürliche Inhaltsstoffe mit Schweizer Herkunft achtet und die Qualität liefert, die wir unseren Hofladenkunden bieten möchten. So haben wir eine tolle Sortiments-Erweiterung, die wir ohne Dinnair nicht so rasch hätten realisieren können. Und umgekehrt hat Dinnair mit uns einen verlässlichen Standortpartner und Kunden für seine Tiefkühlprodukte.

Die Zusammenarbeit hat aber noch eine weitere Komponente. Gemeinsam mit unserem HofManufaktur-Team entwickelt Dinnair weitere feine Tiefkühlprodukte, unter anderem auch mit Rohstoffen von unseren Bauernhöfen. Wir sind also nicht nur Kunde von Dinnair, sondern auch Produzent seiner Produkte. Deshalb hat ein Zusammenschluss erst recht Sinn gemacht.

Birnen-Blauschimmel-Chäschüechli

Bisher sind viele international angehauchte Produkte im Dinnair-Sortiment. Hier achtet Zihlmann darauf, dass sie möglichst authentisch hergestellt werden, jedoch mit regionalen und natürlichen Inhaltsstoffen: Die Empanadas werden von der Agentinierin gemacht, die Frühlingsrollen von der Thailänderin, die Momos vom Tibeter, usw.

In Zukunft sollen aber noch mehr Schweizer Spezialitäten das Sortiment ergänzen. An diesen tüftelt er zusammen mit unserem HofManufakur-Team. Aktuell in Entwicklung ist beispielsweise ein Gourmet-Chäschüechli mit Birnen und Blauschimmelkäse.

Alles unverpackt

«Das Coole an den Produkten ist, dass wir sie komplett unverpackt anbieten können», sagt Andy Good, Gesamtleiter der Hofläden bei Jucker Farm und der HofManufaktur, «das ganze Unverpackt-Thema liegt uns sehr am Herzen. Ein weiterer Grund, warum das Dinnair-Konzept so gut in unsere Hofläden passt».

Auf die Frage, inwiefern Frühlingsrollen auf einen Bauernhof passen antwortet er: «Ist klar, das hat erstmal nichts mit Bauernhof zu tun. Aber wir mussten jetzt einfach mal mit dem bestehenden Sortiment starten und da sind halt einfach auch Frühlingsrollen dabei. Längerfristig ist die Idee, dass wir in den Dinnair-Tiefkühltruhen diese «Exoten» dann eben durch Produkte ersetzen, die in gemeinsamer Entwicklung entstanden sind, oder Rohstoffe von uns enthalten. Hier stehen wir noch ganz am Anfang, aber wir freuen uns riesig auf alles, was noch kommt.»

Valérie ist Vollblutautorin des FarmTickers und immer zur Stelle wenn's "brennt". Sie mag schöne Texte und hat vor der Geburt ihres zweiten Kindes das Kommunikationsteam von Jucker Farm geleitet (Zum Portrait).

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