
Dürfen wir vorstellen: die Spargelspinne
Auf unseren Feldern ist im Frühling die Spargelspinne los. Bei ihr handelt es sich nicht etwa um einen Schädling, der gerne an Spargeln knabbert, sondern um eine praktische Maschine. Sie kommt bei der Ernte von weissem Spargel zum Einsatz.
So simpel die Spargelspinne aussehen mag mit ihren 4 Räder und dem Metallgestänge in der Mitte, so ausgeklügelt ist sie. Auf ihr können die Erntehelfenden gleich mehrere Erntegebinde (oder Harassen) gleichzeitig befestigen. So lässt sich ein kompletter Damm abernten, ohne dass Gebinde ausgetauscht/entleert werden müssen.
Erst ab 200 m lohnt sich die Spargelspinne
Ausserdem hebt die Spargelspinne auch gleich die Folien, mit denen die Spargeldämme bedeckt sind, an. Dafür wären sonst mindestens zwei Paar Hände nötig. Allerdings ist das Einspannen der Folie am Anfang jedes Dammes ziemlich zeitaufwändig. Für uns lohnt sich das Ernten mit dem Gerät darum erst ab einer Feldlänge von 200 m.
Die Maschine läuft mit einem Elektromotor. Um diesen anzuwerfen und wieder auszuschalten, ziehen die Erntehelfenden am Schaltkabel, das entlang der Metallkonstruktion verläuft. Die Fahrtgeschwindigkeit ist ebenfalls verstellbar. Mittlerweile gibt es auch Spargelspinnen, die mit Sensoren ausgestattet sind und so automatisch stoppen und wieder anfahren, je nachdem, wo sich der/die Erntehelfende befindet. Unsere Modelle mit Baujahr 2016-2021 sind allerdings noch nicht ganz so modern.
Die herausnehmbaren Akkus unserer Spargelspinnen werden jeweils auf dem Spargelhof wiederaufgeladen – mit hofeigenem Solarstrom. Und wer sich jetzt fragt, was die kleinen Räder auf der Seite der Erntemaschine sollen: Das sind die sogenannten «Führungsräder», die dafür sorgen, dass die Spargelspinne schön gerade dem Damm folgt.
Hier erklären wir, wie so ein Spargeldamm entsteht.
Transportiert werden die Spargelspinnen jeweils auf einem Anhänger zu den Feldern, auf denen sie gerade gebraucht werden.
Und bei den grünen Spargeln?
Beim Grünspargel läuft die Ernte ein bisschen anders. Im Gegensatz zu den weissen Spargeln wächst der nämlich nicht im Erddamm, sondern überirdisch (So wachsen Spargeln). Entsprechend kann man ihn einfach kurz über dem Boden abschneiden und muss ihn nicht mit viel Geschick aus der Erde stechen. Und Folien muss auch niemand extra hochheben.
Eine spezielle Erntemaschine haben wir darum nicht. Aber 2026 kommt der «Melonenflieger» - wie der Name schon sagt eigentlich für die Melonenernte konzipiert - auf dem Spargelfeld zum Einsatz. Auf diesem von einem Traktor gezogenen Anhänger können unsere Erntehelfenden die Spargeln im Liegen abschneiden und direkt ins Erntegebinde vor sich legen. So müssen sie sich nicht ständig bücken. Ob das wirklich bequemer und effizient ist, können wir dann am Ende der Saison sagen.













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