Farmticker Icon Hofleben Hofleben von Valérie

Nicht auf den Mund gefallen

Als ich Markus zum Interview traf, begegnete ich in der HofBäckerei auch Fabienne Theiler, die diesen Herbst neu bei uns als Konditorin angefangen hat. Sofort fiel mir auf, wie schlagfertig sie Markus’ verbalen Provokationen Paroli bot. Und da Markus meinte, sie wäre doch eine gute Kandidatin für ein Mitarbeiter-Interview, haben wir das kurzerhand in Tat umgesetzt.

Wie viele unserer neueren Bäckereimitarbeiter*innen, war auch Fabienne vorher bei der Jowa. Allerdings nicht am selben Ort wie Markus. Auch sie hat dort ihre Lehre zur Bäckerin/Konditorin abgeschlossen. Beim Juckerhof gelandet ist sie aber durch Vanessa, die ebenfalls Teil des Bäckerei-Teams war, dann aber in unser Event-Team gewechselt hatte.

Und die junge Frohnatur hat einige spannende Hobbies. Höchste Zeit, die schlagfertige Frohnatur mal kennenzulernen:

Seit wann bist du bei Jucker Farm tätig?

Am ersten Oktober offiziell. Mein erster Arbeitstag war allerdings etwas später…

Was ist dein Job?

Gelernt habe ich eigentlich Bäcker*in-Konditor*in. Aber hier auf dem Juckerhof bin ich in der Konditorei angestellt. Meine täglichen Jobs bestehen vor allem darin, das Frühstücks- und das Dessertbuffet zu bestücken: Mit Birchermüesli, Joghurt, pochierten Äpfeln etc. Die meisten Gebäcke auf dem Dessertbuffet werden ebenfalls von der HofKonditorei hergestellt: Also die Kuchen, Brownies, Gugelhöpfli und die Schnitten. Aber ich mache diverse Desserts im Gläsli für das Restaurant oder die Events und kreiere Hochzeitstorten.

PS: Die kleinen hübschen Meringues, die wir letztens auf Instagram gepostet haben, waren auch von ihr 😉

Die Meringues-Herzli von Fabienne kamen auf verschiedene feine Desserts im HofRestaurant...
Die Meringues-Herzli von Fabienne kamen auf verschiedene feine Desserts im HofRestaurant...

Warum bist du Bäckerin/Konditorin geworden?

Mein Motiv ist ähnlich wie bei Markus. Ich esse leidenschaftlich gern und produziere gerne Essen. Ich habe als kleines Kind schon gebacken. Das hat mir meine Mama mit auf den Weg gegeben. Immer sonntags gabs Zopf von mir. Und als Abschlussprojekt in der Schule habe ich ein eigenes Backbuch gemacht. Am meisten Lust zum Backen habe ich in den Ferien. Nach einem Arbeitstag in der Regel eher weniger. Aber das ist auch gut so, ich weiss jeweils sowieso kaum, wohin mit all den Kuchen und Gebäcken, wenn ich mal im Schuss bin. Mein Umfeld muss (oder darf) die dann jeweils essen 😉.

Wie bist du zur Jucker Farm gekommen?

Durch Vanessa. Sie war bei der Jowa meine Unterstiftin. Nach der Lehre haben wir noch weiter zusammen in einer Hausbäckerei der Jowa gearbeitet. Wir verstehen uns auch privat sehr gut. Sie wusste, dass ich mich nach einem neuen Ort umgeschaut habe und hat mir von der Stelle hier erzählt. Ich habe dann an einem Donnerstag im August die Bewerbung rausgeschickt, am Freitag kam bereits das Telefon, am Sonntag war das Bewerbungsgespräch, am Mittwoch dann das Probearbeiten und dann hatte ich direkt das OK. Es ging also eine knappe Woche. Da ich aber noch Ferien hatte, fing ich effektiv erst am 6. Oktober an.

Was gefällt dir hier?

Alles 😊. Ich bin sehr glücklich. Das Team hier ist einfach SUPER! Wir sind wie eine Familie.

Was gefällt dir nicht so?

Auch für mich spürt man den Zusammenhalt zwischen allen Abteilungen nicht so. Da fehlt etwas das Gemeinschaftsgefühl. Zum Beispiel auch die Leute aus dem Abwaschteam. Die nimmt keiner wahr. Das ist eigentlich schade, die gehören auch dazu…

Was ist dein liebstes Jucker-Produkt?

Der Apfelstrudel mit Vanillesauce. Wenn ich den Anschnitt abschneide und die Vanillesauce schon fertig ist, muss ich den «amigs schnell «dünkle». Der ist einfach soo fein.

Und was machst du in deiner Freizeit?

Entspannen 😉. Ich bin gern zuhause aber unternehme auch gerne was mit Kollegen. Und ich fahre echt gerne Auto. Deshalb macht mir mein langer Arbeitsweg (Adliswil) quer durch die Stadt Zürich überhaupt nichts aus. Man hat seine Ruhe beim Autofahren – oder kann mit dem Beifahrer schwätzen.

Ah ja, fast hätte ich’s vergessen: Und ich bin im Schiessverein! Das Schiessen holt mich voll runter, weil man sich da so richtig konzentrieren muss. Wenn es die Arbeitszeiten zulassen, gehe ich da ca. 1x die Woche trainieren.

Was für Zukunftsträume hast du?

Schwierige Frage. Ich möchte gerne noch den Lehrmeister machen, damit ich etwas mehr in der Tasche habe. Momentan bin ich aber happy wie es ist und ich lasse es einfach auf mich zukommen. Und vielleicht kommt dann mal noch Heiraten und Kinder kriegen, aber das pressiert auch noch überhaupt nicht.

Wen sollen wir als nächstes vorstellen?

Einen unserer lieben Jungs aus dem Abwasch.

Valérie ist Vollblutautorin des FarmTickers und immer zur Stelle wenn's "brennt". Sie mag schöne Texte und offene Worte. (Zum Portrait).

Beiträge von Valérie
Noch keine Kommentare zu “Nicht auf den Mund gefallen”

Weitere Berichte

Brot

Glutenfrei und vegan?

Antworten von Valérie

(dieser Artikel ist eine aktualisierte Version des Ursprungsartikels vom 5. September 2019) Immer wieder fragen…

Weiterlesen
goldreife Ähren

Unser Brot – vom Feld zu euch

Hofleben von Valérie

Seit 6 Jahren steht bei uns auf dem Juckerhof die HofBäckerei. Und kurz nachdem…

Weiterlesen
Feinheitsgrade

Vollkorn, Dunst, Griess…hä?

Bauern Lexikon von Valérie

Den Unterschied zwischen Vollkorn- und Weissmehl können noch die meisten Laien erklären. Doch da gibt…

Weiterlesen
Take Away Bäckerei

Neue Take Away Produkte

Hofleben von Nadine

Wow. Mehr kann man dazu eigentlich fast nicht sagen. Unsere Küchen-, Bäckerei- und HofManfuktur-Teams haben…

Weiterlesen
Nahaufnahme Wähenblech

67 Wähen an einem Tag

Hofleben von Valérie

Freitag, 7 Uhr. Gerade noch pünktlich habe ich es auf den Juckerhof geschafft. Bei Jucker…

Weiterlesen
Mehl Reismehlkaefer

Die Sache mit dem Reismehlkäfer

Hofleben von Valérie

Es war in der Woche vor Ostern, als das Bäckerei-Team bei ihren routinemässigen Reinigungsarbeiten einen…

Weiterlesen
×